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Ritterkreuzträger Viktor Petermann
Oberleutnant, Jagdflieger

Viktor Petermann wurde am 26.05.1916 in Weipert im Kreis Kaaden in Österreich-Ungarn geboren und trat im Juni 1939 der Luftwaffe bei, wo er zum Jagdflieger ausgebildet wurde.
Zum Unteroffizier befördert kam er am 15.06.1942 zur 6. Staffel des Jagdgeschwaders 52 an die Ostfront, wo er am 30.06.1942 seinen ersten Luftsieg errang.
Kurze Zeit später zum Stab des Geschwaders kommandiert, flog er dort im Stabsschwarm als Rottenflieger der bekannten Fliegerasse Ihlefeld, Gollob oder Hrabak. So errang er am 05.05.1943 seinen 37. Luftsieg, wobei er zwischenzeitlich zur 5. Staffel versetzt wurde.
Am 06.06.1943 musste er auf sowjetischer Seite notlanden und kehrte erst nach vier Tagen zur Staffel zurück. Am 15.08.1943 rammte er im Luftkampf einen gegnerischen Jäger, konnte aber mit beschädigter Maschine zum Flugplatz zurückkehren. Wieder im Einsatz folgte am 25.09.1943 sein erfolgreichster Feindflug, als er in nur wenigen Minuten eine Jak und drei IL-2 abschießen konnte. Damit hatte er sein Abschusskonto auf 56 Flugzeuge erhöht.
Mittlerweile zum Leutnant befördert, gehörte er wieder der 6. Staffel an und erhielt so am 01.10.1943 einen Flak-Volltreffer durch die eigene Flak, wobei er schwer verwundet wurde. Dadurch musste ihm im Feldlazarett der linke Arm und eine Zehe amputiert werden. Für seine bis dato errungenen 60 Luftsiege erhielt er am 29.02.1944, als Leutnant, Kriegsoffizier und Flugzeugführer in der 6. Staffel des Jagdgeschwaders 52, im Lazarett, das Ritterkreuz.
Wieder genesen kommt Petermann am 15.05.1944 in die Kriegswissenschaftliche Abteilung der Luftwaffe und erreichte
schließlich nach langem Drängen bei Gollob, eine Versetzung in den Stab des JG 52 am 22.07.1944. Dort übernahm er dann am 07.01.1945 die 10. Staffel und errang trotz Armprothese bis März 1945 noch weitere vier Luftsiege.
Vom 31.03. bis zum 10.04.1945 wird er beim Jagdgeschwader 7 sogar noch auf die Me 262 umgeschult, wobei er jedoch am 11.04.1945 wieder zum Stab des JG 52 zurückkehrte und dort am 05.05.1945 seinen letzten Einsatz, den 560., flog.
Nach der deutschen Kapitulation wird er durch die Amerikaner an die Sowjetunion ausgeliefert, die ihn jedoch und glücklicherweise bereits nach drei Monaten entließen.
Viktor Petermann verstarb am 19.05.2001 in Freiberg in Sachsen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1940 Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 ???
Unteroffizier 01.04.1942 Eisernes Kreuz II. Klasse 31.08.1942
Feldwebel 01.02.1943 Frontflugspange in Gold 01.10.1942
Leutnant 01.07.1943 Eisernes Kreuz I. Klasse 16.10.1942
Oberleutnant 01.05.1945 Verwundetenabzeichen in Schwarz 12.06.1943
Deutsches Kreuz in Gold 23.07.1943
Ehrenpokal der Luftwaffe 09.09.1943
Verwundetenabzeichen in Silber 22.12.1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 29.02.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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