Quelle: A7

Ritterkreuzträger Siegfried Rammelt
Oberleutnant, Fallschirmjäger

05.02.194422.06.194112.06.194101.10.1942

Siegfried Rammelt wurde am 18.12.1914 in Falkenberg (Elster) im Kreis Herzberg im Bezirk Cottbus geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung absolviert er vom 01.04.1935 bis zum 30.09.1935 seinen Arbeitsdienst bei der Reichsarbeitsdienst-Abteilung 5/141 in Dommitzsch an der Elbe.
Am 01.11.1935 tritt er der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 32 in Eilenburg bei und wird am 04.10.1937 als Unteroffizier und ROA entlassen.
Vom 11.10.1937 bis zum 26.09.1938 arbeitet er als Flugzeugelektriker bei den Junkerswerken in Dessau und kommt dann für ein Jahr an die Ingenieursschule nach Weimar.
Am 25.05.1938 und am 01.07.1939 nimmt er an einer Reserveübung der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 32 teil und wird schließlich am 11.10.1939 zum Infanterie-Regiment 81, der 15. Infanteriedivision, einberufen.
Am 12.03.1940 wird er zum Infanterie-Regiment 528, der 299. Infanteriedivision, versetzt. Von hier meldet er sich freiwillig zur Fallschirmtruppe und absolviert ab dem 01.06.1940 einen entsprechenden Fallschirmschützen-Lehrgang an der Fallschirmschule in Stendal.
Er kommt dann am 25.07.1940 zur 11. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 3, der 1. Fallschirm-Jäger-Division, von wo aus er vom September bis Oktober zum Offiziers-Anwärter-Lehrgang nach Braunschweig und dann zur Gasschutz-Lehrgang nach Celle kommandiert wird. Von Dezember 1940 bis Januar 1941 nimmt er an einem Schieß- und Kampfschul-Lehrgang in Goslar teil.
Am 20.05.1941 landet Rammelt, als Feldwebel,  zusammen mit seinem Bataillon auf Kreta im Raum Chania.
Am 15.08.1941 bis zum 30.08.1941 nimmt er an einem Zugführer-Lehrgang in Döberitz teil und nach Einmarsch in Russland, im Raum Leningrad, am 23.10.1941 verwundet.
Am 11.12.1941 wird er durch die Offizier des III. Bataillons zum Offizier gewählt und nimmt daraufhin vom 15.01.1942 bis zum 13.02.1942 an einem Kampfschule-Lehrgang beim Fallschirm-Lehr-Bataillon des XI. Fliegerkorps in Döberitz teil Dem schließt sich dann eine dreimonatige Tätigkeit als Ausbilder und Zugführer bei der Kampfschule der Luftwaffe in Groß Born an.
Zurück bei seinem Regiment übernimmt er den Regiments-Pionier-Zug und wird am 01.06.1942 zum Leutnant befördert.
Bei den schweren und ruhmreichen Kämpfen am Monte Cassino eingesetzt fällt Siegfried Rammelt am 21.03.1944 bei einem Gegenstoß. Nachdem er mit seinen Männern einige gegnerische Panzer vernichten konnte und sich die Männer nun zurückziehen wollten, hörte Rammelt einen verwundeten Kameraden rufen. Beide Soldaten erreichten die eigenen Linien, wobei Rammelt beim Sprung in die Deckung durch einen Kopfschuss tödlich getroffen wurde. Als Führer zahlreicher Stosstrupp galt er im Regiment als Experte auf diesem Gebiet der Kampfführung. Der Gegenstoß der Pioniere konnte die Eroberung der Stadt Cassino durch den Gegner verhindern und so die Front neu stabilisieren.
Der Regimentskommandeur Oberst Heilmann schlug Rammelt für das Ritterkreuz vor und beförderte ihn posthum am 20.04.1944 zum Oberleutnant.
Siegfried Rammelt erhielt als Leutnant und Pionier-Zug-Führer der Stabskompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 3 am 11.06.1944 das Ritterkreuz.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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Quelle: A5/6