Ritterkreuzträger
Werner Roell
Major, Sturzkampfflieger





Werner Roell wurde am 08.02.1914 in Ailly
sur Noye/Frankreich geboren und absolvierte sein Abitur in Solingen.
Im Jahre 1934 wurde er zur fliegerischen Verwendung, als Offiziersanwärter bei
der Kriegsmarine eingestellt und wurde 1935 in den Fliegerschulen
Salzwedel und Schleißheim ausgebildet, sowie 1936 zum Leutnant im
Marinegeschwader befördert.
Es schloß sich die Jagd- und Stuka-Ausbildung, die Arbeit an der Kriegsschule,
sowie der Übertritt zur Luftwaffe an. Hier gehörte er zunächst zur I. Gruppe
des Sturzkampfgeschwaders (StG) 165 in Kitzingen. Aus diesem Geschwader
entstand im mai 1939 das Sturzkampfgeschwader 77.
Es folgten Kampfeinsätze über Jugoslawien und über Kreta.
Auch mit Beginn des Feldzuges gegen Russland wurde Roell eingesetzt. So
erhielt er als Oberleutnant in der II. Gruppe des StG 77 am 24.11.1941 das
Deutsche Kreuz in Gold.
Im Jahre
1942 zum Hauptmann befördert erhielt er das Kommando über die Stabsstaffel des
Geschwaders und wurde am 20.02.1943 zum Kommandeur der I. Gruppe ernannt. So
erhielt er nach seinem 477 Feindflug, am 25.05.1943 das Ritterkreuz, als
Hauptmann und Staffelkapitän der Stabsstaffel des Sturzkampfgeschwaders 77.
Die Stabsstaffel war dabei mit Me-110 Kampfflugzeugen ausgerüstet und flog
unter anderem Angriffe gegen Einsenbahnlinien und flog neben
Nachtjagdeinsätzen auch Begleitschutz für andere Verbände.
Er übernimmt dann die 4. Staffel und erringt auch hier hervorragende Erfolge,
so unter anderem einen Sieg über einen Leichten Kreuzer, den er im Schwarzen
Meer versenkte.
Am 01.12.1943 wird Major Roell nach Berlin an die Kriegsakademie versetzt und
diente gegen Kriegsende als z.b.V. Offizier beim Jagdverband 44 unter
Generalleutnant Adolf Galland.
Von 1948 bis 1952 ist er Sportlehrer an der Deutschen Schule in Santiago de
Chile und kehrte 1953 nach Deutschland zurück, wo er eine Maschinenfabrik
aufbaute.
In der Bundeswehr leistet er Reserveübungen im Attachedienst, zuletzt als
Oberstleutnant der Reserve ab.