126. Schwerterträger Erich Rudorffer
Major, Jagdflieger


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Erich Rudorffer wurde am 01.11.1917 in Zwochau/Sachsen geboren.
Nach seiner militärischen Grundausbildung kam er, als Oberfeldwebel, im Januar 1940 zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 2 "Richthofen". Diese Gruppe lag in Frankfurt/Main um die Westgrenze des Reiches zu schützen.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Frankreich nahm auch Rudorffer an den Kampfhandlungen teil und erzielte am 14. Mai seinen ersten Abschuss, eine Curtiss 75A. Bis zum Ende des Feldzuges folgten noch 8 weitere Luftsiege.
Am 02.10.1940 wird Rudorffer zum Leutnant befördert und erhält am 01.05.1941 anlässlich seines 19 Abschusses das Ritterkreuz als Flugzeugführer in der 6. Staffel des Jagdgeschwaders 2.
Im Juni 1941 wird Rudorffer Kapitän der 6. Staffel und erreichte am 06.08.1941 seinen 25. Abschuss.
Im November 1942 kam die 2. Gruppe des JG 2 nach Nordafrika mit Erich Rudorffer als Kommandeur. In dieser Funktion erzielte er am 09.02.1943 den ersten Mehrfachabschuss englischer Flugzeuge. So schoss er 8 gegnerische Maschinen innerhalb von 32 Minuten ab. Am 15.02.1943 erzielte er 7 weitere Abschüsse in nur 20 Minuten. Bis April erzielte er in Tunesien so 26 Abschüsse bevor er wieder an den Kanal verlegt wurde.
Im Juni 1943 übernimmt er die 2. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 "Grün-Herz". Bis zu diesem Zeitpunkt verfügte er über 74 bestätigte Abschüsse. Am 24. und 25.08.1943 schoss er insgesamt 7 Flugzeuge in insgesamt 11 Minuten ab. Am 11.10.folgten weitere 7 und am 06.11.1943 ganze 13 Feindmaschinen in nur 17 Minuten.
Im Winter 1943/44 kämpfte er an der finnischen Front und erhielt als Major das finnische Freiheitskreuz und das Ehrenabzeichen der finnischen Luftwaffe.
Am 11.04.1944 erhält er anlässlich seines 113. Abschusses das 447. Eichenlaub zum Ritterkreuz als Major und Kommandeur der 2. Gruppe des JG 54. Da die Gruppe auf dem Fliegerhorst Libau stationiert war, nannten ihn der Gegner ehrfürchtig "Jäger von Libau".
Am 28.10.1944 verhinderte er einen Angriff von 60 gegnerischen Schlachtflugzeugen auf den Fliegerhorst durch den Abschuss von 9 Maschinen.
Am 26. Januar 1945 erhielt Rudorffer die Schwerter zum Eichenlaub. Bis zu diesem Tage hatte er 210 Gegner vom Himmel geholt.
Im Februar 1945 übernimmt er die Führung des JG 7, welches mit Me 262-Jagdflugzeugen ausgerüstet war. Mit diesem bahnbrechenden Flugzeug erzielte er weitere 12 Abschüsse.
Bei Kriegsende hatte Rudorffer 222 Gegner in über 1000 Feindflügen abgeschossen. Er selbst wurde 16 mal abgeschossen. Rudorffer steht auf Platz 7 der erfolgreichsten Jagdflieger des 2. Weltkrieges.
Nach dem Krieg arbeitete er im Kraftfahrbundesamt.