Hans-Georg Schierholz wurde am 16. August
1921 in Lage/Werra/Lipper Bergland geboren.
Er begann am 15.08.1936 mit der Segenfliegerausbildung, die er am 10.09.1936
abschloss.
Nach seiner Arbeitsdienstpflicht, die vom 01.04.1939 bis zum 25.10.1939
andauerte, meldete er sich zur Luftwaffe. So wurde er am 01.12.1939 zur
Luftnachrichtentruppe nach Berlin-Kladow einberufen.
Nach erfolgter Bordfunkerausbildung vom 01.04.1940 bis 13.09.1940 an der
Bordfunkerschule in Halle/Saale kam er am 14.09.1940 zur weiteren Ausbildung
an die Blindflugschule Stargard in Pommern und ab dem 16.10.1940 an die
Zerstörerschule nach Schleißheim, wo er seine Ausbildung beendete.
Er war unter anderem in Einweisungsflügen unterrichtet worden, in taktischem
FT-Funkverkehr, in der Flugsicherung, bei Ziel- und Übungsflügen, im
Luftschießen, bei Platzflügen, in der Eigen- und Feindpeilung, sowie auf
Verbandsflügen.
Am 05.02.1941 erfolgte seine Versetzung zur 1. (Ergänzungsstaffel) des
Nachtjagdgeschwaders 3 nach Echterding. Hier flog er mit dem Flugzeugführer
Rudolf Frank, den er von seiner Ausbildung in Schleißheim kannte,
weitere Einweisungs- und Übungsflüge.
Am 01.03.1941 wird Schierholz zum Gefreiten befördert und die Besatzung Frank
zur 1. Staffel der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 3, nach Vechta versetzt.
Am 09.05.1941 startete die Besatzung frank zu ihrem ersten Nachtjagdeinsatz
mit einer Me 110 (Kennzeichen L1+GH). Der erste Abschusserfolg brachte der
04.07.1941 als man einen britischen Wellington-Bomber abschoss. Für die
Beteiligung erhielt Schierholz am 04.07.1941 das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Bis zum 13.08.1941 führte die Besatzung Frank 20 Nachteinsätze durch und
verdiente sich damit die Frontflugspange für Nachtjäger in Bronze. Weiterhin
wurde Schierholz mit Wirkung vom 01.09.1941 zum Unteroffizier befördert.
Am 01.05.1942 schoss man den 4. Gegner ab, wofür Schierholz am 01.05.1942 das
Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt und am 06.07.1942 die Frontflugspange für
Nachtjäger in Silber für den 60. Nachteinsatz.
Am 30.06.1942 musste Schierholz mit dem Fallschirm abspringen, da der kühler
der Maschine zerschossen wurde.
Am 30. Juni 1942 verlegte die Gruppe nach Rheine/Westfalen. Die Besatzung
Frank stieg nun um auf eine Dornier 217. Im Januar 1943 befand sich die
Besatzung wieder in Vechta, fliegt er wieder mit der Me 110. Im April 1943
wird er zur 2. Staffel des Nachtjagdgeschwaders 3 nach Wittmundhafen versetzt
und auf der Ju 88 eingewiesen. Während er später vom Flugplatz Gilze-Rijen
startet erhält er nach 110 Nachteinsätzen am 28.08.1943 die Frontflugspange
für Nachtjäger in Gold.
Am 27.071943 liegt die Gruppe wieder in Wittmundhafen und verlegt Anfang 1944
wieder nach Vechta. Dort wird Schierholz am 01.02.1944 zum Feldwebel befördert
und erhielt für 15 Abschussbeteiligungen am 20.03.1944 den Ehrenpokal für
besondere Leistungen im Luftkrieg. Am selben Tag wurde ihm für 10 weitere
Abschüsse das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Am 26.04.1944 wurde die Maschine abgeschossen, Schierholz und der Bordwart
Schneider konnten sich mit dem Fallschirm retten, Frank allerdings kam zu
Tode. Ihm wurde posthum das 531. Eichenlaub verliehen und zum Leutnant
befördert.
Schierholz flog ab den 16.06.1944 mit Major Werner Husemann, dem
Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 3. Bis zum 18.08.1944
fliegt er mit der Me 110 und der Ju 88 und wird zum Oberfeldwebel befördert.
Nach 50 Nachtabschüssen wird Schierholz zum Ritterkreuz eingereicht und erhält
es am 29.10.1944. Husemann hatte es bereits nach dem 30. Abschuss am
30.09.1944 erhalten.
Nach einem Einsatz am 26.11.1944 musste die Maschine im Raum Ringelnatter
notlanden. Schierholz hatte einen Steckschuss im Unterschenkel erhalten.
Schierholz absolvierte 212 Nachteinsätzen und 57
Abschussbeteiligungen und 4 Fallschirmausstiege.
Den Krieg beendete er in Grove/Dänemark
Hans-Georg Schierholz starb am 12. Februar 1986 in
Lippstadt/Nordrhein-Westfalen.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE