Alfred Schlemm wurde am 18.12.1894 in
Rudolstadt/Thüringen geboren und trat als Fahnenjunker am 08. März 1913 in das
Feld-Artillerie-Regiment (Posensches Nr.2) Nr. 56 ein und wurde am 20. Oktober
1913 an die Kriegsschule Danzig kommandiert. Am 19. Januar 1914 kommt er als
Leutnant zurück zum Regiment Nr. 56 und wird dort bis zum 30. September 1919
Zugführer, Ordonnanzoffizier, Batterie-Kommandeur und Regimentsadjutant.
Zwischenzeitlich wird er am 16. September 1917 zum Oberleutnant befördert.
Ab dem 01. Oktober 1919 ist er im Stab des Artillerie-Kommandeurs der
Reichswehr-Brigade 5 tätig und gleichzeitig arbeitet er im Stab des
Artillerie-Führers 5 im Grenzschutz 5.Ein Jahr später wird er versetzt in den
Stab des Artillerie-Regiments 3 und des Artillerie-Führers 3. Vom 01.
Januar 1921 bis zum 30. September 1922 besucht er einen Führer-Lehrgang im
Stab des Wehrkreiskommandos III.
Vom 01.10.1922 bis 30. September 1924 wird er Zugführer im Artillerie-Regiment
3 und besucht vom 01.10.1924 bis 30. September 1925 einen Generalstabslehrgang
im Reichskriegsministerium in der Inspektion T4.
Vom 01. Oktober 1925 an bis zum 28. Februar 1930 ist Schlemm
Generalstabsoffizier in der Operationsabteilung des Reichskriegsministeriums
und ab dem 01. März 1930 bis zum 30. September 1932 Batteriechef im
Artillerie-Regiment 3.Vom 01.10.1932 bis 30.09.1934 war er Teilnehmer an einem
Lehrgang in der Abteilung T4 des Reichskriegsministeriums.
Vom 01.10.1934 bis zum 15. Oktober 1935 war er Ia im Stab des Wehrkreises III,
Berlin und später ab dem 16. Oktober 1935 im Generalstab des III. Armeekorps
in Berlin. Am 01. Oktober 1936 wird er dann bis zum 30.09.1937 an die
Kriegsakademie in Berlin kommandiert und wird am 01.10.1937 ins
Reichsluftfahrtministerium versetzt. Dies hatte zur Folge das Schlemm am 01.
Februar 1938 zur Luftwaffe überwechselte.
Dort wird er am 01. Februar 1938 als Oberst in den Generalstab der Luftwaffe
versetzt und wird am 01. Juni 1938 Chef des Generalstabes der Luftverteidigung
West.
Am 05. Oktober 1939 wird Schlemm Chef des Generalstabes des Luftgaus XI in
Hannover und später in Hamburg.
Vom 15. Dezember 1940 bis zum 06. Februar 1942 wird Schlemm Chef des
Generalstabes des XI. Fliegerkorps und wird danach in das Gebiet des
Generalkommandos des VIII. Fliegerkorps dessen Kommandierender General der
Generaloberst Wolfram Freiherr von Richthofen war, dessen Luftkorps in
Smolensk saß.
Am 12. Februar 1942 übernimmt er das Kommando über den
Luftwaffen-Gefechtsverband Schlemm (mot.-Brigade) in Russland. Dieser Verband
wurde bereits 1941 auf dem Truppenübungsplatz Hammerstein zusammengestellt und
kam zur Heeresgruppe Mitte. Dort war er der 4. Armee, dem LVI. Armeekorps
(mot.) und dazwischen dem XXXX. Armeekorps unterstellt. Der Verband wurde 1942
aus der Front gezogen, da die Luftwaffe ihr hochqualifiziertes Personal nicht
länger entbehren wollte. Danach wird er Kommandeur der 1. Flieger-Division in
Russland und ab dem 01.10.1943 Kommandierender General des II.
Luftwaffe-Feld-Korps in Russland und später in Italien.
Vom 03. Dezember 1943 bis zum 24. Deze´mber 1943 weilt Schlemm im
Reserve-Lazarett in Bad Warmbrunn und übernimmt im neuen Jahr als
Kommandierender General das I. Fallschirm-Korps in Italien, in dieser
Dienststellung wird er am 29. Mai 1944 im Wehrmachtsbericht erwähnt und erhält
am 11.06.1944 als General der Flieger das Ritterkreuz. Anfang November
schließt sich für 4 Tage die Stellung des Kommandierenden General des III.
Fallschirmkorps an.
Ab dem 04.11.1944, befördert zum General der Fallschirmjäger mit RDA vom 01.
März 1943 übernimmt er bis zum 20. März 1945 das Kommando über die 1.
Fallschirm-Armee an der Westfront. Dort wird er verwundet und hält sich vom
31. März bis 08.Mai zuerst im Hospital und dann in der Führerreserve auf,
bevor er in britische Gefangenschaft gerät.
Alfred Schlemm stirbt am 24. Januar 1986 in Ahlten bei Hannover.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE