Ritterkreuzträger Gerhard Schöpfel
Major, Jagdflieger

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Gerhard Schöpfel wurde am 19.12.1912 in Erfurt/Thüringen geboren und gehörte nach seiner schulischen Ausbildung zunächst zur Schutzpolizei, bis er sich 1936 freiwillig zur Luftwaffe meldete.
Nach Flugausbildung kommt Schöpfel zunächst zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 233, aus dem dann die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 135 und dann die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 51 geformt wurde.
Zum Leutnant befördert wird er im Jahre 1939 der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 26 zugeteilt und übernimmt dann, als Oberleutnant, am 23.09.1939 das Kommando über die 9. Staffel des Geschwaders.
Auch gegen Frankreich eingesetzt schießt er dort am 19.05.1940 seinen ersten Gegner, eine RAF "Hurricane", bei Courtrai ab. Während der Luftkämpfe über Dünkirchen erringt er weitere Abschusserfolge.
Während der Einsätze über England ist Schöpfel außerordentlich erfolgreich. Am 18.08.1940 schießt er während eines Einsatz über Canterbury 4 britische "Hurricane" ab. Zwei von den abgeschossenen Piloten waren die berühmten britischen Jagdflieger Donald McKay und Kenneth Lee, die beide verwundet ausstiegen.
Zum Hauptmann befördert übernahm Schöpfel, am 22.08.1940, die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 26, nachdem der bisherige Gruppenkommandeur, Adolf Galland, durch Göring zum Kommodore des Jagdgeschwaders ernannt wurde.
Nachdem Schöpfel 20 Luftsiege erringen konnte erhielt er am 11.09.1940, als Hauptmann und Kommandeur der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 26 das Ritterkreuz. Danach schoss er noch zwei weitere Gegner ab. Seinen nächsten Erfolg verbuchte er erst wieder am 17.06.1941.
Nach seinem 36. Abschuss, am 27.11.1941, wird er am 01.12.1941 zum Major befördert und übernimmt am 06.12.1941 den Posten des Kommodore des Jagdgeschwaders 26, nachdem Galland zum General der Jagdflieger ernannt wurde.
Vom 24.03.1942 bis zum 06.12.1942 schießt er noch weitere Flugzeuge ab und erhöhte sein Abschusskonto so auf 45 Luftsiege, sowie einen unbestätigten Erfolg, bis er am 10.01.1943 das Jagdgeschwader verließ und den Posten des Ia beim JaFü England übernahm. Ab Juli 1943 ist er Ia beim JaFü Süditalien und ab November Jägerführer in Norwegen.
Am 01.05.1944 wird er zur III. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 versetzt, um dann am 01.06.1944 den Posten des Kommodore des Jagdgeschwaders 4 zu übernehmen. Während eines Einsatzes wird er bei Schwerin, mit seiner Me 109 G-6, abgeschossen, kann jedoch aussteigen, wird dabei aber verwundet.
Nach seiner Genesung wird er im November 1944 JaFü Ungarn und im Februar 1945 Kommandeur der Luftkriegsschule Gatow. Am 10.04.1945 wird er Kommodore des Jagdgeschwaders 6 in der Tschechoslowakei und gerät dort in sowjetische Gefangenschaft, aus der er im Dezember 1949 entlassen wird.
In Deutschland arbeitet er zunächst als Chauffeur, dann als Kaufmann und zuletzt als Angestellter bei Air Lloyd in Bonn.
Auf über 700 Feindflügen errang Schöpfel 45 bestätigte Abschüsse, darunter 3 Viermot-Bomber. Alle seine Erfolge errang er an der Westfront.
Gerhard Schöpfel verstarb am 17.05.2003 in Bergisch Gladbach-Refrath.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE