Kurt Student wurde am 12.05.1890 in Birkholz
im Kreis Züllichau-Schwiebus geboren und trat am 03.03.1910, als Fähnrich,
dem Jäger-Bataillon "Graf Yorck von Wartenburg" (Ostpreuß.) Nr. 1 in
Ortelsburg bei.
Am 01.05.1910 wird er nach Berlin-Johannisthal kommandiert um dort ein
Piloten-Training an der Militär-Flug-Schule zu absolvieren. Nach seiner
Rückkehr nach Ortelsburg, am 01.03.1911 wird er am 20.03.1911 zum Leutnant
befördert und erhält am 08.08.1913 seine Piloten-Lizenz.
So wird er am 01.02.1914 zur Flug-Station Posen und zum Flieger-Bataillon 2
kommandiert, wo er vom 02.06.1914 bis zum 01.08.1914 als Pilot eingesetzt
wird.
Am 02.06.1914 wird er zur Feldflieger-Abteilung 17 versetzt und dort als Pilot
verwendet. Während dieser Zeit wird er am 18.06.1915 zum Oberleutnant
befördert.
Am 10.02.1916 wird er Pilot in der Kampfstaffel 19 des Kampfgeschwaders 4,
welches dem Armee-Ober-Kommando unterstellt war und kommt am 17.05.1916 zur
Armee-Fokkerstaffel der 3. Armee.
Mitte Oktober kommt er zur Jagdstaffel 9 und übernimmt am 16.10.1916 deren
Kommando, das er bis zum 02.05.1917 behält.
Nach einem Luftkampf wird er am 02.05.1917 verwundet und kommt in ein
Hospital. Nach seiner Genesung, übernimmt er am 12.07.1917 das Kommando über
die Jagdgruppe der 3. Armee.
Am 25.02.1918 wird er zur Flieger-Ersatz-Abteilung 3 nach Gotha versetzt und
wird am 02.03.1918 deren Flugführer.
Vom 14.06.1918 bis zum 30.09.1919 ist er Abteilungsleiter für Forschung und
Entwicklung beim Kommando der Flug-Lehrer der Fliege-Abteilung A in
Adlerhorst. Hier erfolgte am 20.06.1918 die Beförderung zum Hauptmann.
Am 01.10.1919 wird er zur Abwicklungsstelle im Inspektorat für Bewaffnung und
Ausrüstung, ans Reichskriegsministerium versetzt. Dort wird er am 01.04.1920
Referent für Flugtechnologie.
Am 01.10.1921 wird er Kommandant der Ausbildungstruppen im Raum Arys und wird
zur gleichen Zeit zur Armee-Friedens-Kommission kommandiert.
Am 30.10.1921 wird er während eines Sport-Gleiter-Fluges verletzt und wird
nach der Genesung am 01.05.1922 zum Inspektorat für Bewaffnung und Ausrüstung
versetzt. Hier wird er am 01.12.1922 Referent und Gruppenleiter für
Flugzeugentwicklung.
Am 01.11.1928 kommt er in den Stab des Ersatz-Bataillons des
Infanterie-Regiments 2 und wird am 01.01.1930 zum Major befördert. Danach wird
er Kompaniechef im Infanterie-Regiment 2 und schließlich, am 01.02.1931
Kommandeur des I. Bataillons.
Vom 19.05.1931 bis zum 06.10.1931 nimmt er Spezial-Flug-Kurse in Würzburg und
wird am 01.02.1933 zur Kommandantur nach Berlin versetzt.
Am 01.09.1933 tritt Student zur Luftwaffe über und wir Offizier z.V. beim
Reichs-Luft-Ministerium.
Vom 01.10.1933 bis zum 31.07.1935 wird er Kommandeur der
Technischen-Ausbildungsschule der Luftwaffe in Jüterbog und erhält dort am
01.01.1934 seine Beförderung zum Oberstleutnant und am 20.01.1935 die zum
Oberst. Danach folgt der Posten des Kommandeur des Erprobungszentrums für
Flugausrüstung und der des Militärkommandeurs des Flughafen Rechlin.
Am 08.09.1935 wird er Kommandeur des Flieger-Regiments 3 und am 01.10.1936
Kommandeur der Waffen-Schule der Luftwaffe und Chef des Stabes im Kommando der
Flugschulen, deren Inspekteur er am 01.03.1937 wird.
Am 01.10.1937 wird er Höherer Luftwaffen Kommandeur IV und am 01.04.1938
Kommandeur der 3. Flieger-Division und am 04.07.1938 Kommandeur der
Fallschirm- und Luftlande-Truppen. In dieser Dienststellung erhält er am
01.04.1938 die Beförderung zum Generalmajor.
Vom 01.09.1939 bis zum 30.09.1940 übernimmt er das Kommando über die 7.
Flieger-Division und wird gleichzeitig ab dem 01.02.1939 bis zum 31.05.1941
Inspekteur der Fallschirm- und Luftlandetruppe. Am 01.01.1940 wird er
Generalleutnant und am 01.08.1940 General der Fallschirmtruppe.
Vom 14.05.1940 bis zum 01.01.1941 befindet sich Student in einem Hospital,
aufgrund einer Kopfverwundung, die er sich bei der holländischen Kapitulation
in Rotterdam zuzog.
Mit Begin des neuen Jahres wird er Kommandierender General des XI.
Fliegerkorps, der Nachfolgetruppe der 7. Flieger-Division. Am 01.06.1941 ist
er gleichzeitig Kommandierender General der Fallschirmtruppe und wird am
01.03.1944 Kommandeur der 1. Fallschirm-Armee. Gleichzeitig ereicht ihn am
13.07.1944 die Beförderung zum Generalobersten. Ab 27.10.1944 war er ebenfalls
Kommandeur der Armee-Gruppe Student.
Ab 07.11.1944 ist er Befehlshaber der Armee-Gruppe H und ab 25.01.1945
Befehlshaber der Fallschirmtruppen.
Vom 28.01.1945 bis zum 30.03.1945 wird er zur Führerreserve des Luftwaffen
Oberkommandos versetzt und dann Kommandeur der Armee-Gruppe Student. Dem folgt
am 10-04.1945 das Kommando über die 1. Fallschirm-Armee.
Am 29.04.1945 wird er zum Befehlshaber der Heeresgruppe Weichsel ernannt. Sein
Vorgänger Generaloberst Gotthard Heinrici wurde dieses Posten durch
Generalfeldmarschall Keitel enthoben aufgrund eines unerlaubten Rückzuges.
Student, derweil in Holland konnte jedoch diesen Posten rein physisch bis zum
01.05.1945 nicht übernehmen und so wurde durch Keitel und Jodl der General der
Infanterie von Tippelskirch bis zum Eintreffen Students auf diesen Posten
gestellt.
Am 02.05.1945, einen Tag nach der Übernahme des Kommandos über die
Heeresgruppe Weichsel, überrannten amerikanische Panzer den Stab der
Heeresgruppe bei Schwerin. Student entkam nur knapp der Gefangenschaft.
Dennoch trat er am 08.05.1945 wie Millionen anderer seiner Kameraden den Weg
in die Gefangenschaft an. Nach 3 Jahren Gefangenschaft wurde er 1948 aus
britischem Gewahrsam entlassen. In dieser zeit wurde er zu 5 Jahren Haft
aufgrund von Kriegsverbrechen auf Kreta verurteilt. Nach 2 Jahren wurde er
dann wie bereits erwähnt entlassen.
Generaloberst Kurt Student starb am 01.07.1978 in Lemgo/Lippe.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE