Ritterkreuzträger Werner "Stumpfen" Stumpf
Oberfeldwebel, Jagdflieger

25.02.1942

Werner "Stumpfen" Stumpf wurde am 15.März 1917 in Berlin geboren. 1935 erfolgte der Eintritt in den aktiven Wehrdienst. In den 30er Jahren absolvierte er erfolgreich ein Kampfversuchstraining bei der Luftwaffe und wurde Mitte 1940 zum Jagdgeschwader 53 versetzt (7./JG 53).
Er nahm am Frankreichfeldzug teil, allerdings ohne einen bestätigten Sieg. Seinen ersten erfolgreichen Luftkampf notierte er am 1. September 1940 gegen eine Hurrikan der RAF während der Luftschlacht über England. Einen Tag später am 02.September behauptete er sich erfolgreich gegenüber einer englischen Spitfire.
Im Jahre 1941 – kurz vor Beginn der Operation Barbarossa - wurde sein Jagdgeschwader zur Vorbereitung des Russlandfeldzugs nach Osten verlegt. Der Einsatz des JG53 erfolgte im Mittelabschnitt der Front (Luftflotte 2). Hier sollte Werner Stumpf besonders erfolgreich sein. Allein am 22.06. schoss er 4 russische Maschinen ab. Ende Juni 1941 wechselte Stumpf in die 9. Staffel des Jagdgeschwaders 53.
Am 29.August 1941 notierte er bereits seinen 20. Sieg, einen zweimotorigen russischen Bomber vom Typ DB-3. Bis zum 16.September 1941 hatte er insgesamt 26 Siege auf seinem Konto zu verzeichnen.
Im November 1941 wurde das JG 53 in den Mittelmeerraum verlegt, um insbesondere das Afrikakorps zu entlasten. Die Gruppe kam am 08.Dezember 1941 in EL Tmimi (Nordafrika) an. Hier errang Stumpf drei Siege an 3 Tagen (12.-14.12.41) gegen 2 Hurrikans und eine P-40, bevor seine Einheit am 16.12.41 nach Sizilien zurückgenommen wurde.
Von Sizilien aus wurde Stumpf über Malta eingesetzt. Sechs Siege über und um die Insel Malta (einschließlich seinen 30. Sieg am 9.März 1942) verzeichnete Werner Stumpf. Am 25.Februar 1942 erhielt er das Deutsches Kreuz in Gold.
Im Mai erfolgte die Verlegung nach Martuba (Nordafrika). Die III. Gruppe des JG 53 wurde noch einmal zur Unterstützung des Afrikakorps angefordert. Insbesondere während der Gefechte um Tobruk mit der 8. britischen Armee konnte Werner Stumpf weitere Luftsiege verzeichnen. Für nun mehr 40 Siege wurde dem Oberfeldwebel Stumpf am 13.August 1942 das Ritterkreuz zugesprochen.
Am 13.Oktober 1942 eskortierten 15 Flugzeuge vom III./JG 53, zusammen mit 19 Bf 109 von der II. und von III./JG 27 mehrere Ju 87 Sturzkampfbomber in den Bereich südlich von EL Alamein. Jagdflieger der Royal Air Force fingen die anfliegende Formation ab. In der folgenden Luftkämpfen behauptete sich Werner Stumpf erfolgreich gegenüber drei P-40s der RAF (Abschuss 46-48). Das Gefecht fand hinter den feindlichen Linien statt. Dort bekam Stumpfs Bf109 F-4trop (W.Nr. 10 1750"gelbes 7+I") einen direkten Flakfeuertreffer. Die Maschine fing sofort Feuer und schlug danach in einem flachen Winkel auf dem Boden auf. Werner Stumpf war sofort tot. Er starb im Alter von 25 Jahren. Dem erfolgreichen Jagdpiloten Stumpf wurden 48 Siege (23 an der Ostfront) in über 400 Missionen gutgeschrieben.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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