Alfred Wehmeyer wurde am 21. Mai 1919 in
Wien geboren und trat zunächst im Herbst 1938 als Offiziersanwärter der 1.
Gebirgsdivision beim Gebirgsjäger-Regiment. 100 in Bad Reichenhall in das Heer
ein.
Nach der militärischen Grundausbildung wechselte zur Luftwaffe
und ließ sich zum Piloten ausbilden.
Als Flugzeugführer der III./ZG 26 "Horst Wessel", nimmt er an der Luftschlacht
um England teil und erringt 5 Luftsiege (3 Spitfire und 2 Hurricane). Für
diese Leistungen erhält er beide Eisernen Kreuze.
Im Dezember 1940 in Italien wird seine Einheit nach
Italien verlegt um ab Februar in Afrika und im Mittelmeerraum eingesetzt
werden zu können. Bis zu seinem Tod erreichte er hier 13 weitere Abschüsse.
Die letzten beiden Abschüsse errang er in der Nacht.
Bis zur Verleihung des Ritterkreuzes hatte Wehmeyer bereits 13 Luftsiege
erreichen können. Das Ritterkreuz erhielt er für einen Einsatz am 01. Juni
1942 als er einen britischen Flankenangriff auf deutsche Erdkampftruppen
erfolgreich abwehren konnte. Bei diesem Angriff stürzte Wehmeyer tödlich ab.
Am 29.05. und 31.05.1942 hatte er zusammen mit seinem Bordfunker,
Unteroffizier Wüst, 2 Nachtabschüsse von britischen Wellington-Bombern
erzielt. Beide hatten sich bereit erklärt neben den Tageseinsätzen auch
Nachteinsätze zu fliegen.
Posthum zum Oberleutnant befördert, erhält Alfred
Wehmeyer am 04. September 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Neben seinen zahlreichen Auszeichnungen erhielt Wehmeyer außerdem die
italienische Tapferkeitsmedaille in Silber, die Italienisch-Deutsche
Kriegserinnerungsmedaille und das italienische Flugzeugführerabzeichen.
Oberfeldwebel a.D. Wüst überlebte den Krieg und sagte aus, das Wehmeyer
wahrscheinlich abstürzte, da er total übernächtigt war, aufgrund eines
vorangegangen Nachteinsatzes.