Ritterkreuzträger Leopold "Poldi" Wenger
Oberleutnant, Schlachtflieger

Leopold Wenger wurde am 19,November 1921 in Graz/Steiermark geboren.
Er kam am 15. November 1939, direkt von der Schule weg (nach abgelegter Matura) zur deutschen Luftwaffe nach Oschatz.
Seine fliegerische Ausbildung erhielt er an der A/B- Schule in Klattau und Pilsen und kam später zur Jagdfliegerschule nach Schwechat bei Wien. Anschließend für wenige Tage nach Merseburg zur Ergänzungsjagdgruppe.
Ab 1. Dezember 1940 als Fähnrich zum Jagdgeschwader 2 „Richthofen
" gekommen, kommt er ab April 1941 als TO zur 3. /JG 2.
Ab
dem 10. Mai 1942 gehört er zur 10. /JG 2 „Richthofen“, der Bombenstaffel (Jabostaffel) aus der später zusammen mit den Jabostaffeln 10. /JG 26 und 10./JG 54 das SKG 10 entstand.
Seit
01. Mai 1943  ist er Staffelkapitän der 13. /SKG 10, die am 15.Oktober 1943 in 4. /SG 10 umbenannt wurde.
Bei schweren Jaboeinsätzen an der engl. Südküste gegen englische Kriegsschiffe
 versenkt Wenger zwei Zerstörer und ein U-Bootbegleitschiff mit insgesamt 20.000 BRT Handelschiffraum.
Weiterhin nimmt er
sehr erfolgreich bei der Bekämpfung der alliierten Landung bei Dieppe teil, wobei er den  Zerstörer "BERKELEY" schwer beschädigt, der nachher von der eigenen Beatzung versenkt versenkt wurde.
B
ei der Invasion in Sizilien fliegt Wenger erfolgreiche Angriffe auf alliierte Landungsfahrzeuge wobei er mehrere Panzer zerstört.
Nach einer Verwundung durch alliierte Bombenangriffe und einem mehrmonatigen Lazarettaufenthalt kam er Ende Oktober zurück zu seiner Einheit an den Südabschnitt der Ostfront in die Ukraine, dann  nach Rumänien, Polen, Jugoslawien, Ungarn und Österreich. Nach Angaben von Brigadegeneral F.W. Grunewald, der als Staffelführer die 4. übernahm,  kam „Poldi“ etwa Anfang Februar 1945 auf eine Schule; vermutlich nach Fassberg oder Kohlenbissen,  zum SG 103, wo er Staffelkapitän der 6. Staffel wurde. Allerdings kam er Anfang April 1945 nach Auflösung der Schule zu seiner alten 4. /SG 10 zurück, die er wiederum als Staffelkapitän, zu weiteren erfolgreichen Einsätzen führte. Dabei zerstört er zahlreiche Panzer, bespannte und motorisierte Fahrzeuge, zerstört ebenso Artilleriestellungen Brücken  und Divisionshauptquartiere.
Auf 450 Feindflüge erringt er weiterhin mindestens 4  Luftsiege, auf der Me 109 F-G und später der FW 190 A.
Leopold Wenger fällt am
10. April 1945 bei einem Luftkampf über Wien. Ritterkreuzverleihung  14. Januar 1945.

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