Alwin Wolz wurde am 22. September 1897 in Windsfeld/Mittelfranken geboren.
Bis zum 15. Juli 1915 besuchte er das Humanistische Gymnasium und trat am 1.
August 1915 als Kriegsfreiwilliger beim Ersatz-See-Bataillon in Wilhelmshaven
ein. Er kam zum 3. Marine-Infanterie-Regiment nach Flandern. Anfang Mai 1916
wurde er als Fahnenjunker zum Kgl. Bayr. Infanterie-Regiment NR. 5 kommandiert
und kämpfte mit diesem Regiment bis Kriegsschluss. Zuletzt als Leutnant und
Kompanieführer.
Bereits in den Kämpfen des 1. Weltkriegs zeichnete er sich aus. Er erhielt das
EK II. und I. Klasse, den Bayerischen Militärverdienstorden mit Schwertern und
das Verwundetenabzeichen.
Nach Kriegsschluss ging Wolz als Leutnant zum Freikorps nach Bamberg und gehörte
anschließend für kurze Zeit zur Reichswehr. Im Oktober 1919 trat er zur
bayerischen Landespolizei über und brachte es in den folgenden 16 Jahren zum
Polizeihauptmann.
Im Jahre 1935 wurde Wolz in die Wehrmacht übernommen. Er ging zur
Luftkriegsschule nach Berlin-Gatow. Als Major erhielt er sodann ein Kommando als
Chef einer schweren Scheinwerferbatterie der I./Flak-Regiment 25 in Ludwigsburg.
Im Sommer 1937 wurde er Chef dieser Flak-Abteilung und ein Jahr später stellte
er mit der III./Flak-Regiment 5 eine neue Scheinwerferabteilung auf. Nach seiner
Beförderung zum Oberstleutnant übernahm Wolz am 26. August 1939 als Kommandeur
das Flak-Regiment 25.
Nach Kriegsbeginn war sein Regiment vorerst im Heimatgebiet eingesetzt. Beim
Übergang über den Oberrhein im Juni 1940 aber war es im Erdeinsatz. Es erhielt
die Aufgabe die Bunker der französischen Maginot-Linie zu zerstören, dabei
wurden 39 Bunker vom Regiment zerstört. Anschließend nahm Wolz auf
Eigeninitiative mir einer kleinen Truppe die Fahrt auf und hisste in Straßburg
die Flagge einer seiner Batterien. Dafür erhielt er die beiden Spangen zum EK.
In der Flak-Gruppe Harz und anschließend in der Flak-Gruppe Sylt galt es,
Einflüge feindlicher Flugzeuge abzuwehren. Dann übernahm Wolz die Führung des
Flugabwehrkommandos Dänemark, um anschließend wieder zur Flak-Gruppe Harz
zurückzukehren.
Nach der Übernahme der Flak-Gruppe Hannover wurde er 1941 zum Oberst befördert.
Am 1. Februar 1942 erhielt Oberst Wolz den Versetzungsbefehl nach Afrika. Er
sollte dort das Flak-Regiment 135 als neuer Kommandeur übernehmen. Als
Kommandeur des Regiments, Kampfgruppenführer und Flakführer der Panzerarmee
zeichnete sich Oberst Wolz in Afrika aus und erhielt unter anderem das DKiG, das
Erdkampfabzeichen der Luftwaffe und die italienische silberne
Tapferkeitsmedaille. Am 9. April 1943 sicherte Oberst Wolz den Rückzug der 15.
PD und der 164. Leichten-Division bei El Agareb. Sieben Feindpanzer wurden
abgeschossen und der aus 50 Feindpanzer bestehende Feind zog sich zurück.
Dadurch wurden beide Divisionen vor der Vernichtung bewahrt und Oberst Wolz zum
Ritterkreuz eingereicht, welches er am 10. Juni 1943 erhielt.
Am 1. Mai 1943 verließ der Oberst den afrikanischen Kriegsschauplatz, um in
Hannover die Flak-Brigade XV zu übernehmen. So entging er der alliierten
Gefangenschaft um Haaresbreite.
Ende Oktober 1943 wurde Wolz „Flak-Einsatzführer Nordwestdeutschland“.
Sein Gefechtsstand befand sich in Stade auf dem Gefechtsstand der 1.
Jagddivision.
Ende April 1944 wurde Alwin Wolz mit der Führung der 3. Flak-Division
beauftragt. Von Hamburg aus leitete er die Flak-Abwehr in Norddeutschland. Am
28. Januar 1945 wurde Wolz mit einer neuen Aufgabe betraut. Er sollte den Schutz
der Oderübergänge und Brückenköpfe zwischen Crossen und Küstrin übernehmen.
Wolz, inzwischen Generalmajor, sorgte dafür, das 30 Flak-Batterien im Abschnitt
eingesetzt werden konnten. Am 7. Februar 1945 kehrte Wolz nach Hamburg zurück
und wurde am 15. April 1945 zum Kampfkommandanten von Hamburg ernannt.
Generalmajor Wolz übergab die Stadt am 3. Mai der 7. britische PD kampflos und
ging in Kriegsgefangenschaft.
Alwin Wolz verstarb am 15.09.1978 in Vaterstetten bei München.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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