Josef Wurmheller wurde am 04. Mai 1917 in
Hausham in Oberbayern geboren und war schon vor seiner Militärzeit ein
begnadeter Gleitflieger.
Seine Jagdfliegerausbildung begann er in der Luftwaffe 1937. Im Sommer 1938
dient der Gefreite Wurmheller in der 2. Staffel des Jagdgeschwaders 334.
Mit Beginn des 2. Weltkriegs war Unteroffizier Wurmheller Mitglied der 2.
Staffel des Jagdgeschwaders 53. Seinen ersten Abschuss erzielt er am 30.
September 1939 in der Nähe Saarbrückens, es war ein einmotoriger britischer
Bomber des Typs Fairy Battle.
Von November 1939 bis Juni 1940 durchläuft Wurmheller verschiedene Lehrgänge
und kehrt im Juni 1940 zum Jagdgeschwader 53 zurück und dient als Feldwebel in
der 5. Staffel. Mit ihr nimmt er an der Schlacht um England teil und überlebt
zwei Abschüsse über dem Kanal. Den Absturz vom 23. November 1940 mit einer Bf
109 E-4 (Werksnummer 5212) ist derart schwerwiegend, das er bis zum März 1941
im Hospital liegt.
Am 07. Mai 1941 erringt er seinen 9. und 10. Abschuss als er 2 britische
Spitfire abschießt. Es folgt eine kurze Zeit an der Ostfront, wo er neun
weitere Abschüsse seinem Konto hinzufügt. Er wurde dann wieder an den Kanal
verlegt und kämpfte nun in der Stabsstaffel der II. Gruppe des Jagdgeschwaders
2 im Juli 1941. In den nächsten 4 Wochen schießt Wurmheller 13 weitere
Spitfire-Jäger ab. Somit erhält er am 04. September 1941 aufgrund des 31.
Abschusses das Ritterkreuz. Bis Mai 1942 ist er erneut auf Lehrgang und kehrt
dann zur 1. Staffel des Jagdgeschwaders 2 zurück und erzielt im selben Monat
10 weitere Luftsiege und im Juni kommen 11 weitere hinzu. Der erfolgreichste
Tag des Jägers war der 19. August 1942 während der alliierten Landung bei
Dieppe. An diesem Tag schoss er 7 Flugzeuge ab, brach sich bei einer
Notlandung ein Bein und erlitt weitere Verletzungen. Dafür erhielt Wurmheller
am 20. August 1942 die Beförderung zum Leutnant sowie als 146. Soldat das
Eichenlaub zum Ritterkreuz. Somit stand sein Abschusskonto bei 60 feindlichen
Flugzeugen.
Am 01.April 1943 wird er Staffelkapitän der 9. Staffel des JG 2. Am 17. mai
erzielt er seinen 70. Abschuss eines amerikanischen B-17-Bombers. Am 23.
September erhält er Bombensplitter als er mit seiner Fw 190 A-6 (Werksnummer
530314) "Gelbe 2" eine Notlandung durchführt, während eines
Bombenangriffs auf Vannes-Meucon. Am 08. März 1944 erringt er den 90. Abschuss
und wird als Hauptmann Gruppenkommandeur der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 2
am 08. Juni 1944 und ersetzt damit Hauptmann Herbert Huppertz der im Luftkampf
getötet wurde. Am 12. Juni folgen Abschuss 100 und 101.
Am 22. ´Juni 1944 stößt Wurmheller mit seiner Fw 190 A-8 (Werksnummer 171053)
während eines Luftkampfes mit alliierten Jägern in der Nähe von Alencon mit
einem Geschwaderkameraden zusammen und stürzt ab.
Josef Wurmheller wurde posthum mit den 108. Schwertern zum Eichenlaub
ausgezeichnet und wurde nachträglich zum Major befördert. Wurmheller erzielte
102 Abschüsse, 9 an der Ostfront und 93 ans der Westfront, darunter 20
Viermot-Bomber.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

