Der am 12.10.1925 in Neckargartach/Kreis Heilbronn geborene Hermann Alber ist einer der
wenigen Mannschaftsdienstgrade der Waffen-SS denen das Ritterkreuz verliehen wurde.
Alber kam im Jahr 1943 als Kriegsfreiwilliger, mglw. ursprünglich bei der
Leibstandarte, zur 9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" und wurde
u.a. als Melder eingesetzt. Ab April 1943 wurde die Division zunächst
überwiegend für Sicherungsaufgaben bei Lille und Amiens eingesetzt, bis im
Februar 1944 die Verlegung in den Raum Nimes efolgte. Nur einen Monat später
erfolgte der übereilte Transport an die Ostfront nach Galizien, wo die
Division vom 04.04. bis zum 18.05.1944 beim Entsatzangriff auf Tarnopol die
Feuertaufe erhielt. Ende Juni 1944 erfolgte dann der Rücktransport nach
Frankreich und der Einsatz gegen die alliierte Invasion in der Normandie.
Am 02.08.1944 gegen 08.00 Uhr brach englische Infanterie, sowie fünf
unterstützende Panzer, an der Strasse Le Beny Bocage-Catheolles-Montchauvet
ein und bedrängte eine Einheit des Heeres unter Major von Schenk bei der
Mühle Auteloy.
Beim Gegenstoß von drei Panzer IV der 6. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 9 der
9.SS-Panzer-Grenadier-Division „Hohenstaufen“ sowie dem Kompanietrupp
der 9. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 20, unterstellte sich der
Sturmmann Alber neun versprengte Heeressoldaten des Grenadier-Regiments 752,
der 326. Infanterie-Division und griff selbstständig die
wichtige Höhe 221 südlich Arclais an. Er warf festgesetzte englische Infanterie
und setzte dem weichenden Gegner bis zur Ortschaft La Vauteliere, am Fuß der
Höhen 221 und 220, nach, in dem
sich sechs englische Panzer sowie eine Infanteriekompanie des Gegners
befanden. Alber vernichtete dabei einen "Cromwell"-Panzer mittels Handgranaten
und zog sich dann mit seinen Kameraden auf die Höhe 221 zurück.
Der Soldatentod ereilte ihn noch am selben Abend, gegen 19.30 Uhr, beim Sturm
auf die Höhe 176 nordostwärts Le Desert bei Montchauvet. Die Eroberung der
Höhe durch seine 9. Kompanie erlebte er nicht mehr.
Seine Orden erhielt er alle posthum.
Darunter auch das Ritterkreuz, welches ihm am 16.12.1944 als SS-Sturmmann der
Reserve und Kompanietruppmelder in der 9. Kompanie des
SS-Panzergrenadier-Regiments 20 der 9. SS-Panzerdivision "Hohenstauffen"
verliehen wurde. Alber erhielt auch posthum beide Eisernen Kreuze sowie das
Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch
Einzelkämpfer verliehen.
Sein Grab befindet sich heute auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe in
Frankreich.