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Ritterkreuzträger Erwin Bachmann
SS-Obersturmführer der Reserve, Panzertruppe

Eisernes Kreuz I. KLasse am 18.01.1945 (Eigenangabe 17.01.1945)Eisernes Kreuz II. KLasse am 27.09.1941 (auch 27.08.1941 oder 25.09.1941)Infanterie-Sturmabzeichen am 18.02.1942Panzerkampfabzeichen im Januar 1945 (Eigenangabe)
Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer am 30.01.1945

Erwin Bachmann wurde am 05.05.1921 in Reinhausen/Göttingen geboren und erhielt zunächst eine Erziehung im Elternhaus, bis er dann 1927zur Volksschule Reinhausen kam und ab dem 01.04.1935 als kaufmännischer Lehrling in der Tuchgroßhandlung Pingel & Becker in Göttingen angestellt wurde. Im Jahre 1938 bestand er die Handelsgehilfen-Prüfung mit Erfolg und arbeitete dann als Kaufmännischer Angestellter in der gleichen Forma weiter.
Aufgrund freiwilliger Meldung trat am 28.08.1939 in die 2. Kompanie der SS-Ersatz-Standarte "Germania" in Hamburg-Langenhorn ein. Nach Ende des Feldzuges gegen Polen kommt er als MG-Schütze 1 und Gruppenführer zur 11. Kompanie des SS-Regiments "Germania"  und nimmt am Westfeldzug sowie bis Ende September 1941 an den Kämpfen in Russland, teil, als er dann am 01.11.1941 als Gruppenführer in die 1. Kompanie des SS-Ersatz-Bataillons "Germania" wechselte. Bachmann war zuvor am 25.09.1940 zum Staffel-Sturmmann und am 01.08.1941 zum SS-Rottenführer befördert worden.
Von Februar bis Juni 1942 besuchte er die SS-Junkerschule in Bad Tölz und sollte nach dem Soldatentod seines Bruders nicht wieder in einen Kampfeinsatz kommen und so versah er seinen Dienst zunächst im SS-Ersatz-Bataillon "Germania" in Arnheim und dann u.a. als Lehrgangsleiter beim Führer-Bewerber-Lehrgang in Ede. Zuvor war er am 27.03.1943 zum SS-Unterscharführer der Reserve und am 07.05.1942 zum SS-Oberscharführer der Reserve befördert worden.
Am 01.09.1942 zunächst, nach freiwilliger Meldung, bei der SS-Division "Wiking", wird er am 27.01.1943 als Abteilungs-Adjutant zur II. Abteilung des SS-Panzer-Regiments 10 "Frundsberg" versetzt. In der Zwischenzeit war er am 10.09.1942 zum SS-Untersturmführer der Reserve befördert worden.
Am 15.10.1943 Zugführer in der 3. Kompanie, wird er als Adjutant vom 15.11.1943 bis zum 18.12.1943 zum 5. Umschulungs-Lehrgang für Sturmgeschütze kommandiert und nach seiner Rückkehr zum Regiment, am 20.08.1944 zum Adjutanten der I. Abteilung ernannt, wo er am 20.11.1944 zum SS-Obersturmführer der Reserve befördert wurde.
Im Zuge des Abbruches der Ardennenoffensive wurde die Division "Frundsberg" im Januar 1945 der Heeresgruppe G am Oberrhein überstellt. Dort sollte die I. Abteilung in der Nacht vom 16. auf den 17. Januar die Eindrückung des kleinen Brückenkopfes bei Gamsheim verhindern. Damit sollten die Vorraussetzungen für das spätere Unternehmen "Nordwind", zur Verbindungsaufnahme mit dem nördlichen Nachbarn, der 6. SS-Gebirgs-Division "Nord" bei Hagenau, geschaffen werden.
Gegen Mittag des 17.01. erfolgte eine schwerer Panzerangriff auf die Ortschaft Herlisheim. Die zum Gegenangriff eingesetzte 3. Kompanie des SS-Panzerregiments 10 kam jedoch nicht vorwärts. Als der Kompaniechef durch Volltreffer ausfiel, fuhr der Abteilungsadjutant SS-Obersturmführer Bachmann mit einem B-Krad nach vorn. In Herlisheim schlug ihm jedoch an einer Straßenbiegung schweres Abwehrfeuer eines Sherman-Panzers entgegen, den er mittels Panzerfaust aus einem Fenster heraus vernichtete. Weitere aufgeklärte Feindpanzer vernichtete er mittels zwei alarmierter Panther-Panzer. In der Folge der Kämpfe zogen die Amerikaner die weiße Fahne und ergaben sich Bachmann. Als ca. 60 gegnerische Soldaten vor ihm standen fragte Bachmann, ob dies alles Besatzungen der abgeschossenen Panzer seien. Ein amerikanischer Offizier entgegnete jedoch das dies die Besatzungen der nicht abgeschossenen Panzer seien, die weiter hinter standen. Durch seine Aktion konnte Bachmann weiterhin ca. 20 bereits gefangene deutsche Soldaten befreien und erneut bewaffnen. Die amerikanischen Besatzungen steuerten ihre Panzer nun, unter Bewachung der befreiten Deutschen, zum Abteilungsgefechtsstand der "Frundsberg" nach Offenheim. Die beiden Panther sicherten am Ortsrand von Herlisheim in Richtung Drusenheim und schossen noch zwei weitere Panzer und somit insgesamt 9, ab. Die 12 erbeuteten Sherman-Panzer bildeten bis zum Schluss des Krieges die 13. Kompanie des SS-Panzerregiments 10 "Frundsberg". Für diese außergewöhnlich tapfere Tat erhielt Erwin Bachmann am 10.02.1945 das Ritterkreuz. Am 15.02.1945 wurde das vorläufige Besitzzeugnis und die Auszeichnung an den SS-Obersturmführer Menschel abgesendet, der den Auftrag hatte dieses an Bachmann auszuhändigen.
Im Februar 1945 übernahm Bachmann die 1. Kompanie des Regiments bei den Kämpfen in Pommern, wo die Kompanie durch Abschuss von 3 T-34 bei Christinenberg die Rückzugsstrasse freihalten konnte. Weiterhin fielen der Kompanie bei Hökenberg 17 und bei Rosenberg 4 Feindpanzer zum Opfer.
Im Mai 1945 geriet Bachmann in britische Gefangenschaft, kam in die Lager Göttingen, Westertimke und Sandbostel, wo er im Mai 1947 entlassen wurde.
Erwin Bachmann verstarb am 18.02.2010 in Göttingen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Mann 25.09.1940 Infanterie-Sturmabzeichen ???
SS-Rottenführer 01.08.1941 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
SS-Unterscharführer d.R. 27.03.1943 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
SS-Oberscharführer d.R. 07.05.1942 1 Ärmelstreifen für Panzervernichter ???
SS-Untersturmführer d.R. 10.09.1942 Panzerkampfabzeichen in Silber ???
SS-Obersturmführer d.R. 20.11.1944 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.02.1945

Buchhinweise:

                   

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