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Ritterkreuzträger Ernst Barkmann
SS-Oberscharführer, Panzertruppe

Eisernes Kreuz I. KLasse am 01.08.1944Eisernes Kreuz II. KLasse am 14.07.1941Infanterie-Sturmabzeichen am 18.02.1942Verwundetenabzeichen in Gold am 25.01.1945

Ernst Barkmann wurde am 25.08.1919 in Kisdorf/Segeberg in Holstein als Sohn eines Landwirtes geboren. Zunächst im elterlichen Hause erzogen, besuchte er von 1926 bis 1935 die Volksschule Kisdorf und arbeitete dann auf dem elterlichen (Erb)-Bauernhof. Während der Wintersemester 1936/37 und 1937/38 besuchte er die Landwirtschaftsschule Kaltenkirchen in Holstein. Dem schloss sich vom 02.11.1938 bis zum 25.03.1919 die Ableistung des Arbeitsdienstes bei der RAD-Abteilung 4/70 in Dagebüll/Südtondern, an.
Am 01.04.1939 trat er, als Freiwilliger, der 2. (Rekruten) Kompanie der SS-Standarte "Germania" der SS-Verfügungstruppe in Hamburg-Langenhorn bei und wechselte im August 1939 zur 9. Kompanie der SS-Standarte "Germania".
Im Polenfeldzug als Grenadier und MG-Schütze eingesetzt, wurde er am 14.09.1939, sowie auch während des Frankreich-Feldzuges verwundet.
Im Sommer 1941 am Einmarsch in die Sowjetunion beteiligt, wird Barkmann am 23.07.1941, während des Dnjepr-Übergangs bei Dnjepropetrowsk, durch einen Durchschuss am rechten Oberarm verwundet und ins Reserve-Lazarett Drei Ähren bei Kolmar im Elsaß verlegt.
Nach der Genesung kommt Barkmann am 25.08.1941 als Rekruten-Ausbilder in die 3. Kompanie des SS-Infanterie-Ersatz-Bataillon "Germania" nach Arnheim.
Im März 1942 wird er zur in Aufstellung befindlichen 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 2 nach Fallingbostel versetzt und findet dann an der Ostfront als Richtschütze bzw. Kommandant eine Verwendung.
Im Februar 1943 wird er zur 4. (Panther) Kompanie des SS-Panzer-Regiments "Das Reich" versetzt, wo er als Panzer-Kommandant und Zugführer eingesetzt wird. Während der Kämpfe an der Ostfront wird er am 01.09.1943 zum SS-Unterscharführer befördert und am 28.07.1944 bei den Einsätzen an der Invasionsfront verwundet.
Am 27.07.1944 errang Barkmann einen Sieg an der Kreuzung St. Lo-Coutances, der ihn in die Annalen der deutschen Panzerasse eingehen lässt. Barkmann parkt seinen "Panther" unter eine großen alten Eiche und sieht eine Kolonne von mindestens 15 M4-Panzer und weiterer Fahrzeuge herankommen. Barkmann liess den Gegner in Reichweite kommen und eröffnete das Feuer. Die beiden vorn fahrenden Panzer wurden sofort vernichtet, ebenso das dahinterfahrende Tankfahrzeug.  Zwei weitere Panzer mussten dran glauben, obwohl der 2. noch mehrere Schüsse abgeben konnte, die dem "Panther" jedoch nichts anhaben konnten.
Nach einem Angriff der gegnerischen Luftwaffe, wurde der Panzer am Leitwerk und am Ventilationssystem beschädigt. Einige der Besatzung wurden ebenfalls leicht verwundet. In Deckung des Luftschlages näherten sich zwei "Sherman"-Panzer, nur um festzustellen das der "Panther" kaum beschädigt war. Auch diese beiden Panzer endeten als brennende Wracks an der sogenannten "Barkmann corner". Nachdem ein weiterer Gegner vernichtet war, entschied sich Barkmann aus dem Gefahrenbereich zu fahren.
Barkmann hatte von 15 Panzern, 9 herausgeschossen und noch weitere Fahrzeuge vernichtet. Zurück in den eigenen Linien wird Barkmann zum Ritterkreuz eingereicht, das ihm am 27.08.1944, als SS-Unterscharführer und Panzerkommandant in der 4. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 2, verliehen wurde. Die Aushändigung der Auszeichnung nebst Besitzzeugnis kann erst nach dem 07.09.1944 erfolgt sein. Bereits am 31.08.1944 wurde Barkmann mit Wirkung vom 01.08.1944 zum SS-Oberscharführer befördert.
Barkmann nahm weiterhin an der Ardennenoffensive teil, wo er bei Manhay in ein Gefecht verwickelt wurde. Auch dort schoss er mehrere Panzer ab. Im Verlauf des Kampfes stieß er mit einem Sherman-Panzer zusammen. Der Motor des "Panthers" ging aus und musste durch den Fahrer erst neu gestartet werden, bis sich der deutsche Panzer lösen konnte und noch einen weiteren Panzer abschoss, bis er in einem Waldstück verschwand. Weiterhin erlitt er am 16.01.1945 eine weitere Verwundung.
Nach der Verlegung der Division in den ungarischen bzw. österreichischen Raum, erlebt er dort das Kriegsende. Zusammen mit seiner Panzerbesatzung schlägt er sich über Wien und Prag bis nach Kisdorf in Holstein durch und gerät dort in britische Gefangenschaft.
Vom 30.01.1946 bis zum 17.12.1947 in einem Internierungslager bei Hamburg, kommt er am 18.12.1947 endlich wieder frei.
Wieder in der Heimat arbeitet Barkmann, der seinen Namen in Barkmann-Schmuck änderte als Landwirt und trat dabei der FDP bei, wechselte aber später zur CDU. Von 1976 bis 1994 übernahm er dann den ehrenamtlichen Posten des Kisdorfer Bürgermeisters und führte über viele Jahre die Freiwillige Feuerwehr.
Ernst Barkmann-Schmuck verstarb am 27.06.2009.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Sturmmann ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 14.07.1941
SS-Rottenführer ??? Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 19.07.1941
SS-Standartenjunker´ ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 01.08.1944 (08.08.1944)
SS-Scharführer ??? Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
SS-Unterscharführer 01.09.1943 Medaille Winterschlacht im Osten ???
SS-Oberscharführer 01.08.1944 Panzerkampfabzeichen mit der Einsatzzahl "25" ???
Verwundetenabzeichen in Silber ???
Panzerkampfabzeichen mit der Einsatzzahl "50" ???
Verwundetenabzeichen in Gold ????
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 27.08.1944

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