Ernst Barkmann wurde am 25.08.1919 in Kisdorf/Segeberg in
Holstein als Sohn eines Landwirtes geboren. Zunächst im elterlichen Hause
erzogen, besuchte er von 1926 bis 1935 die Volksschule Kisdorf und arbeitete
dann auf dem elterlichen (Erb)-Bauernhof. Während der Wintersemester 1936/37 und
1937/38 besuchte er die Landwirtschaftsschule Kaltenkirchen in Holstein. Dem
schloss sich vom 02.11.1938 bis zum 25.03.1919 die Ableistung des
Arbeitsdienstes bei der RAD-Abteilung 4/70 in Dagebüll/Südtondern, an.
Am 01.04.1939 trat er, als Freiwilliger, der 2. (Rekruten) Kompanie der
SS-Standarte "Germania" der SS-Verfügungstruppe in Hamburg-Langenhorn bei
und wechselte im August 1939 zur 9. Kompanie der SS-Standarte "Germania".
Im Polenfeldzug als Grenadier und MG-Schütze eingesetzt, wurde er am 14.09.1939,
sowie auch während des Frankreich-Feldzuges verwundet.
Im Sommer 1941 am Einmarsch in die Sowjetunion beteiligt, wird Barkmann am
23.07.1941, während des Dnjepr-Übergangs bei Dnjepropetrowsk, durch einen
Durchschuss am rechten Oberarm verwundet und ins Reserve-Lazarett Drei Ähren bei
Kolmar im Elsaß verlegt.
Nach der Genesung kommt Barkmann am 25.08.1941 als Rekruten-Ausbilder in die 3.
Kompanie des SS-Infanterie-Ersatz-Bataillon "Germania" nach Arnheim.
Im März 1942 wird er zur in Aufstellung befindlichen 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 2
nach Fallingbostel versetzt und findet dann an der Ostfront als Richtschütze
bzw. Kommandant eine Verwendung.
Im Februar 1943 wird er zur 4. (Panther) Kompanie des SS-Panzer-Regiments "Das
Reich" versetzt, wo er als Panzer-Kommandant und Zugführer eingesetzt wird.
Während der Kämpfe an der Ostfront wird er am 01.09.1943 zum SS-Unterscharführer
befördert und am 28.07.1944 bei den Einsätzen an der Invasionsfront verwundet.
Am 27.07.1944 errang Barkmann einen Sieg an der Kreuzung St. Lo-Coutances, der
ihn in die Annalen der deutschen Panzerasse eingehen lässt. Barkmann parkt
seinen "Panther" unter eine großen alten Eiche und sieht eine Kolonne von
mindestens 15 M4-Panzer und weiterer Fahrzeuge herankommen. Barkmann liess den
Gegner in Reichweite kommen und eröffnete das Feuer. Die beiden vorn fahrenden
Panzer wurden sofort vernichtet, ebenso das dahinterfahrende Tankfahrzeug.
Zwei weitere Panzer mussten dran glauben, obwohl der 2. noch mehrere Schüsse
abgeben konnte, die dem "Panther" jedoch nichts anhaben konnten.
Nach einem Angriff der gegnerischen Luftwaffe, wurde der Panzer am Leitwerk und
am Ventilationssystem beschädigt. Einige der Besatzung wurden ebenfalls leicht
verwundet. In Deckung des Luftschlages näherten sich zwei "Sherman"-Panzer,
nur um festzustellen das der "Panther" kaum beschädigt war. Auch diese
beiden Panzer endeten als brennende Wracks an der sogenannten "Barkmann
corner". Nachdem ein weiterer Gegner vernichtet war, entschied sich Barkmann
aus dem Gefahrenbereich zu fahren.
Barkmann hatte von 15 Panzern, 9 herausgeschossen und noch weitere Fahrzeuge
vernichtet. Zurück in den eigenen Linien wird Barkmann zum Ritterkreuz
eingereicht, das ihm am 27.08.1944, als SS-Unterscharführer und Panzerkommandant
in der 4. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 2, verliehen wurde. Die Aushändigung
der Auszeichnung nebst Besitzzeugnis kann erst nach dem 07.09.1944 erfolgt sein.
Bereits am 31.08.1944 wurde Barkmann mit Wirkung vom 01.08.1944 zum
SS-Oberscharführer befördert.
Barkmann nahm weiterhin an der Ardennenoffensive teil, wo er bei Manhay in ein
Gefecht verwickelt wurde. Auch dort schoss er mehrere Panzer ab. Im Verlauf des
Kampfes stieß er mit einem Sherman-Panzer zusammen. Der Motor des "Panthers"
ging aus und musste durch den Fahrer erst neu gestartet werden, bis sich der
deutsche Panzer lösen konnte und noch einen weiteren Panzer abschoss, bis er in
einem Waldstück verschwand. Weiterhin erlitt er am 16.01.1945 eine weitere
Verwundung.
Nach der Verlegung der Division in den ungarischen bzw. österreichischen Raum,
erlebt er dort das Kriegsende. Zusammen mit seiner Panzerbesatzung schlägt er
sich über Wien und Prag bis nach Kisdorf in Holstein durch und gerät dort in
britische Gefangenschaft.
Vom 30.01.1946 bis zum 17.12.1947 in einem Internierungslager bei Hamburg, kommt
er am 18.12.1947 endlich wieder frei.
Wieder in der Heimat arbeitet Barkmann, der seinen Namen in Barkmann-Schmuck
änderte als Landwirt und trat dabei der FDP bei, wechselte aber später zur CDU.
Von 1976 bis 1994 übernahm er dann den ehrenamtlichen Posten des Kisdorfer
Bürgermeisters und führte über viele Jahre die Freiwillige Feuerwehr.
Ernst Barkmann-Schmuck verstarb am 27.06.2009.