Ritterkreuzträger Wilhelm Beck
SS-Hauptsturmführer, Panzertruppe

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Wilhelm Beck wurde am 22.12.1919 in Bitz, Kreis Ballingen in Württemberg geboren und besuchte zunächst die Volksschule und dann die Oberrealschule zu Ebingen, wo er im Frühjahr 1938 sein Abitur ablegte. Danach absolvierte er von April 1938 bis Oktober 1938 seine Arbeitsdienstpflicht bei der RAD-Abteilung 4/275 in Durlach/Baden und am Westwall.
Mit Ende des Arbeitsdienstes trat Beck am 05.11.1938 dem 16. Sturm der SS-Standarte "Deutschland" in Ellwangen/Jagst bei und wurde im Mai 1939 in die 1. Kradschützen-Kompanie der SS-Aufklärungs-Abteilung versetzt.
Im Polen-Feldzug im Einsatz wird er, als MG-Schütze 1, dort am 13.09.1939 an beiden Armen durch Granatsplitter verwundet.
Am 01.02.1940 zum SS-Sturmmann befördert, nimmt er vom 05.02.1940 bis zum 03.05.1940 am Kriegs-Reserve-Führer-Anwärter-Lehrgang an der SS-Junkerschule Braunschweig teil. Außerdem ist er auch Teilnehmer am Lehrgang für Panzer-Späh-Zugführer an der Schule für Schnelle Truppen in Potsdam-Krampnitz und kommt später zu einem Lehrgang an die Heeres-Gas-Schutz-Schule Celle.
Unter gleichzeitiger Ernennung zum SS-Oberscharführer und Führer-Anwärter wechselt Beck am 01.05.1940 in die Panzer-Sturm-Batterie der Leibstandarte SS "Adolf Hitler" nach Berlin-Lichterfelde unter SS-Hauptsturmführer Georg Schönberger. Diese Batterie wird am 19.08.1940 4. (Sturmgeschütz) Kompanie im V. (schweren) Bataillon der SS-Leibstandarte.
Am 01.09.1940 zum SS-Untersturmführer der Reserve befördert, nimmt er am Balkan- und Russland-Feldzug teil und wird am 29.12.1941 Führer der 4. Batterie der SS-Sturmgeschütz-Abteilung der Leibstandarte, bzw. am 01.02.1942 Führer der 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 1. Im Balkan-Feldzug war er Zugführer eines Sturmgeschützzuges und nahm mit diesem an den Kämpfen um den Klidi-Pass teil.
Nach Beförderung zum SS-Obersturmführer der Reserve am 21.06.1942, wird er vom 02.11.1942 bis zum 07.12.1942 zu einem Panzer-Kompanie-Führer-Lehrgang an die Panzer-Truppen-Schule Wünsdorf kommandiert und kehrt dann wieder zu seiner Kompanie zurück. Beck bewährt sich mit seiner Kompanie vom 10. bis zum 23.02.1943 im besonderen Masse. So verhindert er bspw. das Eindringen des Gegners in die Ortschaft Merefa, erwarb sich im Angriff mit dem SS-Regiment "Der Führer" besondere Verdienste und ermöglichte durch den Angriff seiner Kompanie auf Dshgun den Durchbruch nach Süden. Am 13.02.1943 wurde die Abteilung beim Vormarsch auf Paraskoweja bei Dunkelheit eingeschlossen. Durch einen Angriff Becks auf das stark feindbesetzte Paraskoweja schuf er so die Vorraussetzung zum Durchbruch zur SS-Aufklärungs-Abteilung. Am 21.02.1943 trat er mit seiner Kompanie, sowie der 1./Aufklärungs-Abteilung zum Angriff auf Kegitschewka und nach Süden an. Bei diesem Angriff vernichtete die Kompanie 17 7,62-cm-Geschütze, 4 4,5-cm-Pak und eine große Anzahl Granatwerfer, Panzerbüchsen, MG`s und Gewehre, während der Gegner mehrere hundert Tote verlor. Selbst im schwersten Feuer bootete Beck aus, um liegen gebliebene Panzer abzuschleppen. Trotz 6 eigener Verluste geriet kein Panzer in Feindeshand oder musste gesprengt werden. Aufgrund dieser Erfolge wurde er durch den damaligen Abteilungs-Kommandeur des SS-Panzer-Regiments 1, Wünsche, zum Deutschen Kreuz vorgeschlagen. Der Regimentskommandeur Schönberger befürwortete dies und fügte eine weitere tat Becks zum Verleihungsvorschlag hinzu. Beck war bei Kämpfen nordostwärts Krassnograds an der Vernichtung von 52 Geschützen aller Kaliber beteiligt. Auch Dietrich befürwortete die Verleihung des Deutschen Kreuzes. Zu einer Verleihung kam es jedoch nicht.
Unter seiner Führung erwarb seine Einheit großes Lob und besondere Auszeichnung vor allem im Kampf um Charkov. Dort wurden von dieser Einheit innerhalb von 19 Tagen 120 russischen Geschütze und 17 T-34 vernichtet. Im Verlaufe dieser Kämpfe wurde er selbst dreimal abgeschossen, blieb aber trotz Verwundungen (schwere Splitterverletzungen und Brandwunden) immer bei seiner Truppe und führte seine Panzer weiter gegen die Ortschaft Walki an. Auch durch seinen beherzten Einsatz wurde ein Durchbruch auf Ljubotion und Kommuna und so auch auf Charkov möglich. Am Rand der Stadt schoss seine Kompanie weitere T-34 ab und war damit die erfolgreichste Kompanie beim Kampf um die Stadt. Schnell durch die Stadt auf die Brücke vorstoßend, konnte er die Ausfallstrasse sperren und den Kontakt zur Kampfgruppe Peiper herstellen. Für diesen Einsatz durch den Führer der Kampfgruppe Meyer und dem Divisionskommandeur Dietrich am 17.03.1943 zum Ritterkreuz vorgeschlagen, erhält er diese Auszeichnung am 28.03.1943 im Lazarett.
Nach seiner Genesung kommt Beck am 15.09.1943 in die SS-Sturmgeschütz-Ausbildungs- und Ersatz-Abteilung und wird am 01.11.1943 als Chef der 2. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 12 zur 12. SS-Panzer-Division "Hitlerjugend" versetzt, wo er am 09.11.1943 zum SS-Hauptsturmführer der Reserve befördert wird. Im Frühjahr 1944 übernimmt er noch die Leitung des Führerbewerber-Lehrgangs bei seiner 2. Kompanie und wird später zum Führer der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12 ernannt. Als mögliches Datum ist dabei März 1944 zu nennen.
Im Juni 1944 Verbindungsoffizier des I. SS-Panzerkorps zur Panzergruppe West, fällt er am 10.06.1944 bei einem Jagdbomber-Angriff gegen 20.30 Uhr auf den Gefechtsstand der Panzergruppe West in La Cain, ca. 6 Kilometer nordwestlich Thury-Harcourt.
Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Soldatenfriedhof La Cambe im Departement Calvados.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE