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Ritterkreuzträger Klemens Behler
SS-Obersturmführer, Waffen-SS

Eisernes Kreuz I. Klasse am Eisernes Kreuz II. Klasse am Allgemeines Sturmabzeichen amNahkampfspange in BronzeMedaille Winterschlacht im OstenVerwundetenabzeichen in Silber

Klemens Behler wurde am 06.12.1921 in Bochum geboren. Nach seiner schulischen Laufbahn, wo er unter anderem Jugendführer in der "Scharnhorst"-Jugend und später in der "Hitlerjugend" war, trat er am 01.08.1940 in die SS-Artillerieabteilung in Berlin-Lichterfelde ein. In der ehemaligen preußischen Kadettenanstalt erhielt er seine infanteristische und artilleristische Grundausbildung. Den Truppenvermessungsdienst und die artilleristische Lichtmessaufklärung erlernte er in der 3. Beobachtungsbatterie. Während der Rekrutenzeit wurde er als Modell für ein bekanntes Werbeplakat der Waffen-SS "Waffen-SS Eintritt ab vollendetem 17. Lebensjahr" ausgewählt.
Ab Juni 1941 fand er Verwendung innerhalb des AR der Leibstandarte in der Mittel- und Südukraine. Am 16. September wurde er in der Nogaischen Steppe, bei Gromowka, verwundet und ins Feld- und Heimlazarett verlegt. Nach seiner Genesung kam er zur Ersatzbatterie der SS-Artillerieschule I in Glau/Trebbin. Im Mai 1942 erfolgte seine Beförderung zum Unterscharführer. Kurz darauf wurde er zum 8. aktiven Kriegsjunkerlehrgang bis Dezember 1942 an der SS-Junkerschule Bad Tölz kommandiert. Zusammen mit dem Verfasser des Buches "Die Ritterkreuzträger der Waffen-SS" Ernst-Günther Krätschmer, gehörte er der 3. (Artillerie) Inspektion an. Nach der Ernennung zum Standartenjunker im September 1942, fuhr die Schule zu einer Rede Hitlers in den Sportpalast. Zugegen waren ebenfalls Göring, Goebbels und Keitel.
Als Untersturmführer nahm Klemens Behler, im Rahmen des SS-Polizei-Artillerieregiments 4, als Vorgeschobener Beobachter, Beobachtungsoffizier und Abteilungsadjutant an den Kämpfen an der Leningrader und Oranienbaumeer Front, im Bereich der SS-Polizeidivision, im Norden der Ostfront teil.
Als Batterieführer kam er im Februar 1944 zur 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadierdivision "Nederland". In dieser Dienststellung nahm er an den Kämpfen im Narwa-Brückenkopf und den Rückzugskämpfen zur Narwa-Landenge teil. Im Oktober zog sich die Division durch Estland und Lettland an die Kurlandfront zurück.
Am 23. Januar 1945 konnte durch die Feuerleitung Behlers (Chef 3. Batterie/Artillerieregiment 54 "Nederland") ein schwerer feindlicher Angriff auf die Hauptkampflinie im Raum Preekuln vereitelt werden. Über Funk leitete er das Feuer auf die Einbruchstellen, weiterhin erzwang er am Nachmittag im Nahkampf den Ausbruch aus der Igelstellung und richtete seine B-Stelle in der Nähe seiner Feuerstellungen auf den Höhen von Ozoli ein. Dort war er Garant für das Halten der Front. Am 25. Januar trug man ihn schwer verwundet aus der Hauptkampflinie. Aufgrund seiner erfolgreichen Abwehr dieser Angriffe wurde Behler am 17.03.1945 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, das ihm im Lazarett ausgehändigt wurde.
Bereits kurze Zeit später (April 1945) stand Behler erneut beim SS-Artillerieregiment 54 im Einsatz und kämpfte mit seinen Kameraden im Raum Frankfurt/Oder, Fürstenwalde sowie südlich Berlins bis hin zum Ausbruch aus dem Kessel von Halbe in Richtung Elbe. Da die Verwundung noch nicht ausgeheilt war, der Verband musste anfänglich täglich gewechselt werden, konnte Behler keinen Stahlhelm tragen. Schwimmend überquerte er die Mulde, Saale und die Elbe, bis er nach dreimonatiger Odyssee sein Elternhaus in Bochum erreichte. Dort wurde er an die britische Besatzungsmacht verraten und bis 1947 interniert.
Nach dem Krieg absolvierte er von 1962 bis 1967, 12 Reserveübungen bei der Bundeswehr. Im Jahre 1967 besuchte er einen Kommandeur-Lehrgang an der Artillerie-Schule in Idar-Oberstein. Sein letzter Dienstgrad war Oberstleutnant der Reserve. Bereits kurz nach seiner Entlassung aus der Internierung suchte er den Kontakt zu seinen Kameraden, trat er HIAG bei, wurde dort Sprecher der HIAG Bochum und ab 1991 der HIAG Bonn. Im Januar 1995 verfasste er díe Schrift "Die Waffen-SS, geschrieben für Wissende und Unwissende". Klemens Behler wurde weiterhin zu einem Empfang des estnischen Staatspräsidenten, Lennart Meri, zusammen mit ehemaligen estnischen Kameraden geladen.
Klemmens Behler verstarb am 10.Oktober 1998 in Bonn und wurde unter militärischen Ehren beigesetzt. Bei der Beisetzung selbst mischten sich MAD-Beamte unter die Trauernden und unterzogen anwesende Soldaten der Bundeswehr, später, einer Vernehmung.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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