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Ritterkreuzträger Fritz Biegi
SS-Standarten-Oberjunker, Panzergrenadiere

Eisernes Kreuz I. Klasse am Eisernes Kreuz II. Klasse am

Fritz Biegi wurde am 08.01.1918 in Bechtheim in Hessen-Nassau geboren und absolvierte vom 01.11.1937 bis zum 28.03.1938 den Reicharbeitsdienst.
Nach Beitritt in die SS-Verfügungstruppe, am 01.04.1938, wird Biegi der SS-Standarte "Germania" zugeteilt, wobei der 7. Sturm sein Friedenstruppenteil wurde. Mit der Standarte nimmt er am Polen- und Westfeldzug teil und kommt nach Beginn des Ostfeldzuges, als SS-Unterscharführer, am 14.07.1941 in die 7. Kompanie des SS-Regiments (mot.) "Germania". Am 22.10.1943 erhält das Regiments im Rahmen der Durchnummerierung der SS-Regimenter die Nummer 9, wobei Biegi in die 5. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 9 "Germania" wechselt.
Am 01.02.1944 erhielt das Regiment den Auftrag die Ortschaft Orlowez, 20 Kilometer westlich Smela, zu verteidigen. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten war der Aufbau einer Verteidigungslinie nicht einfach. Von Osten nach Westen ansteigend beherrschte die Höhe 204,7 den gesamten Abschnitt und genau dort kam der Zug Biegi zum Einsatz. Am ganzen Tag wurde durch die eigene Aufklärung erkannt, das der Gegner den eigenen Rückzugsbewegungen aus dem Irdym-Abschnitt schnell folgte und so rechnete man mit ersten Angriffen in der Nacht auf den 02.02.1944. Da gegen frühen Abend jedoch ein schwerer Sturm aufbrach, der jeglichen Laut verschluckte, griff der Gegner bereits gegen 20.00 Uhr die eigenen Linien an. Im Zuge des Angriffs auf den rechten Flügel des Zuges-Biegi gelang dem Gegner ein Einbruch den er durch weitere Infanteriekräfte zu erweitern versuchte. Ziel des Gegners war es über Orlowez und Gorotischtsche den Kessel Tscherkassy in zwei Teile zu teilen. Somit hätte der Verlust der Höhe 204,7 den gesamten Orlowez-Abschnitt zum Einsturz geführt. Biegi kannte die Situation und stürzte mit zwei Meldern in die Einbruchsstelle, nahm einem verwundetem Grenadier das MG ab und brachte es gegen einen in Stellung gehenden gegnerischen Infanterie-Geschützzug in Stellung.
Aus 20 Metern Entfernung nahm er den Gegner unter Feuer und stürzt aus der Hüfte feuernd weiter vor. Mit Handgranaten zerstörte er drei Geschütze und rollte mit einem Teil seines Zuges die besetzte HKL von Süden nach Norden hin auf und stellte so wieder Verbindung nach links und rechts her. Damit verhinderte Biegi ein Nachströmen des Gegners in den Einbruchsraum und schnitt die bereits nach Orlowez eingedrungenen Teile ab. In den 12 folgenden Stunden wehrte sich Biegi mit seinem Zug gegen ständige Feindangriffe von vorn und von hinten erfolgreich. Erst am nächsten Morgen konnte durch herangebrachte Reserven der eingebrochene Gegner vernichtet und die eigene HKL verstärkt werden. Auf dem Gefechtsfeld wurden mehr als 100 Gefallene gezählt, sowie 3 Geschütze zerstört, 10 MG und 6 Granatwerfer erbeutet werden. Weiterhin brachte man 40 Gefangene ein. Für diesen Abwehrerfolg wird er durch den Regimentskommandeur Dorr zum Ritterkreuz vorgeschlagen, was vom Divisionskommandeur Gille befürwortet wurde. So erhielt Biegi am 16.06.1944 als SS-Oberscharführer und Zugführer in der 5. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 9 "Germania" das Ritterkreuz.
Zum SS-Standarten-Oberjunker ernannt fällt Biegi am 16.03.1945 bei Langlieben-Kreuzlinden im Raum Leobschütz als Angehöriger des Stabes der 18. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Horst Wessel", als er als Melder zum SS-Panzergrenadier-Regiment 39 eingesetzt wurde.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Unterscharführer 01.01.1941   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 16.06.1944
SS-Oberscharführer 01.12.1942   Eisernes Kreuz II. Klasse 14.07.1941 (17.07.1941)
SS-Standarten-Oberjunker ???   Eisernes Kreuz I. Klasse 16.10.1942 (24.10.1942)
      Infanterie-Sturmabzeichen 18.02.1942
      Medaille Winterschlacht im Osten ???
      Nahkampfspange I. Stufe Bronze 01.04.1943

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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