Friedrich Blond wurde am 29.04.1920 in
Braunau am Inn als Sohn eines ehemaligen Offiziers geboren und wuchs in Partenen/Voralberg auf.
Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich trat er am 25. April 1938 in
die Leibstandarte "Adolf Hitler" ein.
Im 2. Weltkrieg nahm er am Polen, - Frankreich- und Ostfeldzug teil.
Nach dem Besuch der Junkerschule in Posen-Treskau ab dem Sommer 1944 übernahm er als
Untersturmführer die 12. Kompanie des SS-Ausbildungs- und Ersatzbataillons 1 "LSSAH"
in Spreenhagen.
Im Endkampf um Berlin und den Kämpfen im Raum Halbe war Blond als
SS-Untersturmführer, Führer einer Alarmeinheit des SS-Ausbildungs- und
Ersatzbataillons 1. In dieser Einheit befanden sich
größtenteils Soldaten der 12. Kompanie. Weiterhin gehörten Soldaten des Heeres
und Soldaten von Luftwaffen-Flak-Einheiten zur Kampfgruppe.
Man kämpfte sich bin in den Raum Hermstorf, am östlichen Rand des Halber
Kessels durch.
Am 25. April 1945 trat die Kampfgruppe mit dem Rest der
23.SS-Freiwilligen-Panzergrenadierdivision "Nederland" unter
Brigadeführer Wagner zusammen. Dieser erteilte Blond am 18.04.1945 den Befehl
mit ca. 200 Mann die Nachhut im Raum Schleubehammer zu bilden und kämpfend
langsam zurückzugehen. Nach mehreren Tagen schwerster aber erfolgreicher
Abwehrkämpfe bestand die Kampfgruppe nur noch aus 30 Mann, die aber ihre
Aufgabe erfüllt hatten.
Am 28. April 1945 stellten sich Waffen-SS Einheiten zum Ausbruch aus dem
Westrand des Kessels bereit. Am selben Tag wurde blond durch einen
Bombensplitter am Unterschenkel, zum vierten Male verwundet. Bei der "Verabschiedung" der Truppen
zeichnete der Kommandierende General des XI. SS-Armeekorps, Obergruppenführer
Kleinheisterkamp, 2 Untersturmführer mit dem Ritterkreuz aus. Darunter befand
sich auch der Führer der Alarmeinheit vom SS-Ausbildungs- und Ersatzbataillon
1 Friedrich "Friedel" Blond. Da es keine Ritterkreuze gab, sollten
diese später ausgehändigt werden.
Nach heutigem Kenntnisstand fínden sich jedoch keine Nachweisunterlagen im
Bundesarchiv über die Verleihung an Friedrich Blond. Nach einschlägig
bekannten Aussagen soll die Verleihung zusammen mit der Verleihung des
Eichenlaubs an Kleinheisterkamp über Funk aus dem Führerhauptquartier in
Berlin am 28.04.1945 im Stab der 9. Armee im Raum Halbe bekannt gegeben worden
sein. Entsprechende Funkunterlagen der 9. Armee liegen jedoch nicht vor,
weiterhin war die Funkverbindung 9. Armee-Führerbunker Berlin ab 05.00 Uhr des
28.04.1945 unterbrochen. Eine Verleihung des Ritterkreuzes an Friedrich Blond
ist somit zumindest als fraglich einzustufen und bisher nicht definitiv.
Nach dem Krieg wurde Blond Offizier in der Österreichischen Bundesarmee und
stieg dort bis zum Oberst auf.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Staffel-Sturmmann |
20.04.1939 |
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Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz |
28.04.1945 |
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Staffel-Rottenführer |
01.04.1940 |
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Eisernes
Kreuz II. Klasse |
??? |
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SS-Unterscharführer |
01.11.1941 |
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Eisernes
Kreuz I. Klasse |
??? |
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SS-Untersturmführer |
??? |
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Infanterie-Sturmabzeichen |
??? |
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SS-Obersturmführer |
??? |
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Nahkampfspange in Bronze |
??? |
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Oberst (ÖBH) |
??? |
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