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668. Eichenlaubträger Gerhard Bremer
SS-Obersturmbannführer, Panzeraufklärer

Gerhard Bremer wurde am 25.07.1917 als Sohn eines Gutsinspektors in Düsterntal im Kreis Gandersheim geboren. Bremer, der später zu einem der bekanntesten Soldaten der Waffen-SS avancieren sollte, besuchte von 1927 bis 1933 das Gymnasium Alfeld und von Ostern 1933 bis Ostern 1936 das NAPOLA Plön, wo er 1936 das Abitur ablegte.
Nach der Ableistung des Arbeitsdienstes in Hildesheim trat Bremer am 01.10.1936 als Freiwilliger mit der SS-Nummer 310 405 dem III. Bataillon der SS-Standarte "Germania" in Wolterdingen bei.
Im Jahre 1937 erfolgte die Kommandierung an die SS-Junkerschule Bad Tölz, von wo aus er im Herbst 1938 als SS-Untersturmführer zur 10. Kompanie der SS-Leibstandarte nach Berlin kam. Mit der Standarte nahm er an der Besetzung des Sudetenlandes teil und fortan an sämtlichen Feldzügen der Standarte bis Kriegsende.
So erwarb er sich im Polen-Feldzug als Ordonnanzoffizier bzw. Adjutant im Stab des III. Bataillons vor Warschau das Eiserne Kreuz II. Klasse und in Flandern im Jahre 1940 das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Nach Ende des Balkan-Feldzuges wird Bremer in die Aufklärungs-Abteilung der Leibstandarte versetzt und kommt mit dieser in Südrussland zum Einsatz. Zum SS-Obersturmführer befördert, übernimmt er die Führung der 1. Kradschützen-Kompanie. Im Süden der Ostfront zeichnet sich Bremer mehrfach aus. Im besonderen Masse beweist er Tapferkeit und Draufgängertum bei der handstreichartigen Einnahme der von starken Kräften besetzten Stadt Mariupols, wofür er als SS-Obersturmführer und Führer der 1. (Kradsch.) Kompanie am 30.10.1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wird.
Bis April 1943 führte Bremer seine Kompanie, wurde dann zum SS-Hauptsturmführer befördert und übernimmt ab Juni 1943 die Führung des III. Bataillons des SS-Panzergrenadier-Regiments 26.
Im April 1944 wird er zum Kommandeur der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12 in Belgien ernannt und damit Nachfolger von Erich Olboeter. Mit dieser kommt er im Zuge der alliierten Invasion im Raum Caen zum Einsatz und schützte die linke offene Flanke der Division. Dort leistete er den gegnerischen Truppen erbitterten Widerstand, kämpfte sich anschließend mit den Resten seiner Abteilung aus dem Kessel von Falaise und zog sich schließlich hinter die Seine zur Maas zurück. Dort verhielt er im Raum Namur und baute eine starke Abwehr auf, wodurch er einen breiten Abschnitt des Rückzugsstreifens der 5. Panzer-Armee, gegen amerikanische Truppen des Generals Patton halten konnte. Für diese Kampfleistung erhielt Bremer als SS-Sturmbannführer und Kommandeur der SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12 das 668. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Nach der Wiederauffrischung der Abteilung in Westfalen, nimmt Bremer Ende 1944 an der Ardennenoffensive teil und kämpft nach dem Scheitern der Offensive ab Februar 1945 in Ungarn.  Im Rahmen der Kämpfe in Südosteuropa erlebt er das Kriegsende im Raum St. Pölten.
In französische Gefangenschaft überstellt, wird er im Juli 1948 entlassen, woraufhin er ab 1954 mit seiner Ehefrau Almut nach Denia in Spanien verzog. Er baute dort eine Bungalow-Siedlung auf, die später von seinem Sohn gerd und dessen Ehefrau weitergeführt wurde. Die Stadt selbst Anlaufpunkt vieler hoher SS-Männer. So lebte hier bspw. Otto Skorzeny, Johannes Bernhardt (NSDAP-AO), Anton Galler, Kommandeur des SS-Panzergrenadier-Regiments 35, sowie SS-Arzt Aribert Heim.
Gerhard Bremer verstarb am 29.10.1989 in Alicante/Spanien.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Sturmmann 09.11.1938   Eisernes Kreuz II. Klasse 01.10.1939
SS-Untersturmführer ???   Eisernes Kreuz I. Klasse 05.06.1940
SS-Obersturmführer 01.09.1940   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 30.10.1941
SS-Hauptsturmführer 21.06.1942   Infanterie-Sturmabzeichen in Bronze 12.05.1942
SS-Sturmbannführer 30.01.1944   Medaille Winterschlacht im Osten 21.09.1942
SS-Obersturmbannführer ??? Nahkampfspange in Silber 25.11.1943
Deutsches Kreuz in Gold 30.08.1944
668. Eichenlaub zum Ritterkreuz 26.11.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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