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Ritterkreuzträger Friedrich Buck
SS-Oberscharführer, Kavallerie

31.10.194115.09.1939

Friedrich Buck wurde am 30.01.1922 im rumänischen Friedensthal, dem rumänischen Jamul Mare, als sogenannter Volksdeutscher geboren.
Im September 1941 erhielt Buck seine Einberufung zur deutschen Wehrmacht. Dort meldete er sich zum Dienst in der Waffen-SS. Nach erfolgter Ausbildung wird er 1942 als MG-Schütze dem SS-Regiment "Der Führer" zugeteilt. Damit kommt er in den nächsten Monaten unter dem Kommando von Otto Kumm vor allem im umkämpften Rshew-Bogen zum Einsatz.
Im Juni 1942 entstand aus allen verfügbaren SS-Reitereinheiten eine eigenständige SS-Division, der vor allem viele Volksdeutsche zugeteilt wurden. Der pferdeverbundene Buck, mittlerweile SS-Rottenführer, meldete sich daraufhin freiwillig zu dieser Division. In vielen Kämpfen gestählt, gehörte er damit zu den wenigen erfahrenen Soldaten der Division, wobei Buck dem SS-Kavallerie-Regiment 15 der neuen, später in 8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" umbenannten, SS-Kavallerie-Division zugeteilt wurde.
Nach erfolgter Ausbildung kommt die Division ab September 1942 in den Frontabschnitten Demidow und Welish zum Einsatz, wobei die ausgebildeten Kavalleristen hier zumeist nur im reinen Infanterieeinsatz verwendet wurden. Mit zahlreichen Pferden ausgerüstet, dienten die Einheiten der Division aufgrund der Beweglichkeit in unwegsamen Gelände zum Teil auch als sogenannte "Feuerwehr".
Im Winter 1942 stand die Division im Raum Medwedowo im harten Abwehreinsatz und erlitt trotz der Abwehr von starken gegnerischen Schützenverbänden, schwerste Verluste. Buck selbst, mittlerweile Truppführer, erhielt für seine Einsätze im Raum Welikie Luki, im Rshew-Bogen und bei Orel 1943 das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Sturmabzeichen. Buck erwarb sich schnell einen besonderen Ruf als Stoßtruppführer. Als Zug- und SS-Unterscharführer schaltete er mit seinen Kameraden gegnerische Artilleriestellungen aus, führte Aufklärungseinsätze durch oder schaltete gegnerische Scharfschützen aus.
Nach den schweren Verlusten der Division in der Ukraine aufgefrischt, kommt die Division fortan in Ungarn zum Einsatz. Zu jener Zeit trug er bereits das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde bisher mindestens fünfmal verwundet. Weiterhin vernichtete er zahlreiche gegnerische Panzerkampfwagen. Ob er dafür die bezeichnenden Panzervernichtungsstreifen erhielt ist bislang unklar.
Im Zuge der Rückzugsbewegungen des Jahres 1944, wurde auch die 8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" zur Verteidigung der ungarischen Hauptstadt Budapest eingesetzt und so am 26.12.1944 endgültig eingekesselt. Als Oberscharführer mit seinem Zug in den Außenbezirken der Stadt eingesetzt, zog sich die Division in die Innenstadt zurück. Dabei übernahm Buck die Führung der 5. schweren Kompanie des SS-Kavallerie-Regiments 15, welches unter dem Kommando des SS-Obersturmbannführer Oswald Krauss stand. Während dieser Kämpfe, vorwiegend in der Wiener Strasse, schlug die 5. Kompanie dutzende schwere gegnerische Angriffe zurück, wobei insbesondere Buck viele Nahkampfeinsätze überstand. Buck hatte als Kompanieführer nicht nur seine Kameraden zu führen, sondern auch versprengte ungarische und andere deutsche Soldaten. Buck war sich bewusst, daß sich in den unterirdischen Anlagen der Budapester Burg, direkt hinter seinem Abschnitt, mehr als 8.000 schwerverwundete Personen befanden.
Damit schlug ihn der Kommandeur zur Verleihung des Ritterkreuzes, aber auch zur Verleihung der Nahkampfspange in Gold vor. Beide Verleihungen wurden Buck, als SS-Oberscharführer und Führer der 5. Kompanie im SS-Kavallerie-Regiment 15, mittlerweile erneut verwundet, am 27.01.1945 verliehen. Beide Verleihung ergingen über Funk. Damit ist die Verleihung der goldenen Nahkampfspange an Buck die einzig nachgewiesene Verleihung diese hohen Tapferkeitsauszeichnung per Funk. Von diesem Funkspruch erfuhr er am 27.01.1945. Buck war damit neben Arthur Phleps der einzige anerkannte rumäniendeutsche Ritterkreuzträger der Waffen-SS. Nur fünf rumäniendeutsche SS-Soldaten erhielten die Nahkampfspange in Gold.
Nach persönlichen Angaben Bucks erhielt er weiterhin die seltene ungarische Tapferkeitsmedaille für Unteroffiziere in Gold. Eine Bestätigung dafür fehlt allerdings.
Am 12.02.1945 gingen die restlichen deutschen "Einheiten" zum Angriff über und versuchten den Kessel zu sprengen, um die eigenen Linien zu erreichen. Buck stand dabei persönlich an der Spitze seiner Kompanie. Zwar gelang es ca. 800 Männern der gesamten Division auszubrechen, doch Buck, beim Angriff schwer verwundet, blieb liegen. Damit geriet er in sowjetische Gefangenschaft. Aus dieser wurde er aufgrund der Schwere seiner 7. Verwundung doch bereits Ende 1945 entlassen.
Nach der Heimkehr arbeitet er bis zu seiner Pensionierung als Techniker bei der Firma Bosch.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Sturmmann ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
SS-Rottenführer ??? Allgemeine Sturmabzeichen ???
SS-Unterscharführer ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???
SS-Oberscharführer ??? Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Nahkampfspange in Bronze 00.00.1944
Nahkampfspange in Silber 00.00.1944
Verwundetenabzeichen in Gold ???
Nahkampfspange in Gold 27.01.1945
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 27.01.1945
Ungar. Goldene Tapferkeitsmedaille für Unteroffiziere ???

Buchhinweise:

                   

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