Friedrich Buck wurde am 30.01.1922 im rumänischen Friedensthal, dem
rumänischen Jamul Mare, als sogenannter Volksdeutscher geboren.
Im September 1941 erhielt Buck seine Einberufung zur deutschen Wehrmacht. Dort
meldete er sich zum Dienst in der Waffen-SS. Nach erfolgter Ausbildung wird er
1942 als MG-Schütze dem SS-Regiment "Der Führer" zugeteilt. Damit kommt
er in den nächsten Monaten unter dem Kommando von
Otto Kumm vor allem im
umkämpften Rshew-Bogen zum Einsatz.
Im Juni 1942 entstand aus allen verfügbaren SS-Reitereinheiten eine
eigenständige SS-Division, der vor allem viele Volksdeutsche zugeteilt wurden.
Der pferdeverbundene Buck, mittlerweile SS-Rottenführer, meldete sich
daraufhin freiwillig zu dieser Division. In vielen Kämpfen gestählt, gehörte
er damit zu den wenigen erfahrenen Soldaten der Division, wobei Buck dem
SS-Kavallerie-Regiment 15 der neuen, später in
8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" umbenannten,
SS-Kavallerie-Division zugeteilt wurde.
Nach erfolgter Ausbildung kommt die Division ab September 1942 in den
Frontabschnitten Demidow und Welish zum Einsatz, wobei die ausgebildeten
Kavalleristen hier zumeist nur im reinen Infanterieeinsatz verwendet wurden.
Mit zahlreichen Pferden ausgerüstet, dienten die Einheiten der Division
aufgrund der Beweglichkeit in unwegsamen Gelände zum Teil auch als sogenannte
"Feuerwehr".
Im Winter 1942 stand die Division im Raum Medwedowo im harten Abwehreinsatz
und erlitt trotz der Abwehr von starken gegnerischen Schützenverbänden,
schwerste Verluste. Buck selbst, mittlerweile Truppführer, erhielt für seine
Einsätze im Raum Welikie Luki, im Rshew-Bogen und bei Orel 1943 das Eiserne
Kreuz II. Klasse und das Sturmabzeichen. Buck erwarb sich schnell einen
besonderen Ruf als Stoßtruppführer. Als Zug- und SS-Unterscharführer schaltete
er mit seinen Kameraden gegnerische Artilleriestellungen aus, führte
Aufklärungseinsätze durch oder schaltete gegnerische Scharfschützen aus.
Nach den schweren Verlusten der Division in der Ukraine aufgefrischt, kommt
die Division fortan in Ungarn zum Einsatz. Zu jener Zeit trug er bereits das
Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde bisher mindestens fünfmal verwundet.
Weiterhin vernichtete er zahlreiche gegnerische Panzerkampfwagen. Ob er dafür
die bezeichnenden Panzervernichtungsstreifen erhielt ist bislang unklar.
Im Zuge der Rückzugsbewegungen des Jahres 1944, wurde auch die 8.
SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" zur Verteidigung der ungarischen
Hauptstadt Budapest eingesetzt und so am 26.12.1944 endgültig eingekesselt.
Als Oberscharführer mit seinem Zug in den Außenbezirken der Stadt eingesetzt,
zog sich die Division in die Innenstadt zurück. Dabei übernahm Buck die
Führung der 5. schweren Kompanie des SS-Kavallerie-Regiments 15, welches unter
dem Kommando des SS-Obersturmbannführer Oswald Krauss stand. Während dieser
Kämpfe, vorwiegend in der Wiener Strasse, schlug die 5. Kompanie dutzende
schwere gegnerische Angriffe zurück, wobei insbesondere Buck viele
Nahkampfeinsätze überstand. Buck hatte als Kompanieführer nicht nur seine
Kameraden zu führen, sondern auch versprengte ungarische und andere deutsche
Soldaten. Buck war sich bewusst, daß sich in den unterirdischen Anlagen der
Budapester Burg, direkt hinter seinem Abschnitt, mehr als 8.000
schwerverwundete Personen befanden.
Damit schlug ihn der Kommandeur zur Verleihung des Ritterkreuzes, aber auch
zur Verleihung der Nahkampfspange in Gold vor. Beide Verleihungen wurden Buck,
als SS-Oberscharführer und Führer der 5. Kompanie im SS-Kavallerie-Regiment
15, mittlerweile erneut verwundet, am 27.01.1945 verliehen. Beide Verleihung
ergingen über Funk. Damit ist die Verleihung der goldenen Nahkampfspange an
Buck die einzig nachgewiesene Verleihung diese hohen Tapferkeitsauszeichnung
per Funk. Von diesem Funkspruch erfuhr er am 27.01.1945. Buck war damit neben
Arthur Phleps der einzige anerkannte rumäniendeutsche Ritterkreuzträger der
Waffen-SS. Nur fünf rumäniendeutsche SS-Soldaten erhielten die Nahkampfspange
in Gold.
Nach persönlichen Angaben Bucks erhielt er weiterhin die seltene ungarische
Tapferkeitsmedaille für Unteroffiziere in Gold. Eine Bestätigung dafür fehlt
allerdings.
Am 12.02.1945 gingen die restlichen deutschen "Einheiten" zum Angriff
über und versuchten den Kessel zu sprengen, um die eigenen Linien zu
erreichen. Buck stand dabei persönlich an der Spitze seiner Kompanie. Zwar
gelang es ca. 800 Männern der gesamten Division auszubrechen, doch Buck, beim
Angriff schwer verwundet, blieb liegen. Damit geriet er in sowjetische
Gefangenschaft. Aus dieser wurde er aufgrund der Schwere seiner 7. Verwundung
doch bereits Ende 1945 entlassen.
Nach der Heimkehr arbeitet er bis zu seiner Pensionierung als Techniker bei
der Firma Bosch.