Franz Budka wurde am 18.08.1920 in Wien geboren und trat
am 03.04.1940 mit der SS-Nummer 473.346 der SS-Verfügungstruppe bei, wobei
bisher nicht bekannt ist, welchem Truppenteil er beitrat.
Als Rottenführer gehörte er mit Meldung von Februar 1942 zur 8. Kompanie des
SS-Infanterie-Regiments "Deutschland". Sein Kompaniechef
SS-Obersturmführer Hermann Kling erhielt später die Ehrenblattspange und
führte das Begleit-Bataillon "Reichsführer-SS".
Vom 01.02. bis zum 31.05.1943 nahm Budka am 9. Kriegs-Führer-Anwärter-Lehrgang
in Beneschau teil und kommt mit Meldung vom 01.09.1943 an die
SS-Artillerieschule II.
Laut Meldung vom 07.10.1943 gehörte er dann der 13. Kompanie des
SS-Grenadier-Regiments 10 an, das mit dem 22.10.1943 in SS-Grenadier-Regiment
40 umbenannt wurde. Wie er von dort zum Festungs-Regiment "Besslein",
einer ad hoc Einheit zur Verteidigung Breslaus gelangte, ist unbekannt.
Als Untersturmführer und Führer der 1. Kompanie im I. Bataillon, unter der
Führung des SS-Hauptsturmführers Greger, des Festungsregiments 1 "Besslein"
zeichnete er sich im März 1945 bei den Kämpfen in der Festung Breslau
besonders aus. Als die Südfront der Festung unter besonders schweren Angriffen
zu leiden hatte, wehrte Budka am 06.04.1945 mit seinen Grenadieren die
Angriffe in schweren Häuserkämpfen ab. Trotz des Einsatzes von Flammenwerfern
hielten die Männer aus. Auch als der Gegner mit schweren Werfergranaten jeden
einzelnen Häuserblock niederbombten, erfüllten die Grenadiere ihren Auftrag.
Durch die Granaten begannen sich die einzelnen Brandnester zu einem
Flammenmeer auszubreiten. Budka baute zwischen den Häuserblocks eine neue
Hauptkampflinie auf und besetzte diese mit MG`s und einzelnen Schützen. Mit
freiem Oberkörper, aufgrund der Hitze, nahmen die Männer den weiteren Kampf
inmitten dieser "Hölle" auf und wehrten auch die weiteren Angriffe
teilweise in den Kellern der Häuser ab. Im Zuge der Verteidigung entwickelte
Budka auf Basis von Erfahrungen von Hitlerjungen einen Handgranatenwerfer, der
dem Gegner schwere Verluste zufügte.
Er wehrte alle feindliche Angriffe erfolgreich und unter
persönlicher Einsatzbereitschaft, ab. Dafür wurde er am 19.04.1945 mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet und zum SS-Obersturmführer befördert. Mit Meldung
vom 26.04.1945 wurde er an der Schulter verwundet, wobei für kurze Zeit ein
anderer seinen Posten übernahm.
Am 06.05.1945 unternahm Budka mit seinen Soldaten einen Ausbruchsversuch und
trat dabei auf eine Mine, die ihn schwer verletzte. Seitdem gilt er als
vermisst. Der Zugführer Hermann Heberle, in der Kompanie des
Ritterkreuzträgers sagte aus, daß
sich Budka erschossen haben soll. Von daher gilt als sein Todesdatum der
06.05.1945 bei Breslau.