Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Hilfswerk Ritterkreuz e.V. - Buchhinweis - Geschichte des EK


__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt
 

Ritterkreuzträger Karl-Heinz Bühler
SS-Obersturmbannführer, Panzergrenadiere

Karl-Heinz Felix Bühler wurde am 07.08.1912 in Mannheim geboren und trat am 27.12.1932 der SS mit der Mitgliedsnummer 98.248 und der NSDAP (Datum unbekannt) mit der Nummer 3.266.024 bei. Vom 29.04. bis zum 31.07.1933 absolvierte er den Arbeitsdienst und trat am 01.10.1935 als Kanonier der 8. Batterie des Artillerie-Regiments in Augsburg bei.
Von dort erfolgte dann am 01.10.1936 als Offiziers-Anwärter der Übertritt in die Bayerische Landespolizei, wo er der 1. Hundertschaft des Kommandos der Schutzpolizei in München zugeteilt wurde. Vom 01.11.1936 bis zum 01.03.1938 besuchte er die Polizei-Offizierschule in Fürstenfeldbruck und übernimmt am 21.03.1938 die Führung der Stamm-Abteilung Süd im Bezirk 1.
Anschliessend, ab dem 01.04.1938, Adjutant beim Kommando der Schutzpolizei Gotha, übernimmt Bühler am 01.03.1939 die Führung der Stamm-Abteilung Fulda-Werra im Bezirk 14.
Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wird er am 10.09.1939 als Reserveführer der SS-Artillerie-Ersatz-Abteilung in Berlin-Lichterfelde zugeteilt und beginnt ab dem 15.09.1939 seinen Dienst in der SS-Verfügungstruppe bzw. der Waffen-SS. Ab dem 01.10.1939 als Batterie-Offizier im SS-Artillerie-Regiment 1, übernimmt er im Westfeldzug die Führung einer Batterie und wird später als Reserveführer der SS-Division "Wikung" zugeteilt, wo er den Posten des Chefs der 8. Batterie im SS-Artillerie-Regiment 5 übernimmt.
Ab Sommer 1941 im Osten im Einsatz, wird Bühler am 27.08.1942 zum Kommandeur der II. Abteilung des SS-Artillerie-Regiments 5 ernannt. Als solcher zeichnet er sich während des Ausbruchs der Division aus dem Kessel von Tscherkassy am 17.02.1944  bei Chilky besonders aus, wird dabei aber schwer verwundet.
Wieder genesen kehrt er zur Divisioin zurück und übernimmt am 25.03.1945, während der Endkämpfe in Ungarn, die Führung des SS-Panzergrenadier-Regiments 9 "Germania". Während dieser Kämpfe zeichnet er sich erneut durch hohe persönliche Tapferkeit aus. Dafür soll ihm am 06.05.1945 das Ritterkreuz als SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant der Schutzpolizei, sowie Führer des SS-Panzergrenadier-Regiments 9 "Germania" das Ritterkreuz verliehen worden sein.
Selbst nach neuesten Forschungen finden sich keine Beweismittel in den entsprechenden Archiven. Die Verleihung des Ritterkreuzes soll durch SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich persönlich erfolgt sein, der durch Hitler dazu authorisiert worden sein soll. Der "Fall Bühler" wurde 1977 durch die Ordenskommission der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger behandelt. Diese nahm das Datum des 01.05.1945 als mögliches Verleihungsdatum an, entschied aber letztlich die Verleihung nicht anzuerkennen. Im Herbst 1983 trat die Kommission erneut zusammen und entschied nun die Verleihung des Ritterkreuzes an Bühler für den 08.05.1945 anzuerkennen. Der damalige Ritterkreuzexperte von Seemen, nahm hingegen das Datum des 07.05.1945 als eigentliches Datum der Verleihung an. Der Chronist der Waffen-SS-Ritterkreuzträger Krätschmer hingegen nannte dabei nach wie vor den 01.05.1945 als Verleihungsdatum. Beide Daten liegen allerdings nicht in dem einzig möglichen Zeitraum für die eigenmächtige Verleihung von Ritterkreuzen durch Sepp Dietrich. Der Vorsitzende der damaligen Ordenskommission, Fellgiebel, wählte von daher eigenmächtig dann den 06.05.1945 als Datum der Verleihung des Ritterkreuzes an Bühler.
Bühler geriet dann am 10.05.1945 im Raum St. Johann-Salzburg in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 30.04.1948 entlassen wurde.
Karl-Heinz Bühler verstarb am 04.07.1984 in Tübingen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1936 (Eigenangabe) Eisernes Kreuz II. Klasse 04.06.1940
Leutnant der Landespolizei 21.03.1938 m. Wirk. v. 01.04.1938 (SS-Untersturmführer) Eisernes Kreuz I. Klasse 25.07.1941
Oberleutnant der Schutzpolizei 10.09.1939 m. Wirk. v. 01.08.1939 (SS-Obersturmführer) Deutsches Kreuz in Gold 14.03.1942
Hauptmann der Schutzpolizei 25.11.1941 m. Wirk. v. 01.11.1941 (RDA v. 09.11.1939) wegen Tapferkeit (SS-Hauptsturmführer) Allgemeines Sturmabzeichen 15.04.1942
SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei 21.06.1943 Medaille Winterschlacht im Osten 01.09.1942
SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant der Schutzpolizei 01.05.1945 (Eigenangabe) Verwundetenabzeichen in Schwarz 10.10.1942 (Eigenangabe)
Anerkennungsurkunde 25.12.1944 für Tat v. 17.02.1944 bei Chilky
Verwundetenabzeichen in Silber 20.01.1945 (Eigenangabe)
Nahkampsspange in Bronze 01.05.1945
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 06.05.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats