Ritterkreuzträger
Fritz Bunse
SS-Obersturmbannführer, Pioniere








Fritz Bunse wurde am 04.07.1911 in Hagen/Westfalen geboren.
Nach Eintritt in die NSDAP, mit der Mitgliedsnummer 728.406, im Jahre 1931 und
der SS, mit der Mitgliedsnummer 30.303,
wird er im März 1933 Mitglied des SS-Sonderkommandos Berlin und dort zum
SS-Unterscharführer befördert.
Ab 1936 besucht er die SS-Junkerschule Braunschweig und wird am 20.04.1937 zum
SS-Untersturmführer befördert. Am 01.05.1937 kommt er zur 1. Kompanie des
SS-Pionier-Sturmbanns der SS-Verfügungstruppe und dort am 11.09.1938
zum SS-Obersturmführer befördert.
Nach Westfeldzug und vor Beginn des Feldzuges gegen Russland, wird er 1941 zum
SS-Hauptsturmführer befördert und im Juni 1941 Chef der 16. (Flak) Kompanie des
SS-Panzergrenadier-Regiments "Germania". Später zum SS-Sturmbannführer befördert erhielt er als
SS-Sturmbannführer und erster Kommandeur des SS-Freiwilligen-Pionier-Bataillons 11 am 30.01.1944 das Ritterkreuz für die Abwehrkämpfe im
Raum Oranienbaum-Narwa. Im Januar 1944 gelang es einer sowjetischen Stoßarmee
aus dem Oranienbaumer Brückenkopf auszubrechen und die Blockade Leningrads zu
durchbrechen. Die 18. Armee stand damit im Begriff eingeschlossen zu werden und
zog sich daher zurück. Der Rückzug der Armee wurde überwiegend durch das III. (germ.)
SS-Panzerkorps mit den Divisionen "Nordland" und "Nederland"
gedeckt.
Im Rahmen dieser Bewegung wurden zwei Kompanien des Pionier-Bataillons "Nordland"
in einen besonders gefährdeten Abschnitt einer Luftwaffen-Feld-Division
unterstellt. Beide sollten Baumsperren errichten und eine für Panzer schwer zu
überwindende Sperrzone errichten. Dabei gerieten die Kompanien am 14.01.1944
mitten in den Grossangriff des Gegners hinein. Zunächst versuchte der Gegner ein
Gut zu erreichen, das direkt an einer guten Straße lag, die auf die Rollbahn
nach Leningrad führte. Für den Gegner war diese Strasse wichtig um Panzer und
schweres Material zügig nach vorn bringen zu können. Auf dieses Gut zogen sich
die "Nordland"-Pioniere zurück und erhielten den Auftrag es gegen
jegliche Angriffe zu halten. Schnell drängte der Gegner nach, doch konnte er in
Bataillonsstärke abgewiesen werden. Es folgten mehrere Stunden schwersten
Artilleriefeuers, in Zusammenhang mit schweren Luftangriffen. Am Mittag des
nächsten Tages griff der Gegner erneut an, in der Gewissheit das die deutschen
Verteidiger keine Kraft zur Abwehr mehr besaßen. Doch die Pioniere wehrten sich
erneut, vernichteten dabei drei Panzer und hielten die angreifenden Schützen
zurück. Erst nach zwei Stunden gelang an der linken Flanke der Abwehr ein
gegnerischer Einbruch. Mit den letzten Reserven ging Bunse zum Gegenangriff über
und konnte die Lage bereinigen. Noch weitere zwei Tage hielten die Kompanien die
Stellung und setzten sich erst am Abend des 17.01.1944 befehlsgemäß ab.
Bunse wurde am 21.06.1944 zum SS-Obersturmbannführer befördert und am 05.08.1944
zum Kommandeur des SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiments 49 "De Ruyter"
ernannt. Am 08.11..1944 wechselt Bunse in den Stab des VI. (lett.)
Waffen-Gebirgs-Korps bzw. wird im November 1944 Korps-Pionier-Führer 105 des V.
SS-Freiwilligen-Gebirgskorps.
Fritz Bunse, Mitglied des Lebensborn, verstarb am 14.09.1970 in Herne.