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Ritterkreuzträger Hans-Georg von Charpentier
SS-Sturmbannführer, Kavallerie

12.08.194103.06.1940

Hans-Georg von Charpentier wurde am 16.07.1902 in Straßburg geboren. Über seinen Werdegang vor Kriegsbeginn liegen nur wenige Informationen vor. So soll er u.a. Stallmeister im Hippodrom Frankfurt gewesen sein, bis er von 1932 bis 1935 in Saarbrücken Reiterveranstaltungen durchführte. Ab dem 01.05.1935 übernimmt er den den Tattersall in Hagen, den er bis zum Kriegsausbruch führte. Bereits am 20.08.1933 trat er unter der Mitgliedsnummer 1.375.222 der NSDAP und am 01.03.1935 unter der Nummer 258.019 der SS bei.
Am 07.11.1939 trat er dem 1. SS-Totenkopf-Reiter-Regiment bei und übernahm ab dem 05.12.1939 den Posten eines Zugführers, bzw. Spähtrupp-Führers in der 3. Schwadron des SS-Kavallerie-Regiments 1 und dem Schwadronchef SS-Hauptsturmführer
Johannes Schmid.
Während des Ostfeldzuges wird er am 15.08.1941 zum Adjutanten des SS-Kavallerie-Regiments 1 ernannt und am 15.12.1941 mit der Führung einer Schwadron im SS-Reiter-Regiment 1 der SS-Kavallerie-Division betraut. Im November 1942 übernimmt er den Posten des Chefs der 3. /SS-Kavallerie-Regiment 1 und wechselt am 10.12.1943 zum SS-Kavallerie-Regiment der 8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer". Als Schwadronchef im SS-Reiter-Regiment 1 zeichnet er sich bei den Kämpfen bei Medwedowo besonders aus und wird dafür am 11.12.1942 durch SS-Brigadeführer Bittrich zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm am 29.12.1942 als SS-Hauptsturmführer der Reserve und Chef der 3. Schwadron im SS-Reiter-Regiment 1 verliehen wird. Von Charpentier war zu diesem Zeitpunkt im Rahmen der SS-Kavallerie-Division im Frontbogen von Rshew eingesetzt. Bei den Kämpfen im Kessel von Belyi (nordwestlich Wjasma) zeichnete er sich besonders aus. Mit seiner Schwadron lag von Charpentier in der Ortschaft Medwedowo und war im Rahmen des Regiments einem sowjetischen Angriff in die Flanke gestoßen. Damit gelang es zunächst den Aufmarsch der eigenen Division sicherzustellen und den Kesselrand abzuriegeln. Der Ortschaft medwedowo fiel dabei eine Schlüsselposition, entscheidend für beide Seiten, zu. Nach mehreren Angriffen gelang es dem Gegner die Reiter zu umgehen und diese nun selbst von den hinteren Linien abzuschneiden. Dennoch bleib von Charpentier mit seiner Schwadron im Ort und nahm die Verteidigung auf. Der Regimentskommandeur Gustav Lombard ließ daraufhin die Versorgungsstraßen aus eigenem Entschluss wieder freikämpfen um den wichtigen Knotenpunkt zwischen Zizina nach Wolynowa zu halten. Im Zusammenspiel mit Panzern der 19. Panzer-Division gelang es den Gegner zurückzuschlagen und die Kesselbildung ostwärts Toropez abzuschließen. Das Halten der Schwadron Charpentiers, trotz mehrmaligem Einbruch des Gegners in die eigene Stellung, trotz des Abgeschnittenwerdens ermöglichte es der SS-Kavallerie-Division, ihren Anteil an der Einkesselung der durchgebrochenen gegnerischen Kräfte beizutragen.
Im Zuge der weiteren Einsätze, wird von Charpentier im Januar 1945 mit dem Kommando über das SS-Kavallerie-Regiments 18  beauftragt. Nach der Einkesselung der Division in Budapest, fällt Hans-Georg von Charpentier am 11.02.1945 bei Budapest.

 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Mann ??? Reiterabzeichen in Silber ???
SS-Sturmmann ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 16.08.1941
SS-Rottenführer ??? Allgemeines Sturmabzeichen 01.05.1942
SS-Unterscharführer ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 26.01.1942
SS-Untersturmführer 29.10.1940 Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
SS-Obersturmführer 15.07.1941 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 21.09.1944
SS-Hauptsturmführer 16.03.1942
SS-Sturmbannführer 11.10.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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