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Ritterkreuzträger Fritz Christen
SS-Oberscharführer, Panzerjäger

Fritz Christen wurde am 29.06.1921 in Wredenhagen, Kreis Waren in Mecklenburg, als Sohn des Forstarbeiters Wilhelm Christen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule, wo er u.a. auch der HJ beitrat, erlernte Christen das Schmiedehandwerk, obwohl sein sein Berufswunsch eher der eines Försters war und arbeitete als Schmiedegeselle, bevor er im Mai 1940 als Kriegsfreiwilliger in die Waffen-SS eintrat.
Nach seiner Grundausbildung kam er in die 2. Kompanie der SS-Panzerjägerabteilung der SS-Totenkopfdivision, wo er als Richtschütze an einer 5-cm-Pak eine Verwendung fand. Im Februar 1941 wird er schließlich zur Fronttruppe versetzt.
Während der Schlacht um Lushno vom 24.09. bis zum 29.09.1941 im Bereich der Heeresgruppe Nord verdiente er sich das Ritterkreuz. Christen erhielt es am 20.10.1941 und war damit der erste Ritterkreuzträger der Waffen-SS aus den Reihen der Mannschaftsdienstgrade. Die Verleihung erfolgte durch Hitler persönlich.
Der russische Angriff war vor allem geprägt durch den T-34 Panzer, gegen den die deutsche Panzerabwehr mit der Standardwaffe 3,7-cm-Pak nichts ausrichten konnte. Die Panzerjägerabteilung der Totenkopf-Division ist nur mit geringen Stückzahlen von 5-cm-Paks ausgerüstet, die dem T-34 noch in gewisser Weise Gegenwehr leisten kann.
Schon am ersten Tag der russischen Offensive hatte Christen als Sturmmann 6 feindliche Panzer aus einem Pulk von 15 im Nahkampf abgeschossen und konnte so einen Durchbruch verhindern. Ein neuerlicher Angriff am nächsten Tag lässt die gesamte Geschützbedienung fallen, Christen wird dabei schwer verwundet, hält jedoch seine Stellung. Da das optische Richtgerät zerstört wurde öffnet er den Verschluss und visiert die Feindpanzer durch das Rohr an und schießt weitere 7 Feindpanzer ab, woraufhin der Gegner den Ruckzug antritt. Der Kommandeur der Abteilung SS-Hauptsturmführer Georg Bochmann begründete den Vorschlag zum Ritterkreuz vor allem mit Christens selbstständigem Handeln und den ausdauernden freien Entschluss. Christen war seinerzeit der jüngste Ritterkreuzträger der Wehrmacht.
Mit dieser Tat, auf verlorenem Posten, ging Sturmmann Christen als "Die Pak von Dubrowka" in die Kriegsgeschichte ein.
Im November 1941 kommt er zur Unterführer-Ausbildung an die SS-Unterführerschule Radolfzell. Später zum SS-Oberscharführer befördert, kommt er an die SS-Unterführerschule Lauenburg. Im Mai 1945 gerät er mit seiner 3. SS-Panzer-Division "Totenkopf" in der Tschechei in amerikanische Gefangenschaft. Die Alliierten übergaben u.a. auch Christen der Roten Armee. Erst im Jahre 1955 kehrte er in die Heimat zurück.
Fritz Christen verstarb am 23.09.1995 in Neusorg in der Oberpfalz.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Mann ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 20.07.1941
SS-Sturmmann ??? Eisernes Kreuz I. Klasse 24.09.1941
SS-Rottenführer ??? Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
SS-Unterscharführer ??? Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 20.10.1941
SS-Oberscharführer ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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