Ritterkreuzträger Fritz Christen
SS-Oberscharführer, Panzerjäger

Fritz Christen wurde am 29.06.1921 in Wredenhagen, Kreis Waren in Mecklenburg, als Sohn des Forstarbeiters Wilhelm Christen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Christen das Schmiedehandwerk und arbeitete als Schmiedegeselle bevor er im Mai 1940 als Kriegsfreiwilliger in die Waffen-SS eintrat.
Nach seiner Grundausbildung kam er in die 2. Kompanie der SS-Panzerjägerabteilung der SS-Totenkopfdivision.
Am 20.07.1941 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und am 24.09.1941 das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Während der Schlacht um Lushno vom 24.09. bis zum 29.09.1941 im Bereich der Heeresgruppe Nord verdiente er sich das Ritterkreuz. Christen erhielt es am 20.10.1941 und war damit der erste Ritterkreuzträger der Waffen-SS aus den Reihen der Mannschaftsdienstgrade.
Der russische Angriff war vor allem geprägt durch den T-34 Panzer, gegen den die deutsche Panzerabwehr mit der Standardwaffe 3,7-cm-Pak nichts ausrichten konnte. Die Panzerjägerabteilung der Totenkopf-Division ist nur mit geringen Stückzahlen von 5-cm-Paks ausgerüstet, die dem T-34 noch in gewisser Weise Gegenwehr leisten kann.
Schon am ersten Tag der russischen Offensive hatte Christen als Sturmmann 6 feindliche Panzer aus einem Pulk von 15 im Nahkampf abgeschossen und konnte so einen Durchbruch verhindern. Ein neuerlicher Angriff am nächsten tag lässt die gesamte Geschützbedienung fallen, Christen wird dabei schwer verwundet, hält jedoch seine Stellung. Da das optische Richtgerät zerstört wurde öffnet er den Verschluss und visiert die Feindpanzer durch das Rohr an und schießt weitere 7 Feindpanzer ab, woraufhin der Gegner den Ruckzug antritt.
Mit dieser Tat, auf verlorenem Posten, ging Sturmmann Christen als "Die Pak von Dubrowka" in die Kriegsgeschichte ein.
Später zum SS-Oberscharführer befördert kommt er nach Lauenburg.
Fritz Christen starb am 23.09.1995.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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