Egon Hans Peter Christophersen wurde am 08.02.1919 in Stroby a. d.
Insel Seeland/Dänemark geboren, kam an die Schule in Stroby im Alter von sieben
Jahren und arbeitete ab dem Alter von 14 Jahren mit seinen drei Brüdern auf dem
Versuchsfeld Små Køgegaard.
Christophersen trat der DNSAP, der Dänischen Nationalsozialisten Arbeiterpartei,
bei und wurde ebenfalls Mitglied der dortigen Sturm-Abteilung.
Am 07.04.1941 trat er als freiwilliger Bewerber der Waffen-SS bei, kommt nach
Graz zum SS-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon "Der Führer", wird am
01.07.1941 vereidigt und zunächst der 11, später dann der 9. Kompanie im
SS-Infanterie-Regiment "Nordland", der 5. SS-Division "Wiking"
zugeteilt.
Mit Meldung vom 23.12.1941 gehörte er dann der 2. Kompanie des Regiments an und
wird am 30.09.1942 im Kaukasus verwundet, als ihn ein Durchschuss durch den
linken Oberschenkel und ein Steckschuss im rechten Oberschenkel treffen. Im Zuge
seiner Genesung kommt er mit Meldung vom 14.11.1942 in die 2. Kompanie des
SS-Infanterie-Ersatz-Bataillons "Nordland" und wird mit Meldung vom
16.06.1943 in das SS-Panzergrenadier-Regiment "Danmark" versetzt, wo er
später den Posten eines Gruppenführers in der 7. Kompanie übernimmt. Andere
Quellen sprechen von einer Versetzung, während der Ausheilung der Verwundung,
zum SS-Ausbildungs- und Ersatz-Regiment "Westland" nach Graz.
Christophersen gehörte nun zur neuen
11. Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland". In Grafenwöhr
aufgestellt, verlegte die Division zunächst nach Kroatien um dort gegen die
Tito-Partisanen eingesetzt zu werden. In dieser Zeit fällt sein Bruder Viggo im
Kampf. Zusammen mit der 5. SS-Division "Wiking" bildete die
Nordland-Division das III. Germanische Panzerkorps und wurde in den Raum Narwa
im Baltikum verlegt.
Mitte ´Mai 1944 stand das Regiment im Raum Narwa, wobei die 7. Kompanie den
Zuordnungsraum Dolgaja-Narwa, als rechten Eckpfeiler des Brückenkopfes "Narwa",
östlich von Kreenholm,
erhielt. Dabei bestand die Gefahr, dass die Reihen der Kompanie vom Gegner
durchbrochen werden könnten.
In mehreren Angriffen widerstand die Gruppe Christophersen, an der linken Flanke
der Kompanie eingesetzt, dem Gegner. Über fast einen gesamten Monat griff der
Gegner immer wieder an.
Als der Feind zum Grossangriff ansetzte, gelang ihm mittels schwerster
Artillerievorbereitung der Einbruch in die Kompanie beim Außenposten "Sonnenschein". Christophersen hielt zwar
stand, sah jedoch die Gefahr die der Einbruch für den gesamten Brückenkopf
bedeuten würde.
Zusammen mit einigen wenigen entbehrlichen Soldaten griff er den weit
überlegenen Gegner am 12.06.1944 an und rollte den vordersten Graben im Nahkampf auf. Der Gegner, ob des
Gegenangriffes völlig schockiert, verließ den Graben und zog sich panikartig
zurück. Der Außenposten konnte genommen und die Front wieder stabilisiert
werden.
Für diese mutige und entscheidende Tat erhielt er als SS-Unterscharführer und
Gruppenführer in der 7. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 24 "Danmark" am 11.07.1944 das Ritterkreuz.
Er war damit der erste von insgesamt drei Dänen, die diese
Tapferkeitsauszeichnung erhielten. Die beiden anderen waren die
SS-Obersturmführer Sören Kam und Johannes Helmers.
Christophersen überlebte den Krieg, arbeitete für über 30 Jahre in der
Maschinenfabrik "Ørum Hansen" auf Koge in Dänemark und verstarb am 15.01.1988 in Stroby a. d.
Insel Seeland/Dänemark.