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Ritterkreuzträger Egon Christophersen
SS-Unterscharführer, Panzergrenadiere

28.05.194426.03.1943

Egon Hans Peter Christophersen wurde am 08.02.1919 in Stroby a. d. Insel Seeland/Dänemark geboren, kam an die Schule in Stroby im Alter von sieben Jahren und arbeitete ab dem Alter von 14 Jahren mit seinen drei Brüdern auf dem Versuchsfeld Små Køgegaard.
Christophersen trat der DNSAP, der Dänischen Nationalsozialisten Arbeiterpartei, bei und wurde ebenfalls Mitglied der dortigen Sturm-Abteilung.
Am 07.04.1941 trat er als freiwilliger Bewerber der Waffen-SS bei, kommt nach Graz zum SS-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon "Der Führer", wird am 01.07.1941 vereidigt und zunächst der 11, später dann der 9. Kompanie im SS-Infanterie-Regiment "Nordland", der 5. SS-Division "Wiking" zugeteilt.
Mit Meldung vom 23.12.1941 gehörte er dann der 2. Kompanie des Regiments an und wird am 30.09.1942 im Kaukasus verwundet, als ihn ein Durchschuss durch den linken Oberschenkel und ein Steckschuss im rechten Oberschenkel treffen. Im Zuge seiner Genesung kommt er mit Meldung vom 14.11.1942 in die 2. Kompanie des SS-Infanterie-Ersatz-Bataillons "Nordland" und wird mit Meldung vom 16.06.1943 in das SS-Panzergrenadier-Regiment "Danmark" versetzt, wo er später den Posten eines Gruppenführers in der 7. Kompanie übernimmt. Andere Quellen sprechen von einer Versetzung, während der Ausheilung der Verwundung, zum SS-Ausbildungs- und Ersatz-Regiment "Westland" nach Graz.
Christophersen gehörte nun zur neuen 11. Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland". In Grafenwöhr aufgestellt, verlegte die Division zunächst nach Kroatien um dort gegen die Tito-Partisanen eingesetzt zu werden. In dieser Zeit fällt sein Bruder Viggo im Kampf. Zusammen mit der 5. SS-Division "Wiking" bildete die Nordland-Division das III. Germanische Panzerkorps und wurde in den Raum Narwa im Baltikum verlegt.
Mitte ´Mai 1944 stand das Regiment im Raum Narwa, wobei die 7. Kompanie den Zuordnungsraum Dolgaja-Narwa, als rechten Eckpfeiler des Brückenkopfes "Narwa", östlich von Kreenholm, erhielt. Dabei bestand die Gefahr, dass die Reihen der Kompanie vom Gegner durchbrochen werden könnten.
In mehreren Angriffen widerstand die Gruppe Christophersen, an der linken Flanke der Kompanie eingesetzt, dem Gegner. Über fast einen gesamten Monat griff der Gegner immer wieder an.
Als der Feind zum Grossangriff ansetzte, gelang ihm mittels schwerster Artillerievorbereitung der Einbruch in die Kompanie beim Außenposten "Sonnenschein". Christophersen hielt zwar stand, sah jedoch die Gefahr die der Einbruch für den gesamten Brückenkopf bedeuten würde.
Zusammen mit einigen wenigen entbehrlichen Soldaten griff er den weit überlegenen Gegner am 12.06.1944 an und rollte den vordersten Graben im Nahkampf auf. Der Gegner, ob des Gegenangriffes völlig schockiert, verließ den Graben und zog sich panikartig zurück. Der Außenposten konnte genommen und die Front wieder stabilisiert werden.
Für diese mutige und entscheidende Tat erhielt er als SS-Unterscharführer und Gruppenführer in der 7. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 24 "Danmark" am 11.07.1944 das Ritterkreuz. Er war damit der erste von insgesamt drei Dänen, die diese Tapferkeitsauszeichnung erhielten. Die beiden anderen waren die SS-Obersturmführer Sören Kam und Johannes Helmers.
Christophersen überlebte den Krieg, arbeitete für über 30 Jahre in der Maschinenfabrik "Ørum Hansen" auf Koge in Dänemark und verstarb am 15.01.1988 in Stroby a. d. Insel Seeland/Dänemark.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Anwärter ??? Medaille Winterschlacht im Osten 10.09.1942
SS-Mann ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 26.03.1943
SS-Sturmmann 30.04.1942 m. Wirk. v. 01.05.1942 Eisernes Kreuz I. Klasse 28.05.1944
SS-Rottenführer ??? Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
SS-Unterscharführer 12.05.1942 Verwundetenabzeichen in Silber ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 11.07.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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