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Ritterkreuzträger Hans Collani,
SS-Standartenführer, Panzergrenadiere

     
Hans Collani wurde am 13.12.1908, als Sohn des
späteren Obersten Johannes und seiner Frau Toni Collani, in Stettin geboren.
Sein Bruder verstarb 1943 als Oberst der Luftwaffe in Frankreich.
Am 02.10.1909 zieht die Familie nach Rawitsch um, wo Collani zunächst für
vier Jahre die Volksschule besucht, um dann auf die Mittelschule zu
wechseln, die er mit der Unterprima abschließt, da er bei seine
Abitur-Prüfung 1928 in Berlin durchfällt. Zunächst verdingt er sich bis
Herbst 1931 als Reedereikaufmann und heuert dann als Seemann bei der
Schifffahrtsgesellschaft Hansen in Flensburg an.
Im Juli 1930 trat er der SA bei und nimmt an Fahrten der "CERES" bzw.
"THETIS" überwiegend in Nordeuropa teil. U.a. besucht er dabei auch
Leningrad und Murmansk.
Am 09.01.1932 trat er der NSDAP und am 13.04.1932 der SS bei. Dort gehörte
er als SS-Anwärter zunächst zum 4. Sturm der 4. SS-Standarte und übernahm
dort die Geschäfte des Haupttruppführers, bis er am 24.11.1932 als Adjutant
des I,. Sturmbanns zur 50. SS-Standarte wechselte. Von dort wechselte er am
17.03.1933 in die Ausbildungs-Kompanie der Adolf-Hitler-Standarte, auch als
SS-Stabswache bekannt, wo er den Posten eines Zugführers übernahm.
Ab dem 28.06.1933 ist er Ausbilder und Zugführer beim Sonderkommando Berlin
im Lager Zossen, wird zum SS-Führer bis zum 45. Lebensjahr ernannt und
ab dem 03.09.1933 Zugführer im 1. Sturm der Adolf-Hitler-Standarte, wo er am
01.10.1933 den Posten des IIa in der Adjutantur der Standarte übernimmt und
damit die Nachfolge von Ernst Deutsch antrat. Diese Dienststellung behielt
er auch nach Umbenennung der Standarte in Leibstandarte "Adolf Hitler"
am 09.11.1933. Für den 01.10.1933 wird er auch als Chef der 2. Kompanie der
Leibstandarte SS-Adolf Hitler genannt.
Am 16.02.1934 übernimmt er die Führung des 1. Sturms der Standarte und löst
damit Walter Plöw ab, bis er wiederum am 17.10.1934 von Theodor Wisch
abgelöst wird. Zwischen August und September 1934 soll er u.a. auch die
Führung des Bewachungs-Kommandos auf dem Berghof übernommen haben.
Collani übernimmt am 17.10.1934 wieder den Posten des IIa der Standarte.
Zwischenzeitlich bekleidete Collani gleichzeitig den Posten des
Gasreferenten beim Stab der Standarte und besucht vom 06.12. bis zum
20.12.1934 einen Lehrgang an der Heeres-Gasschutzschule und übernimmt am
18.01.1935 die Führung eines Wachkommandos auf dem Obersalzberg.
Anschließend wird er vom 02.02.1935 bis zum 28.08.1939 als Adjutant der
Leibstandarte genannt und findet dann als IIa der Standarte eine neue
Verwendung. In jener Zeit heiratet er am 30.06.1937 Frau Elisabeth
Schumacher. Aus dieser Ehe ging am 03.12.1939 Tochter Ingeborg hervor. Ein
am Anfang des Jahres geborener Sohn verstarb allerdings noch im 1.
Lebensjahr.
Am 16.11.1939 wird er zunächst in den Stab des Leiters der Ausbildung
der verstärkten SS-Totenkopf-Standarten im SS-Hauptamt SS Brigadeführer
Kummerow kommandiert und dorthin auch am 23.11.1939 versetzt.
Am 05.06.1940 erfolgte seine Versetzung in die SS-Totenkopf-Division unter
Verwendung als Kompanieführer. Mit dem 16.06.1940 kommt er dort als Führer
zbV. und Kompanieführer zum III. Bataillon des
SS-Totenkopf-Infanterie-Regiments 1. Für die weitere Verwendung herrscht
Unklarheit möglich das er als Adjutant zur Aufklärungs-Abteilung der
Division wechselte. Andere Quellen nennen Collani aber auch als Adjutant bei
der Auswärtigen-Abteilung der SS.
Mit dem 11.08.1940 wechselt Collani als Führer zbV. in das
SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 2, erkrankt dort allerdings und wird am
21.10.1940 in das SS-Lazarett nach Hohenlychen verlegt. Wieder genesen wird
er am 08.02.1941 als Führer zbV. in den Stab des II. Bataillons beim
SS-Regiment "Nordland" versetzt und übernimmt schließlich am
15.06.1941 das Kommando über das Finnische Freiwilligen-Bataillon "Nordost",
dem kurze Zeit darauf in Finnisches Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS
umbenannten Bataillon. Dazu wurde Collani bereits am 21.04.1941 in den Stab
der Division versetzt.
Collani gab das Kommando des Bataillons allerdings später wieder ab und
übernahm am 26.10.1942 das Kommando über das I. Bataillon des
SS-Panzergrenadier-Regiments "Westland" und trat damit die Nachfolge
von Dr. Hajo von Hadeln an. Collani selbst wurde am 10.07.1943 durch Günther
Sitter abgelöst.
Collani wird am 26.10.1942 zum Kommandeur des III. (finnischen) Bataillons
beim SS-Regiment "Nordland" ernannt und trat damit die Nachfolge von
Walter Plöw an. In diesem III. Bataillon wurden die Reste des
Finnischen-Freiwilligen-Bataillons aufgenommen.
Am 01.08.1943 übernimmt Collani als erster Offizier das Kommando des
SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiments 2 in der
SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade "Nederland". Aus diesem
entsteht im November 1943 das SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment 49 "De
Ruyter", dessen Kommando Collani behält. Als Regimentskommandeur fällt
Hans Collani am 29.07.1944 zwischen Peipus-See und Ostsee. Unter seinem
Kommando schlug das Regiment schwerste Panzerangriffe zurück und stand dabei
selbst im Zentrum der Abwehrkämpfe. Das Regiment verhinderte durch die
Abwehr dieser Angriffe einen gegnerischen Durchbruch auf Reval. Dabei fand
Collani den Tod. Collani wurde kurz vorher, am 27.07.1944, bei Tannenberg am
Fluss Narwa verwundet. Angeblich solle er sich angesichts seines bedrohten
Kommandopostens selbst erschossen haben. Allerdings verdichten sich die
Hinweise, dass er am 29.07.1944 im Lazarett Peipinsee aufgrund seiner
Verwundungen verstarb. Collani erhielt allerdings für seinen Abwehrerfolg
als SS-Obersturmbannführer und Kommandeur des
SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiments 49 "De Ruyter" am
19.08.1944 post mortem das Ritterkreuz. Weiterhin wird er posthum zum
SS-Standartenführer befördert.
Am 30.01.1945 erhält seine Witwe durch General der Infanterie Wilhelm
Burgdorf eine Zuwendung von 5.000 Reichsmark als Folge der
Ritterkreuzverleihung. Das Geld sollte ausschließlich für Tochter Ingeborg
verwendet werden. Die Nachfolge als Regimentskommandeur trat
Fritz Bunse an.
Collani wurde neben dem am 28.07.1944 gefallenen Kommandeur der 11.
SS-Division "Nordland" Fritz von Scholz im Dom zu Tallin beigesetzt.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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SS-Anwärter |
??? |
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SA-Sportabzeichen in Gold |
??? |
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SS-Mann |
01.06.1931 |
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Reichssportabzeichen in Bronze |
??? |
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SS-Scharführer |
18.01.1932 |
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SS-Dienstauszeichnung 3. und 4. Klasse |
??? |
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SS-Truppführer |
24.11.1932 |
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Ungar. Dienstauszeichnung - Offiziersklasse |
00.08.1938 |
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SS-Sturmführer |
28.06.1933 |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
??? |
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SS-Sturmhauptführer |
01.10.1933 |
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Medaille zur Erinnerung an den 13.03.1938 |
02.03.1939 |
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SS-Sturmbannführer |
21.12.1941 |
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Spange Prager Burg |
22.05.1939 |
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SS-Obersturmbannführer |
20.04.1943 |
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Olympia-Ehrenzeichen 2. Klasse |
??? |
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SS-Standartenführer |
30.01.1945 (/29.07.1944) m. Wirk. v. 01.07.1944 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
25.09.1939 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
10.09.1942 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
18.10.1942 |
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Infanterie-Sturmabzeichen |
00.01.1943 |
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SS-Ehrendegen |
??? |
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SS-Totenkopfring |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
24.04.1944 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
19.08.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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