Leon Degrelle wurde am 15.05.1906 in
Bouillon, Provinz Luxemburg/Belgien geboren und studierte an der Universität
Löwen Jura und Philosophie.
Als junger Student gründete er 1930 die Bewegung der Rexisten, die "natürlich
gewachsene Gemeinschaften" wie Familie, Berufsstand, Volk als Grundlage
eines ständisch gegliederten autoritären Staates forderte.1936 brachten die
Rexisten es auf 21 Parlamentssitze im belgischen Parlament.
Degrelle wurde beim deutschen Angriff auf Frankreich mehrfach verhaftet und
nach Frankreich gebracht, wo er von der Wehrmacht im August 1940 befreit
wurde.
Er meldete sich daraufhin, als einer der ersten wallonischen Freiwilligen, als
Gefreiter, zur Wallonischen Legion. Das nunmehr gebildete Wallonische
Infanterie-Bataillon 373 kam Anfang 1942 an der Südfront Russlands, bei der
100. leichten Jägerdivision und später bei der 97. Jägerdivision, zum Einsatz.
Am 01.Mai 1942 erhält er hier die Beförderung zum Leutnant der Reserve.
Im Juni 1943 erfolgte die Übernahme des Bataillons in die "SS-Sturmbrigade
Wallonien", wo er den Dienstrang eines SS-Obersturmführers der Reserve
erhält.
Am 22.10.1943 erfolgte die Umbenennung in 5. SS-Freiwilligen-Sturmbrigade "Wallonien"
und im November der Abtransport in den Raum nördlich Dnjepropetrowsk im
Verband der 5. SS-Panzerdivision "Wiking".
Nach dem Tode des bisherigen Kommandeurs der Brigade, SS-Standartenführer
Lucien Lippert, am 14.02.1944, wird Degrelle Kommandeur der Brigade.
Bei der Abwehr sowjetischer Angriffe südwestlich Tscherkassy trugen die
Wallonen und die Kameraden des estnischen Freiwilligen Bataillons "Narwa"
die Hauptlast der Kämpfe, wobei Degrelle seinen Soldaten im Kampf stets ein
Vorbild war. Für seine Erfolge im Abwehrkampf erhält Degrelle als
SS-Hauptsturmführer der Reserve und Führer der 5. SS-Freiwilligen Sturmbrigade
"Wallonien", am 20.02.1944 das Ritterkreuz.
Nach den schweren Kämpfen wird die Brigade Ende März 1944 in den Raum Brüssel
verlegt und kommt kurze Zeit später auf den Truppenübungsplatz Wildflecken zur
Neuaufstellung.
Bereits Ende Januar 1944 wird die Brigade, noch nicht vollständig aufgestellt,
in den Raum Narwa zur Heeresgruppe Nord verlegt und nimmt dort an den schweren
Kämpfen teil. Die Reste der Brigade werden im August/September in den Raum
Hannover verlegt und am 19.10.1944 für die Aufstellung der 28.
SS-Freiwilligen-Grenadier-Division "Wallonien" verwendet. Kommandeur
der Division aus wallonischen, französischen und spanischen Freiwilligen wird
Leon Degrelle.
Am 10.07.1944 wurde sein unpolitischer Bruder, Edouard Degrelle, von der
Resistance in Anwesenheit dessen Kinder, ermordet.
Anfang Februar kommt er mit seinen Soldaten in den Raum Stargard und nehmen
hier an den Kämpfen teil. Im März wird die Truppe westlich der Oder
aufgefrischt und nimmt an den Rückzugskämpfen über Prenzlau nach
Schwerin-Lübeck teil, wo die Masse der Division in Gefangenschaft gerät.
Degrelle gelingt es in der Nacht zum 08.05.1945 mit der He 111 des
Reichsministers Speer von Oslo aus, über Westeuropa nach Spanien zu gelangen.
Kurz vor Erreichen der spanischen Nordküste stürzt die Maschine wegen
Treibstoffmangels ab und Degrelle wird schwer verletzt geborgen.
Am 14. Dezember 1945 wurde er in Belgien in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
Auslieferungsversuche
Belgiens wurden von Spanien nie beantwortet.
Nach 1945 erschien Degrelle regelmäßig auf Treffen von
SS-Veteranen, aber auch bei sonstigen Veranstaltungen wie der Sonnenwendfeier in
Frankreich Er betrieb u.a. enge Kontakte zu Otto Skorzeny. 1992 erscheinen
seine Memoiren "Denn der Hass stirbt ...".
Als Geschäftsmann führte er, als spanischer Bürger, den Namen Leon Jose de
Ramirez Reina und betreibt an der Costa del Sol Immobiliengeschäfte, eine
Wäschereikette und einen Import-Export-Handel. Er gilt als ein Befürworter der
Holocaustlüge.
Am 31.3.1994 verstarb Leon Degrelle in Madrid/Spanien.
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