Ritterkreuzträger Fritz Eckstein
SS-Unterscharführer, Panzerjäger

08.08.194401.11.1941

Fritz Eckstein wurde am 27.01.1923, als Sohn des Kaufmanns Adolf Eckstein, in Schwaikheim geboren.
Nach der Absolvierung der Volksschule arbeitete er zusammen mit seinem Vater für ein Jahr in Stuttgart und begann dann eine Kaufmanns-Ausbildung.
Im Mai 1933 trat er in die Hitlerjugend ein und meldete sich im Frühling 1940 freiwillig zur Waffen-SS, wo er ab dem 06.06.1940 eine Ausbildung in der 2. Kompanie des SS-Regiments "Der Führer" erhielt. Von dort erfolgte die Versetzung zur Leibstandarte, mit der er am Balkan-Feldzug teilnahm, sowie ab dem 17.11.1941 bis 1943 den Russlandfeldzug bis Charkov. In dieser Zeit wurde er am 01.08.1940 zum SS-Sturmmann und am 01.06.1942 zum SS-Rottenführer befördert.
Nach einer Verwundung an die Ostfront zurückgekehrt wird er als Rottenführer in der 1. "Prinz Kompanie" der SS-Panzerjäger-Abteilung 1 LAH eingesetzt.
Im April wird er zur 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" versetzt, wo er als Richtschütze in der 1. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung verwendet wurde. Obwohl nicht voll ausgebildet bewährte sich die Abteilung in den ersten Kämpfen der Division an der Invasionsfront. So schlug man zwischen dem 08. und 10.08.1944 das Unternehmen "Totalize" zurück. In dieser Zeit war er Richtschütze im Panzerjäger IV unter SS-Oberscharführer Rudolf Roy. Nachdem Eckstein am 08.08.1944 8 Panzer abschoss erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse. Am nächsten Tag fielen ihm 13 weitere Panzer zum Opfer. Innerhalb von 5 Tagen schoss er so 26 gegnerische Panzerwagen ab.
Nach der Beförderung zum SS-Unterscharführer am 01.11.1944 reichte ihn sein Kommandeur SS-Hauptsturmführer Günter Wöst zum Ritterkreuz ein. Als Begründung schrieb er folgendes:

"SS-Rottenführer Fritz Eckstein erhielt am 08.08.1944 das EK I für seine außergewöhnliche Tapferkeit während eines Angriffs feindlicher Panzer in der Nähe von St. Aigan, wo Eckstein 8 Panzer abschießen konnte.
Am Morgen des 09.08.1944 waren feindliche Panzereinheiten durch die stützpunktartige HKL bei Soignolles in den Rücken der Kampfgruppe Waldmüller eingedrungen und beherrschten von der Höhe 111 alle Nachschubwege.
Ein Panzerjäger 39, mit Eckstein als Richtschütze, griff die feindliche Übermacht an. In schwierigsten Umständen schoss Eckstein in kürzester Zeit 9 Gegner ab. Dadurch war es möglich, dass der Nachschubverkehr für die Kampfgruppe wieder durchgeführt werden konnte.
Als in der Abenddämmerung ein feindlicher Panzerverband überraschend in die sich absetzende Kampfgruppe stieß, vernichtete Eckstein vier von den angreifenden Panzern. Die Kampfgruppe konnte ohne Ausfälle die Absetzbewegungen durchführen.
Der SS-Rottenführer Eckstein schoss somit an diesem Tage allein 13 feindliche Kampfwagen ab, innerhalb von 5 Tagen erhöhte er die Abschusszahl auf 26 englische Panzerkampfwagen."

Befürwortet durch Hubert Meyer und Sepp Dietrich erhielt Eckstein als einer von nur zwei Panzerrichtschützen der Waffen-SS, am 18.11.1944 das Ritterkreuz. Einen Monat nach seinem Kommandanten Rudolf Roy. Die Auszeichnung wurde Eckstein etwas später im November durch Sepp Dietrich überreicht, als auch der Kommandeur des SS-Panzergrenadier-Regiments 26, SS-Obersturmbannführer Bernhard Krause, das Ritterkreuz erhielt.
Eckstein blieb bis Kriegsende in seiner Panzerjäger-Abteilung  und überlebte den Krieg.
Fritz Eckstein starb am 04.04.1979 im Alter von nur 56 Jahren.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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