Ritterkreuzträger Paul Egger
SS-Obersturmführer, Panzertruppe

30.12.1944 als SS-Oberscharführer und Zugführer in der 1./schw. SS-PzAbt. 50201.08.1941193903.07.194216.10.1944

Paul Egger wurde am 26.11.1916 in Mautern/Steiermark geboren und besuchte die Volks- und Hauptschule sowie das Gymnasium. mit Ende der schulischen Ausbildung beginnt Egger am 30.06.1935 eine Ausbildung zum Kaufmann und arbeitet dann bis 1938 als Angestellter.
Als begeisterter Segelflieger trat Egger am 01.06.1938 als Freiwilliger der Luftwaffe bei, wo er in Fürstenfeldbruck zum Flugzeugführer ausgebildet wurde. Zum Kampfgeschwader 51 versetzt, nimmt er als Bomberpilot am Polenfeldzug teil und wird im selben Jahr zum Jagdgeschwader 27 versetzt mit dem er am Frankreichfeldzug sowie an der Luftschlacht um England teilnimmt. Nach seinem 112. Feindflug wurde er zum 3. mal abgeschossen und dabei so schwer verwundet das seine Fliegerkarriere beendet war und er zunächst zum Bodenpersonal versetzt wurde.
Daraufhin meldet er sich am 01.05.1941 freiwillig zur Waffen-SS, wo er zunächst als Pak-Geschützführer bei den Kradschützen der Division "Das Reich" eingesetzt wurde. Später kam er dann zur 8. Kompanie des SS-Panzer-Regiments 2. In der Schlacht um Kiew eingesetzt schoss er 28 Panzer, 14 Pak, 40 weitere Fahrzeuge ab und zerstörte 8 Batteriestellungen. Mit seiner Kompanie nimmt er im Februar 1943 an der Schlacht um Charkow teil, wo er bspw. den Panzer seines Kameraden Karl Kloskowski sicherte, als dieser über die Woltschja-Brücke in die vom Gegner besetzte Stadt Pawlograd eindrang. In diesen Tagen schoss Egger seinen 65. Panzer ab. Aufgrund der hohen Verluste seiner Kompanie wurden die beiden letzten Panzer abgegeben und die Soldaten zur Ersatz-Einheit nach Holland verlegt.
Am 22.10.1943 wird Egger Zugführer in der Schweren SS-Panzer-Abteilung 102. Im Zuge der Invasion in der Normandie wurde die Abteilung dorthin verlegt, wobei Egger auf der Höhe 112 14 Panzer und 4 Pak vernichtete. Dafür wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Nachdem die Abteilung fast völlig aufgerieben wurde, kamen die Reste zurück in die Heimat, wurden im September 1944 den Sondertruppen des Reichsführers SS unterstellt und auf dem Truppenübungsplatz Sennelager in Schwere SS-Panzer-Abteilung 502 umbenannt. Dort verblieb er als Zugführer in der 1. Kompanie.
Anfang 1945 nimmt Egger als SS-Oberscharführer an einem Reserveoffizier-Lehrgang der Panzertruppe teil und wird zum SS-Untersturmführer befördert. Kurz nach seiner Rückkehr zu seiner Einheit erfolgte die Verladung in Richtung Stettin, wo er im Kampf weitere 19 Panzer abschießen konnte.
Im Kessel von Halbe eingeschlossen stiess er im April 1945 aus eigenem Entschluss durch die Einschließungsfront und rette so zahlreiche Zivilisten und Soldaten, die so bis an die Elbe kamen. Am 28.04.1945 zum SS-Obersturmführer befördert, übernahm er zeitweise die Führung der 1. Kompanie. Egger selbst kehrte in den Kessel zurück und schoss dort am 03.05.1945 seinen 113. Gegner ab. Zusammen mit seiner Besatzung gab er den eigenen Panzer auf und schlug sich bis zur Elbe durch, wo er in US-Gefangenschaft geriet aus der er im November 1947 entlassen wurde. Für seine im Krieg errungenen Erfolge wurde er am 28.04.1945 durch den Kommandierenden General des XI. SS-Panzerkorps, Kleinheisterkamp, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Für die Verleíhung fehlen allerdings die Nachweise, so daß die Ritterkreuzverleihung an Paul Egger zumindest bisher noch fraglich ist. Das vorläufige Besitzzeugnis vom 25.04.1945 trägt die Unterschrift von Keitel und Himmler.

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