Ritterkreuzträger Henri Joseph Fenet
Waffen-Hauptsturmführer, Grenadiere

Henri Fenet wurde am 11.06.1919 in Ceyzeriat im Arrondissement Bourg des Departement Ain in Frankreich.
Nachdem er sich für das Fach Literatur an der Pariser Universität einschrieb, meldete er sich am 01.09.1939 freiwillig zur französischen Kolonialarmee, wo er bei den folgenden Einsätzen zweimal verwundet wurde.
In den Jahren 1941/42 versah er seinen Dienst bei der Kolonialinfanterie in Mauretanien (Nordafrika) und kommt dann an die Kriegsschule nach St. Haixent.
Am 29.11.1942 wird er als Leutnant aus der französischen Armee entlassen und meldet sich daraufhin zur "Französischen Miliz" unter Joseph Darnand.
Am 18.10.1943 erfolgte seine freiwillige Meldung zur Waffen-SS, wo er zunächst einen Vorbereitungs-Lehrgang im SS-Ausbildungslager Sennheim im Elsass absolviert.
Er nimmt dann vom 10.01.1944 bis zum 04.03.1944 am 1. Sonder-Lehrgang für ehemalige frz. Offiziere an der SS-Junkerschule Bad Tölz teil.
Im März 1944 wird er Führer der 3. Kompanie der Französischen SS-Freiwilligen-Sturmbrigade und hier während der Kämpfe in den Karpaten verwundet.
Im Februar 1945 wird er Führer des I. Bataillons der Waffen-Grenadier-Regiments 57 (französisches Nr. 1) und am 24.04.1945 Kommandeur des Sturm-Bataillons der 33. Waffen-Grenadier-Division "Charlemagne". Mit diesem kämpft er in der Schlacht um Berlin.
Am 25.04. gelang es ihm den Einsatzraum zwischen dem Neuköllner Hermanplatz und der Kirche am Gardepionierplatz zu erreichen. In den folgenden Tagen wurden durch das Bataillon 62 Feindpanzer vernichtet, wobei Fenet immer ein Vorbild für seine Soldaten war. Nach einer schweren Fußverwundung, verblieb er dennoch bei seiner Truppe und zog sich mit dieser vom Hermanplatz über den Belle-Alliance-Platz im Bezirk Kreuzberg bis in die Wilhelm- und Friedrichstrasse zurück. Mit Ende der Kämpfe stehen die Reste des Bataillons im Reichsluftfahrtministerium.
Für die Erfolge des Bataillons erhielt Fenet am 29.04.1945 das Ritterkreuz. Die Verleihung erfolgte durch den SS-Brigade-Führer Mohnke im Bunker der Reichskanzlei.
Fenet selbst schlug sich von Berlin aus in den Westen zur französischen Grenze durch und geriet dort im Mai 1945 in französische Gefangenschaft. Dort wurde er am 10.12.1949 als Kollaborateur zu 20 Jahren  Zwangsarbeit verurteilt und wurde Ende 1959 aus dem Zuchthaus entlassen.
Henri Joseph Fenet starb am 14.09.2002.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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