Ritterkreuzträger Heinrich Gottke
SS-Oberscharführer, Flak-Artillerie

Heinrich Gottke wurde am 07.07.1921 in Flensburg, als Sohn eines Stellmachers,  geboren und wurde am 28.02.1940 zum SS-Pionier-Bataillon einberufen und kam am 09.04.1940 in die 3. Kompanie des Ersatz-Bataillons der "Leibstandarte SS Adolf Hitler".
Vom 30.08.1940 bis zum 10.04.1942 gehörte er der 6. Batterie (Flak) der II. Abteilung des Artillerie-Regiments "Leibstandarte Adolf Hitler".
Vom 30.03.1942 bis zum 31.08.1942 gehörte er der SS-Flak-Ersatz-Abteilung in Arolsen an und kommt am 01.09.1942 in die Stabs-Batterie der SS-Flak-Abteilung 3 "Totenkopf" unter dem Abteilungskommandeur SS-Sturmbannführer Otto Kron.
Vom 11.06.1943 bis zum 19.12.1943 dient er im SS-Flak-Ausbildungs- und Ersatz-Regiment in München und wird dann am 20.12.1943 in die 3. Batterie der SS-Flak-Abteilung 17 "Götz von Berlichingen", wo er ab dem 01.07.1944 Richtkreisunteroffizier und Vorgeschobener Beobachter wurde.
Am 18.09.1944 wurde er verwundet. Zuletzt war er in dieser Batterie Zugführer.
Am 27.12.1944 erhielt er als SS-Unterscharführer, Richtkreisunteroffizier und Vorgeschobener Beobachter in seiner Einheit, welche zum verband des XIII. SS-Armeekorps gehörte, das Ritterkreuz verliehen, aufgrund seines Einsatzes, mit der folgenden Begründung.
Nachdem der Gegner am 13. und 14.12.1944 die Blies nordwestlich und südostwärts Habkirchen überschritten hatte, versuchte er die wichtige Höhe 335 einzunehmen. So griff er vormittags am 15.12.1944 die Höhe in Bataillonsstärke, unterstützt durch 8 Panzer, an. Gottke, eingesetzt als VB, war sich der Bedeutung der Höhe im Klaren und leitete das Feuer seiner Abteilung entsprechend, das der Gegner verlustreich zurückgehen musste. Auch einen zweiten Angriff konnte er so begegnen. Ein bevorstehender dritter Angriff veranlasste Gottke, seine B-Stellung zu verlassen und im Rücken des Feindes das eigene Feuer zu leiten. Er leitete das eigene Feuer in seinen eigenen Raum und wich selbst nach der Erkennung durch den feind nicht von seinem Platz. So konnte auch der 3. Angriff erstickt werden.
Nach dem Krieg trat er der neuen Bundeswehr, am 01.07.1958 bei und gehörte zunächst zum Kommando für Territorialen Verteidigung bis 1959 an und wechselte dann zum Wehrbereichs-Kommando II. Danach folgte die Tätigkeit im Sanitäts-Bataillon 11. Dem folgte eine Tätigkeit im Wach-Bataillon beim Bundesministerium der Verteidigung, wo er ab 1964 beim Selbstschutzbeauftragten des Bundesministeriums der Verteidigung als Lehr-Offizier (San) im Bundeswehr-Sanitätszentrum in Bonn 254 Lehrgänge mit 6398 Teilnehmern aus dem Dienstbereich aller militärischen Dienststellen im Standort Bonn, sowie der anderen Bundesministerien, durchführte.
Am 25.12.1969 wurde er nach der 25 jährigen Dienstzeit pensioniert.
Heinrich Gottke starb am 12.08.1998 in Wolfsburg.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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