Ritterkreuzträger Heinz Hämel
SS-Sturmbannführer, Panzergrenadiere

13.06.194220.08.194030.05.1940

Heinz Hämel wurde am 25.10.1914 in Obervellmar, als Sohn eines Schuhmachermeisters, geboren und besuchte vom April 1921 bis April 1925 die Volksschule in Obervellmar  und ab April 1925 die Oberrealschule bis April 1931 in Kassel, die er mit der Obersekundareife abschloss. Anschließend begann er seine Lehrzeit als Schaufenstergestalter, absolvierte im Herbst 1933 einen Lehrgang an einer Geländesportschule auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf und nahm ab Dezember 1933 an einem vierjährigen Lehrgang beim Infanterieregiment 13 in Ulm a.d. Donau teil. Danach wird er als Ausbilder und Gruppenführer an der SA-Sportschule in Friedberg/Hessen eingesetzt.
Nach Auflösung der Sportschule im Frühjahr 1935, trat Hämel am 15.03.1935 als SS-Scharführer der SS-Verfügungstruppe bei und kam zur 5. Kompanie des SS-Regiments "Germania" nach Arolsen. Mit dieser Kompanie nahm er am Einmarsch in Österreich und ins Sudetenland teil, sowie im März 1939 an der Besetzung Böhmen und Mährens.
Bei Beginn des Feldzuges gegen Polen und Frankreich nahm Hämel als SS-Oberscharführer und Zugführer an den Kämpfen seines Regiments teil. Mit Abschluss der Kämpfe in Frankreich verbleib Hämel mit seinem Regiment (mot.) zunächst als Besatzungstruppe in Frankreich und später in den Niederlanden. Im Spätsommer 1940 wird das Regiment nach München verlegt und diente als Stamm der aufzustellenden SS-Division "Wiking". Danach verlegten die Einheiten auf den Truppenübungsplatz Heuberg.
Mit Beginn des Russlandfeldzuges kommt Hämel als SS-Hauptscharführer und Zugführer im Rahmen der 5. Kompanie im Südabschnitt der Ostfront zum Einsatz. Für seine persönliche Tapferkeit und Frontbewährung erhielt er als erster Unterführer der Division "Wiking" das Deutsche Kreuz in Gold und wurde kurze Zeit vorher am 20.04.1942 zum SS-Untersturmführer befördert.
Am 05.10.1942 während der schweren Kämpfe im Terekabschnitt am Oberarm schwer verwundet, kommt er von Oktober 1942 bis April 1943 ins Lazarett nach Arolsen, wo er am 09.11.1942 zum SS-Obersturmführer befördert wurde. Anfang April kommt Hämel für 14 Tage zum Ersatz-Bataillon nach Arnheim und erhält dann die Versetzung zum SS-Panzergrenadier-Regiment 24 "Danmark", wo er das Kommando über die 5. Kompanie übernahm. Nach der Aufstellung der Division "Nordland" und der Verlegung nach Kroatien in den Raum Agram, wird Hämel am 09.11.1943 zum SS-Hauptsturmführer befördert und wird zusammen mit der Division im Dezember 1943 in den Raum Leningrad verlegt.
Nachdem gegen Ende April 1944 der bisherige Kommandeur des II. Bataillons, SS-Sturmbannführer Walther, schwer erkrankte, übernahm Hämel die Führung des Bataillons. Für die Kämpfe des Bataillons und der persönlichen Tapferkeit des Bataillonsführers, erhielt Hämel am 16.06.1944 das Ritterkreuz. Ende Juni 1944 erhielt Hämel das Ritterkreuz aus den Händen des Divisionskommandeurs Fritz von Scholz, auf dem Bataillonsgefechtsstand im Brückenkopf Narwa.
Während der Schlacht an der Narwa-Landenge im Oktober 1944, wurde Hämel durch Unterarmschussbruch erneut schwer verwundet und lag zunächst bis Januar 1945 im Lazarett in Attendorn, wo er am 09.11.1944 zum SS-Sturmbannführer befördert wurde.
Nach seiner Genesung wird er am 05.01.945 Kommandeur eines Unterführer-Lehrbataillons für das III. (germ.) SS-Panzerkorps an der Front in Pommern. Nach Zusammenbruch der Front in Pommern, bildete Hämel sein Bataillon in eine Kampfgruppe um und wurde bei den folgenden Kämpfen in Pommern eingesetzt, bis die Kampfgruppe aus dem Kessel Dievenow/Ostsee ausbrach. Danach erheilt er durch SS-Obergruppenführer Felix Steiner die Abkommandierung als Chef des Stabes zum General der Ordnungstruppen bei der Heeresgruppe Süd und SS-Obergruppenführer Wilhelm Krüger in den österreichischen Raum.
Heinz Hämel verstarb am 04.12.1977.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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