Ritterkreuzträger Hans Hauser
SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei, Panzergrenadiere

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Hans Hauser wurde am 31. Januar 1916 in Innsbruck in Tirol geboren. Dort besuchte er von 1922 bis 1935 die Volksschule und die Bundesrealschule.
Am 01. April 1934 trat er als 18 Jähriger in die 8. Kompanie der SS-Standarte "Deutschland" in München ein.
Vom 01. April 1937 bis März 1938 nahm er am Führerlehrgang an der Junkerschule in Braunschweig teil, wurde in Wien zum Untersturmführer befördert und als Leutnant zur Schutzpolizei nach Mannheim versetzt.
Anschließend nahm er von Anfang Mai 1938 bis Ende August 1939 am 2. und 3. Lehrgang für Polizei-Offiziere an der Polizeischule Fürstenfeldbruck teil. Wonach er einen Zug im Polizei-Bataillon Heidenheim führte.
Am 30. Januar 1940 wurde Hauser zum Oberleutnant der Schutzpolizei befördert und übernahm bis zum 30. September 1940 die Einsatzkompanie des Kommandos der Schutzpolizei Mannheim.
Ab dem 01. Oktober 1940 absolvierte Hauser für jeweils 3 Monate zuerst den 1. Kolonial-Lehrgang für Polizei-Offiziere am Orientalischen Institut der Universität Frankfurt am Main und dann den 2. Kolonial-Lehrgang an der Polizei-Kolonialschule in Berlin-Oranienburg. Zwischen beiden Lehrgängen war er acht Monate lang Chef der Einsatzkompanie, sowie Adjutant des Abschnittskommandeurs Nord (Standort Mannheim).
Am 01. März 1942 erfolgte seine Übernahme ins Heer als Oberleutnant, so wurde er zunächst Stellvertreter und ab April 1942 Chef des Feldgendarmerie Trupps 498 b (mot.) in Catania auf Sizilien, dann in Tripolis und Bengasi in Libyen beim Deutschen Afrika-Korps. Am 20. April 1943 erfolgte die Beförderung zum Hauptmann.
Am 01. Oktober 1942 wird Hauser in die Heimat zurückgerufen, da Hauser von General Wünnenberg für die SS-Polizeidivision angefordert wurde. Er erhielt den Dienstgrad eines SS-Hauptsturmführers. Innerhalb der Division übernahm er die 2. Kompanie des I. Bataillons (mot.) des SS-Polizei-Schützenregiments 3, das in Debica/Polen neu aufgestellt wurde.
Ab 08. Februar 1943 stand die Einheit im Nordabschnitt der Ostfront vor Leningrad in schweren Abwehrkämpfen und bereinigte bei Szablino Einbrüche des Gegners. Dort erhält er am 17.02.1943 das Eiserne kreuz II. Klasse.
Im Sommer erfolgte Hausers Ernennung zum Kommandeur des II. Bataillons der Kampfgruppe SS-Polizeidivision, die im November zur Unterstützung der Luftwaffen-Felddivisionen in den Oranienbaumer Kessel verlegt wurde. Ab Januar 1944 kämpfte das Bataillon Hauser innerhalb einer Heereseinheit als Feuerwehr bei Babino um das Herauslösen aus dem Wolchow-Abschnitt zu erleichtern. Weiterhin war Hauser an den Abwehrkämpfen vom Wolchow über die Luga, bei Oredesh und Pleskau, weiterhin in der Panther-Stellung beteiligt. Dabei fungierte das Bataillon Hauser meistens als Nachhut.
Am 10. März 1944 wurde Hauser schwer verwundet und fiel so bis zur Auflösung der Restkampfgruppe der SS-Polizeidivision im Juni 1944 aus.
Es folgte die Ernennung zum Kommandeur des Rekrutendepots "Kurland" und am 09. November 1944 die Beförderung zum Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei. Hier erhält er am 02.10.1944 das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Ab dem 21. Januar 1945 führte Hauser eine auf dem Truppenübungsplatz Wandern aufgestellte Brigade aus SS-Ausbildungseinheiten bei Meseritz/Posen in schweren Abwehrkämpfen, wo sich SS-Brigadeführer Ballauf die Kampfgruppe in seine eigene einverleibte und dann im Zentrum der Festungsfront "Oder-Warthe-Bogen" bei Hochwalde im Kampf einsetzte.
Am 10. März sollte er als Regimentskommandeur zur 13. SS-Division "Handschar" versetzt werden, was jedoch eine Intervention des Obergruppenführers Steiner, verhinderte. So übernahm Hauser bis zum 02. April eine Kampfgruppe aus Genesenden und Urlaubern. Diese Kampfgruppe wurde bei Münchedorf südlich von Wien eingesetzt und hielt die Stadt so lange, bis eine zusammenhängende Front mit der 2. SS-Division "Das Reich" hergestellt war. Die Reste der Kampfgruppe wurden in das Regiment "Der Führer" integriert und Hauser übernahm das Kommando über das I. Bataillons dieses Regiments. Es folgten Rückzugskämpfe bis zur Florisdorfer Brücke und am 29. April der Eiltransport des Regiments in den Raum südlich Dresdens. Dort wehrte man die Angriffe der 4. polnischen Panzerarmee ab. Am 05. Mai wird das Regiment zur Niederschlagung des Prager Aufstandes verwendet und Hauser erhält noch am 06. mai 1945 das Ritterkreuz verliehen.
Als letzte Aktion unternahm das Regiment den Ausbruch aus Prag zu den amerikanischen Linien bei Rockizcan.
Hans Hauser starb am 21.11.2001 in Gaggenau.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE