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Ritterkreuzträger Heinz Jürgens
SS-Hauptsturmführer, Aufklärungstruppe

25.10.194127.07.1941

Geboren am 21. März 1917 in Miltzow, Kreis Grimmen in Pommern, trat Jürgens nach der Ableistung des einjährigen RAD-Dienstes am 1. April 1937 in das I. Bataillon der SS-Standarte "Germania", in Hamburg-Veddel,  ein. Weiterhin trat er am 01.05.1937 mit der Nummer 5.180.069 der NSDAP und mit der Nummer 272.502 der SS bei.
Nach der Absolvierung der Junkerschule in Braunschweig wurde er am 20. April 1939 zum SS-Untersturmführer befördert und zur Schutzpolizei Berlin versetzt, wo er als Zugführer der Hundertschaft West zugeteilt wurde.
Nach Kriegsausbruch wurde die Polizei-Division aufgestellt und Jürgens kam dort zur Polizei-Aufklärungsabteilung.
Im Westfeldzug erlitt er bei Les Iselettes eine schwere Verwundung.
Am 20. Juni 1940 zum SS-Obersturmführer und Oberleutnant der Schutzpolizei befördert, sowie zum Schwadronenchef ernannt, marschierte Jürgens nach Russland und kämpfte im Rahmen der Heeresgruppe Nord bei Leningrad und am Wolchow. Dort erhielt er im Januar 1942 das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde am 9. November 1942 zum Hauptsturmführer und Hauptmann der Schutzpolizei befördert.
Aus den Resten dieser Division und Ersatz aus der Heimat entstand in Griechenland die 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division, in der Heinz Jürgens den Befehl über die SS-Polizei-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4 übernahm. So nahm er von Mitte September 1944 bis zum 21. Januar 1945 an den Kämpfen in Ungarn und in der Slowakei teil . Am 06. Januar 1945 erwarb Jürgens das Deutsche Kreuz in Gold.
Nachdem die Division dann im Februar 1945 im Raum Hinterpommern eingesetzt wurde, kam es zur Absplitterung der Aufklärungstruppe auf dem Weg zur Verlegung der Division nach Dirschau im Danziger Raum von der Division. Auf sich allein gestellt kämpfte die Abteilung unter Jürgens als Feuerwehr bei der 3. Panzer-Armee unter General von Manteuffel. Man verteidigte den Brückenkopf Langenberg an der Oder mit 2.000 Mann (bis zur Räumung des Brückenkopfes am 29. März 1945) und stand westlich der Oder und in Mecklenburg in schweren Kämpfen. Für diese Abwehrkämpfe sprach der Kommandierende General des XXXII. Armeekorps General der Infanterie Friedrich-August Schack sprach Jürgens in einem Tagesbefehl seine Anerkennung aus.
Am 20. April 1945 wurde er zum Major der Schutzpolizei befördert
Für seine in 6 Kriegsjahren bewiesene Tatkraft und Entschlossenheit wurde ihm noch am 09.05.1945 das Ritterkreuz verliehen. Allerdings ist diese Verleihung nicht eindeutig nachweisbar. Der Vorschlag zum Ritterkreuz ging zwischen dem 23. und 27.04.1945 beim Heerespersonalamt ein und wurde am 27.04.1945 vom Chef des Heerespersonalamtes befürwortet und zur Verleihung mit dem Datum 28.04.1945 zur Unterschrift vorbereitet. Jedoch wurde die Verleihung nicht mehr unterschrieben, womit die Verleihung nicht als rechtskräftig angesehen werden kann.
Nach dem Krieg verweilte Jürgens bis August 1946 in Internierungshaft aus der dann entlassen wurde.
Seit 1951 war er in einem angesehen Grossunternehmen tätig, dem er 30 Jahre zur Seite stand.

 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

SS-Untersturmführer 20.04.1939 Ehrendegen des Reichsführers-SS ???
Leutnant der Schutzpolizei ??? Ehrenwinkel für alte Kämpfer ???
Oberleutnant der Schutzpolizei 01.07.1940 Julleuchter der SS ???
SS-Obersturmführer 01.10.1940 SA-Sportabzeichen in Bronze ???
SS-Hauptsturmführer 20.04.1943 Reichssportabzeichen in Bronze ???
Hauptmann der Schutzpolizei 10.09.1943 Verwundetenabzeichen in Schwarz 20.06.1940
Eisernes Kreuz II. Klasse

24.06.1940

Eisernes Kreuz I. Klasse 18.11.1941
Allgemeines-Sturmabzeichen 15.02.1942
Nahkampfspange I. Stufe in Bronze 02.11.1943
Goldenes Hitler-Jugend Ehrenzeichen ???
Deutsches Kreuz in Gold 06.01.1945
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 08.05.1945

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