Geboren am 21. März 1917 in Miltzow, Kreis Grimmen in Pommern,
trat Jürgens nach der Ableistung des einjährigen RAD-Dienstes am 1. April 1937
in das I. Bataillon der SS-Standarte "Germania", in Hamburg-Veddel, ein.
Weiterhin trat er am 01.05.1937 mit der Nummer 5.180.069 der NSDAP und mit der
Nummer 272.502 der SS bei.
Nach der Absolvierung der Junkerschule in Braunschweig wurde er am 20. April
1939 zum SS-Untersturmführer befördert und zur Schutzpolizei Berlin versetzt, wo
er als Zugführer der Hundertschaft West zugeteilt wurde.
Nach Kriegsausbruch wurde die Polizei-Division aufgestellt und Jürgens kam dort
zur Polizei-Aufklärungsabteilung.
Im Westfeldzug erlitt er bei Les Iselettes eine schwere Verwundung.
Am 20. Juni 1940 zum SS-Obersturmführer und Oberleutnant der Schutzpolizei
befördert, sowie zum Schwadronenchef ernannt, marschierte Jürgens nach Russland und kämpfte im
Rahmen
der Heeresgruppe Nord bei Leningrad und am Wolchow. Dort erhielt er im Januar
1942 das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde am 9. November 1942 zum
Hauptsturmführer und Hauptmann der Schutzpolizei befördert.
Aus den Resten dieser Division und Ersatz aus der Heimat entstand in
Griechenland die 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division, in der Heinz Jürgens den
Befehl über die SS-Polizei-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4 übernahm. So nahm er
von Mitte September 1944 bis zum 21. Januar 1945 an
den Kämpfen in Ungarn und in der Slowakei teil . Am 06. Januar 1945 erwarb Jürgens das Deutsche Kreuz in Gold.
Nachdem die Division dann im Februar 1945 im Raum Hinterpommern eingesetzt
wurde, kam es zur Absplitterung der Aufklärungstruppe auf dem Weg zur Verlegung
der Division nach Dirschau im Danziger Raum von der Division. Auf sich allein
gestellt kämpfte die Abteilung unter Jürgens als Feuerwehr bei der 3. Panzer-Armee
unter General von Manteuffel. Man verteidigte den Brückenkopf Langenberg an der
Oder mit 2.000 Mann (bis zur Räumung des Brückenkopfes am 29. März 1945) und
stand westlich der Oder und in Mecklenburg in schweren Kämpfen. Für diese
Abwehrkämpfe sprach der Kommandierende General des XXXII. Armeekorps General der
Infanterie Friedrich-August Schack sprach Jürgens in einem Tagesbefehl seine
Anerkennung aus.
Am 20. April 1945 wurde er zum Major der Schutzpolizei befördert
Für seine in 6 Kriegsjahren bewiesene Tatkraft und Entschlossenheit wurde ihm
noch am 09.05.1945 das Ritterkreuz verliehen. Allerdings ist diese Verleihung
nicht eindeutig nachweisbar. Der Vorschlag zum Ritterkreuz ging zwischen dem 23.
und 27.04.1945 beim Heerespersonalamt ein und wurde am 27.04.1945 vom Chef des
Heerespersonalamtes befürwortet und zur Verleihung mit dem Datum 28.04.1945 zur
Unterschrift vorbereitet. Jedoch wurde die Verleihung nicht mehr unterschrieben,
womit die Verleihung nicht als rechtskräftig angesehen werden kann.
Nach dem Krieg verweilte Jürgens bis August 1946 in Internierungshaft aus der
dann entlassen wurde.
Seit 1951 war er in einem angesehen Grossunternehmen tätig, dem er 30 Jahre zur
Seite stand.