Ritterkreuzträger Ludwig Kepplinger
SS-Sturmbannführer, Panzertruppe


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Ludwig Kepplinger wurde am 31.12.1911 in Linz an der Donau geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung erhielt er die militärische beim Alpenjägerregiment 7 des österreichischen Bundesheeres, aus dem er wegen politischer Unzuverlässigkeit entlassen wurde. So ging er nach Bayern trat dort in die Österreichische Legion ein und wurde 1935 in die SS-Verfügungstruppe übernommen.
Im Jahre 1938 übernahm er als Oberscharführer einen Zug der 6. Kompanie der SS-Standarte "Deutschland" in München.
Nach der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich ging er mit dem II. Bataillon der Standarte nach Wien und baute dort die neue SS-Standarte "Der Führer" auf.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde Kepplinger als Hauptscharführer an der Westfront eingesetzt, wo er am 10.05.1940 den Auftrag erhielt das niederländische Fort Westervoort zu besetzen und eine wichtige Eisenbahn- und Straßenbrücke in deutsche Hand zu bekommen. Der dafür gebildete Stosstrupp von 18 Mann musste dazu eine Strecke von 18 km zurücklegen. Mit Beginn des Unternehmens wurde der Trupp in Kämpfe verwickelt, wobei man Gefangene machte bei keinen eigenen Verlusten. Beim Eintreffen an der 300m langen Brücke musste man feststellen das diese gesprengt war. Trotz Beschusses durch das gegenüberliegende Fort gelang es Kepplinger mit 2 weiteren Kameraden die Ijssel zu überqueren. Nach mehreren Handgranatenwürfen ergab sich die Besatzung des Fort, wodurch der Durchbruch des Regiments "Der Führer" durch die Ijssel-Stellung wesentlich beschleunigt werden konnte.
Weitere Kampfaufträge bei Arnheim und an der Grebbe-Linie erfüllte er ebenso erfolgreich, wurde jedoch durch 2 Schüsse in den Unterleib und Oberschenkel schwer verwundet. Im Lazarett erhielt er beide Eisernen Kreuze und für den Sturm auf Westervoort erhielt er als erster Unterführer der Waffen-SS am 04.09.1940 das Ritterkreuz. Er wurde weiterhin zum Tapferkeitsoffizier befördert und erhielt nach seiner Genesung das Kommando über die 10. Kompanie des Regiments "Westland" der 5. SS-Division "Wiking".
Nach einer erneuten Verwundung als Obersturmführer im Kaukasus kam er zurück in die Heimat und übernahm dann das Kommando über die II. Abteilung des SS-Panzerregiments in Riga-Strand.
Als im April 1944 der Kommandeur der Panzerabteilung 17 der SS-Division "Götz von Berlichingen", SS-Sturmbannführer Kneip, aufgrund eines Schiessunfalls tragisch ums Leben kam, wurde Kepplinger dessen Nachfolger. Die Panzerabteilung waren mit Sturmgeschützen auf Panzer IV-Chassis ausgerüstet.
Nachdem die Abteilung am 07.06.1944 an die Invasionsfront verlegt wurde, schoss sie trotz ständiger Luftangriffe, 40 Panzer und Spähwagen ab, bei 23 eigenen Verlusten.
Am 01.08.1944 begab sich Kepplinger nebst den panzerlosen Besatzungen nach Châtelleraut im Perigord und trat am 06.08.1944 den Rückmarsch über Loudon - Saumur - La Fleche zur Invasionsfront an. Beim durchqueren der Kleinstadt Saple hatten die dortigen Bewohner bereits Vorkehrungen für die erwarteten amerikanischen Befreier getroffen.
Als man gegen 17.00 Uhr11 km vor Laval fuhr wurde der Wagen Kepplingers beschossen, wobei 6 Schüsse den Sturmbannführer trafen, einer davon in die Schläfe. Er war sofort tot.
Ludwig Kepplinger starb am 06.08.1944 1km westlich Villiers-Charlemagne und wurde dort von französischen Bewohnern begraben und später nach Mont-de-Huisnes umgebettet.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE