Ritterkreuzträger Fritz Klingenberg
SS-Standartenführer, Panzergrenadiere

28.04.194424.06.194023.06.194003.07.194003.11.194219.10.1941

Fritz Klingenberg wurde am 17.12.1912 in Rövershagen/Mecklenburg, als Sohn eines Molkereibesitzers, geboren und besuchte die Höhere Schule, wo er sein Abitur ablegte. Er begann dann ein Wissenschafts- und Geschichtsstudium an der Universität Rostock, welches er jedoch abbrach und sich daraufhin im April 1934 freiwillig zur SS-Verfügungstruppe meldete. Zuvor war er am 01.12.1931 der NSDAP (851.328) und am 14.11.1932 der SS (51.487), 3./IV./22. SS-Standarte,  beigetreten.
Zur "Leibstandarte" gehörend wurde er zum 1. Lehrgang an der neuen SS-Junkerschule Bad Tölz kommandiert, den er mit der Beförderung zum SS-Untersturmführer, am 20.04.1935, abschloss. Im März 1935 hatte er am Aufbau der SS-Schule "Merkers" teilgenommen und erhielt bei der Standarte "Deutschland" ein Waffentraining. Klingenberg kommt dann, bis Oktober 1935, zum 7. Sturm der SS-Standarte 2, dem späteren Regiment "Germania", wo er den Posten eines Zugführers erhält. Nach Versetzung in die 5. Kompanie, wird er mit Beginn des Jahres 1936 Adjutant der II. Bataillons/"Germania" und wechselt im Dezember 1936 in den Stab der Inspektion der SS-Verfügungstruppe, wo er am 12.12.1937 zum SS-Obersturmführer befördert wird.
Mit Beginn des Polenfeldzuges wird Klingenberg, seit dem 30.06.1939 SS-Hauptsturmführer, Ordonnanzoffizier des SS-Gruppenführers Paul Hausser bzw. im Frankreichfeldzug Adjutant der SS-Verfügungsdivision, wo er bis August 1940 bleibt.
Am 01.08.1940 erhält Klingenberg das Kommando über die 15. (Kradschützen) Kompanie/"Der Führer".
Schon bald, 22.02.1941, werden die Kradschützenkompanien der Regimenter herausgelöst und mit diesen ein geschlossenes SS-Kradschützenbataillon "Das Reich" aufgestellt, dessen 2. Kompanie der SS-Hauptsturmführer Fritz Klingenberg übernimmt.
Bei den Kämpfen auf dem Balkan, lag der Schwerpunkt der Operationen im Raum Drau und Morava beim Panzerkorps Reinhardt, mit der SS-Division "Das Reich" und dem verst. Infanterie-Regiment "Grossdeutschland". Klingenberg erhielt den Befehl die Donaubrücke bei Belgrad im Handstreich zu nehmen und quälte sich mit seinen Kradschützen durch eine Schlammwüste und erreichte schließlich Pancevo, wo er feststellen musste das die Brücke über die Tamis gesprengt war. Rasch übergesetzt erreichte er das Ostufer der Donau gegen 11.30 Uhr. Sofort setzte Klingenberg mit 11 seiner Kameraden über und betrat am 11.04.1941 die Hauptstadt Jugoslawiens. Gleichzeitig schickte er das Boot zurück um Verstärkungen heranzuholen. Der Kompaniechef fand, nach einem kurzen Feuergefecht mit serbischen Bewaffneten den deutschen Militärattache Oberst Toussaint und so auch den Bürgermeister der Stadt. Durch sein selbstsicheres Auftraten suggerierte Klingenberg dem Stadtvorsteher, das ein dt. Panzerkorps vor den Toren der Stadt stehe und so übergab der Bürgermeister gegen 18.45 Uhr den deutschen Soldaten die Stadt. Für diese beeindruckende und mit äußerster Kühnheit geführte Tat, sowie die Gefangennahme von mehr als 1000 Mann, erhielt Fritz Klingenberg als SS-Hauptsturmführer und Chef der 2. SS-Kradschützenkompanie des SS-Kradschützenbataillons "Das Reich", am 14.05.1941 das Ritterkreuz. Auf Vorschlag des dt. Militärattaches erfolgte die Ernennung Klingenbergs zum Stadtkommandanten von Belgrad. Klingenberg war durch die Inbesitznahme Belgrads der erste Waffen-SS-Soldat der im Wehrmachtsbericht (13.04.1941) genannt wurde.
Nachdem am 29.06.1941 der Kommandeur des Kradschützenbataillons, August Zehender, verwundet wurde, übernahm Klingenberg das Kommando des Bataillons. Seine Kompanie übernahm Heinz Wagner. Klingenberg wird am 01.01.1942 durch Christian Tychsen abgelöst. Bereits am 01.09.1941 war er zum SS-Sturmbannführer befördert worden.
Im März 1942 wird Klingenberg an die SS-Junkerschule Bad Tölz versetzt, wo er als Lehrgruppenleiter verwendet wird. Im Juli 1943 kehrt er kurz in seiner Eigenschaft als Lehrgruppenleiter, zur Division "Das Reich" zurück, kommt aber schon bald wieder nach Bad Tölz. In der Zeit bei seiner Division wird er am 06.07.1943 verwundet. Am 21.12.1943 wird er zum SS-Obersturmbannführer befördert.
Am 15.03.1944 erhält Klingenberg das Kommando über die SS-Junkerschule Bad Tölz, er war damit der einzigste Abgänger dieser Schule der sie später auch anführen durfte. Er wurde damit Nachfolger von Werner Dörffler-Schuband und erhielt hier am 21.12.1944 die Beförderung zum SS-Standartenführer.
Diesen Posten behielt er, bis ihm am 12.01.1945 das Kommando über die 17. SS-Panzergrenadier-Division "Götz von Berlichingen" übertragen wurde.
In Ausübung seines Kommando fällt Fritz Klingenberg am 22.03.1945 in der Nähe von Herxheim/Rheinpfalz. Sein Nachfolger wurde Georg Bochmann.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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