120. Schwerterträger Walter Krüger
SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS

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Walter Krüger wurde am 27.02.1890 in Strassburg im Elsass, als Sohn eines aktiven Offiziers, geboren.
Nach dem Besuch der Kadettenanstalten in Karlsruhe und Berlin-Lichterfelde kam er 1908 als Leutnant zum 2. Badischen Grenadierregiment 110 nach Mannheim. Kommandant dieses Regiments war sein Vater, der mit Beginn des 1. Weltkriegs bereits 1914 bei Lüttich fiel. Im Laufe des Krieges kämpfte Krüger im Westen, in Tirol und in Serbien und erwarb sich dabei hohe Tapferkeitsauszeichnungen.
Bei Kriegsende kehrte er als Hauptmann und Bataillonskommandeur in die Heimat zurück und beteiligte sich im Rahmen eines Freikorps an den Kämpfen im Baltikum, trat 1920 der Reichswehr bei und ging dann in die freie Wirtschaft.
Nah der Tätigkeit beim Chef des Ausbildungswesens meldete er sich 1935 zum Dienst bei der SS-Verfügungstruppe, wo er als SS-Obersturmbannführer das II. Bataillon des Regiments "Germania" in Arolsen aufbaute und ausbildete. In den folgenden Jahren tat er seinen Dienst als Lehrer an der SS-Junkerschule Bad Tölz und in verschiedenen Kommandostellen der SS-Verfügungstruppe.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges versah er seinen Dienst als 1. Generalstabsoffizier der SS-Polizeidivision, mit der er am Frankreichfeldzug teilnahm.
Während des Ostfeldzuges wurde Krüger nach dem Soldatentod des Divisionskommandeurs General Mülverstedt, stellvertretender Kommandeur der Division und später deren Führer, als sie in schwersten Kämpfen in der Leningrader Schutzstellung an der Luga in nur 14 Tagen 3000 gefallene Kameraden zu beklagen hatte.
Für seinen persönlichen Einsatz, den gewissenhaften Überlegungen und schnellen Entschlüssen vor allem während der Kämpfe um Luga und Krassnogwardeisk und nicht zuletzt auch für seine Soldaten erhielt Krüger am 13.12.1941 das Ritterkreuz als SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS.
Nach einer Verwendung als Inspekteur der Infanterie im SS-Führungshauptamt wird Krüger im März 1943 Kommandeur der 2. SS-Panzerdivision "Das Reich". Mit dieser Division nahm er an der Operation "Zitadelle" im Rahmen des SS-Panzerkorps teil, beseitigte den feindlichen Brückenkopf am Mius bei Konstantin und sicherte im der Schlacht um Charkov den Rückzug von 6 Divisionen. Im Wehrmachtsbericht vom 27.08.1943 wurde gemeldet, das die Division in nur 35 Kampftagen über 1000 gegnerische Panzer abschoss. Für diese schweren Prüfungen erhielt Krüger stellvertretend für seine Division am 31.08.1943 als SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, das 286. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
In den folgenden Abwehrkämpfen am Dnjepr bei Krementschug zerschlug er mehrere feindliche Brückenköpfe und wurde im Raum Berditchew - Korosten eingesetzt um den dort durchgebrochenen Gegner aufzuhalten. Am 23.08.1943 verließ er die Division und fand anderweitig Verwendung.
Während der schweren kämpfe im Baltikum im Sommer 1944 übernahm der SS-Obergruppenführer Krüger das VI. SS-Freiwilligen-Armeekorps, mit der 15. und 19. lettischen SS-Freiwilligen-Division. Mit diesem Korps verhinderte Krüger die angestrebte Einkesselung der 18. Armee im Raum Wolchow - Opotschka. Nach den schweren Absetzkämpfen stand das Korps Ende 1944 in Kurland, worauf die 15. SS-Freiwilligen-Division zur Auffrischung nach Westpreußen verlegt wurde.
Bei den Kämpfen um Kurland, verhinderte Krüger an der Ostfront des Brückenkopfes einen Durchbruch nach Westen, als am 23. Dezember eine unerwartete schwere Offensive auf das Korps niederging. Der sowjetische Angriff beabsichtigte die 19. SS-Freiwilligen-Division in der Flanke anzugreifen und so in den Rücken der Division zu gelangen. Die Division wehrte sich jedoch verbissen und konnte den Angriff stellenweise zum Stehen bringen. In nur 3 Tagen schwerster Abwehrkämpfe konnten über 190 sowjetische Panzer, teils durch Nahkämpfer vernichtet werden. Krüger entschied sich am 03.01.1945 für einen gewagten Gegenangriff mit 3 Stosskeilen, der letztendlich die verlorenen Stellungen fast gänzlich zurückeroberte und den Feind eine herbe Niederlage beibrachte und ihn somit zwang umzugruppieren und sich zu verstärken. Das Ergebnis dieser 20 Tage dauernden Schlacht waren 328 vernichtete Panzer, 17 Flugzeuge, 350 Geschütze und Granatwerfer, 830 Gefangene und hohe blutige Verluste des Gegners. Für diesen großen Abwehrerfolg erhielt Walter Krüger am 01.02.1945 als SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS die Schwerter zum Eichenlaub als Kommandierender General des VI. (lettischen) SS-Freiwilligen-Armeekorps.
Beim Versuch sich in die Heimat durchzuschlagen wurde Krüger mit 9 weiteren Kameraden in einem Waldstück entdeckt, worauf sich Krüger am 22.05.1945 selbst erschoss.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE