Ritterkreuzträger Jakob Lobmeyer
SS-Hauptsturmführer, Panzerabwehrtruppe

Geboren wurde Jakob Lobmeyer am 12. Oktober 1918 als Sohn eines Schuhmachermeisters in Lachen bei Neustadt an der Haardt.
Nach dem besuch der Volks- und Fortbildungsschule absolvierte er einen Lehrgang an der Luftfahrtnavigationsschule in Trebbin bei Berlin. Danach folgte der einjährige Pflichtdienst beim RAD.
Ab dem 01.10.1936 wurde er in die SS-Verfügungstruppe aufgenommen und erhielt eine militärische Grundausbildung in der 2. Kompanie der SS-Standarte "Deutschland".
Ab November 1938 bis Juni 1939 besuchte er die SS-Junkerschule in Bad Tölz und nahm in der Folge am Polen- und Frankreichfeldzug, mit dem Regiment "Deutschland" und der IV. Abteilung des SS-Artillerieregiments teil.
Ab Februar 1941 gehörte er der Sturmgeschützbatterie "Das Reich" an, dann der Sturmgeschützbatterie "Wiking", der Sturmgeschützabteilung "Leibstandarte" und als Adjutant der SS-Aufklärungsabteilung 505 sowie zum Stab des V. SS-Gebirgskorps.
Nach einem Kommandeurslehrgang an der Sturmgeschützschule Burg war er Inspektionsführer der SS-Sturmgeschützschute Janowice.
Dann wurde er Chef der Sturmgeschützbatterie der 15.SS-Waffen-Grenadierdivision (lettische Nummer 1) und zuletzt Kommandeur der SS-Jagdpanzer-Abteilung 561 bis zum Zusammenbruch.
Diese Jagdpanzer-Abteilung war ursprünglich für die 19. lettische SS-Division aufgestellt worden, ihr gehörten neben Deutschen Soldaten viele, Letten und andere Freiwillige aus allen Ländern Europas an. Sie war mit "Hetzern" ausgerüstet und wurde dem Festungskommandanten Frankfurt/Oder unterstellt. Zu ersten erfolgreichen Kampfhandlungen mit russischen Panzern  kam es im Raum Germersdorf-Kunersdorf, dann folgten Einsätze gegen den Brückenkopf Lebus und man konnte einen bataillonsweise vorgebrachten feindlichen Angriff auf Klein-Machnow vereiteln.
Am 14. Februar wurde die Abteilung aus der Front genommen und der Heeresgruppe "Weichsel" direkt unterstellt, deren rechte Flanke die Abteilung schützen sollte. Dadurch kam es zu heftigen Kämpfen im Raum Guben.
Nach der russischen Großoffensive in Richtung Berlin griff die Abteilung feindliche Truppen im Raum Frankfurt-Mühlrose an und setzte sich unter Verstärkung des Regiments "Falke" in Richtung Vogelsang in Bewegung.
Es folgten Abwehrkämpfe im Verbund mit der 32.SS-Panzergrenadier-Division "30.Januar", Kämpfe um den Scharmützelsee, um Storkow und im Raum Lübben.
Für diese taktischen Leistungen und dem persönlichen Einsatz des Hauptsturmführers Lobmeyer wurde ihm am 20. April 1945 das Ritterkreuz verliehen.
Die Abteilung kämpfte bei Halbe und um den Truppenübungsplatz Kummersdorf.
Westlich Trebbin fiel die Abteilung Offizieren des "Nationalkomitees Freies Deutschland" zum Opfer und wurde vernichtet.
Am 28. April 1945 soll ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen worden sein, allerdings gibt es dafür kaum, bzw. keine Hinweise.
Jakob Lobmeyer starb am 22.04.1989 in Neustadt/Weinstraße.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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