91. Schwerterträger Kurt Meyer
SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS

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Kurt Meyer wurde am 23.12.1910 in Jerxheim, im Kreis Schöningen im Bezirk Braunschweig geboren.
Nach der Volksschule wurde er Lehrling im kaufmännischen Bereich, musste aber als Bergarbeiter arbeiten, um den Unterhalt der Familie zu sichern, da sein Vater schon frühen Jahren verstarb.
Im Jahre 1929 wurde Meyer Mitglied der Landespolizei Mecklenburg und trat 1931 der Schutzstaffel bei. Bereits ein har später wird er dort zum SS-Untersturmführer befördert und nimmt 1934 an Übungslehrgängen der Panzertruppen des Heeres in Döberitz und Wünsdorf teil. Am 15.Mai 1934 wurde er als Zugführer zur Leibstandarte "Adolf Hitler" nach Berlin versetzt.
Am 01.10.1936 übernimmt er als Obersturmführer die Aufstellung der Panzerjägerkompanie , wobei ihm diese Aufgabe nicht besonders lag, da die Züge der Kompanie auf das Bataillon verteilt wurden und so der Kommandeur keinen Einfluss auf die Einsätze seiner Soldaten hatte.
Im Polenfeldzug wurde er innerhalb des Regimentsstab eingesetzt. Nach diesem Feldzug sprach er beim Kommandeur Dietrich vor um endlich ein Kommando über eine Schnelle Truppe zu erhalten. So erhielt er als Hauptsturmführer die 15. Kradschützenkompanie, mit der er stets an der Spitze der Leibstandarte stand. Er bewies sein militärisches Können beim Kampf um Zwolle, in Rotterdam, in Flandern und bei den Verfolgungskämpfen in Richtung St. Etienne und Clermont-Ferrand. Er verdiente sich beide Klassen des Eisernen Kreuzes und erhielt nach der Aufstockung der Leibstandarte im August 1940 das Kommando über die neue Aufklärungsabteilung.
Beim Balkanfeldzug erwies sich die Aufklärungsabteilung als äußerst erfolgreich. Sie stieß über Skolpje und Prileb in Richtung Süden, nahm Bitolj im Kampf gegen serbische Einheiten und stellte den Kontakt zu den Italienern her. Weiterhin überwand man den Javat-Pass, nahm Florina und Vevi und stürmte am 12.04.1941 den Klidi-Pass. Daraufhin marschierte man in Richtung Kastoriasee und Koritza, musste dafür aber den wichtigen und schwer verteidigten Klisura-Paß überwinden. Der Kampf wurde äußerst hart und verbissen geführt an dessen Ende jedoch der deutsche Sieg stand. Nun konnte man die gesamten Nachschubstrassen der griechischen Epirusarmee einsehen und sie unter Feuer nehmen. Die Abteilung stieß weiter nach Koritza und nahm in 24 Stunden 12.000 Gefangene und erbeutete 36 Geschütze. Als Ergebnis dieser rasanten fahrt stand am 20.04.1941 die Kapitulation der griechischen Epirusarmee vor der Leibstandarte.
In den nächsten tagen verfolgte man die zurückgehenden britischen Truppen in Griechenland und stand schon bald am Golf von Korinth dort setzte er die Abteilung auf den Peleponnes über und nahm die Stadt Patras und stellte außerdem Kontakt zu gelandeten deutschen Fallschirmjägern her.
Für diese beeindruckenden taten erhielt Kurt Meyer am 18.Mai 1941 das Ritterkreuz.
Im Ostfeldzug bildete seine Abteilung erneut die Spitze der Division, er erreichte die Rollbahn Nord, schloss den Kessel von Uman, stürmte Cherson und stürmte zum Asowschen Meer. Er sperrte alle Zugänge zur Krim, stieß bis Perekop vor, nahm Berdiansk, Mariupol, Taganrog und erreichte Rostow.
Bei der Offensive um Charkow im Februar 1943 erreichte die SS-Panzeraufklärungsabteilung 1, verstärkt durch die Panzerabteilung Wünsche, als Spitze des Angriffsflügels Dietrich Alexejewka-Bereka. Zusammen mit einem verstärktem Bataillon des Regiments Witt und dem Regiment "Der Führer" unter Otto Kumm, zersprengten die deutschen Einheiten das VI. sowjetische Gardekavalleriekorps. Dafür erhielt Meyer am 23.02.1943 als 195. Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Bei der Aufstellung der 12.SS-Division "Hitlerjugend" auf dem belgischen Truppenübungsplatz Beverloo wurde Meyer als SS-Standartenführer mit der Führung des SS-Panzergrenadier-Regiments 25 beauftragt. Mit diesem Regiment trat er als erster gegen die gelandeten Engländer in der Normandie an und übernahm nach dem Tod des Divisionsführers SS-Brigadeführer Fritz Witt die Division. Zusammen mit der 21. Panzerdivision verteidigte die "Hitlerjugend" Caen und hielt sie gegen die feindlichen Angriffe.
Im Raum Caen, Falaise, bei Trun und an der Seine kämpfte die Division gegen eine vielfache Überlegenheit und hielt stand. Am Ende der Kämpfe hatte die Division Bataillonsstärke. Für diese außergewöhnliche Leistung seiner Division wurde Meyer als SS-Oberführer stellvertretend, am 27.08.1944 mit den Schwertern zum Eichenlaub ausgezeichnet.
Die Reste der Division brachen am 20./21. August 1944 aus dem Kessel von Falaise aus und wurden von Einheiten des SS-Panzergrenadier-Regiments "Deutschland" und der SS-Panzer-Aufklärungsabteilung 2 "Das Reich" aufgenommen. In den Kämpfen an der Invasionsfront verlor die Division 80% ihrer Gefechtsstärke, 21 Kommandeure fielen aus, man verlor 80% der Panzer, 70% der Panzerspäh- und Schützenpanzerwagen, 60% der Geschütze und 50% der Kraftfahrzeuge. Ganze 600 Mann gingen am 04.09.1944 über die Maas zurück. Da es den Amerikanern gelang schnell über die Maas in den Rücken der deutschen Verteidiger zu gelangen, stieß der Divisionsstab der "Hitlerjugend" unter Meyer am 06.09.1944 in Namur mit einer amerikanischen Panzerspitze zusammen. Zuerst entkommen, musste sich Meyer belgischen Partisanen ergeben, er wurde nach langen Diskussionen den Amerikanern übergeben. Ein Begleitungsposten versuchte Meyer zu erschießen, was erst durch einen amerikanischen Offizier in letzter Sekunde verhindert werden konnte und der ihn ins Krankenhaus in Namur sendete. Meyers achter Fahrer Max Bornhöft wurde schwer verletzt von Partisanen erschossen.
Im laufe des 2. Weltkrieges wurde Meyer mehr als 30!!! mal verwundet oder wurde bei Unfällen verletzt.
Anfang Oktober wurde er in ein Gefangenenlager bei Compiegne verlegt, wo er vom Lagerkommandanten, einem emigrierten Berliner, zum Lagergehilfen ernannt wurde. Laut Verlegungspapieren war er nämlich ein Oberst der 2. Panzerdivision und so nahm man an er wäre ein Heeressoldat. Der Lagerkommandant verriet ihm das sich angeblich ein hoher SS-Offizier im Lager befände den es zu entlarven galt. Nachdem Meyer von einem Leutnant verraten wurde, wurde er von Paris nach England geflogen.
Da man deutscherseits glaubte Meyer wäre gefallen wurde er "nachträglich" zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS ernannt. Die Führung der Division übernahm der 1. Generalstabsoffizier, Obersturmbannführer Hubert Meyer.
IN England kam Meyer ins Generalslager Enfield wo er auf Max Wünsche traf, der im Kessel von Falaise in Gefangenschaft geriert.
Im Juni 1945 erfolgte die Verlegung in das Lager 18 Featherstone bei Thyne. Dort wurde ihm Mitte September eröffnet, das er vom London District Prisoner of war Cage als Kriegsverbrecher angeklagt worden war und zum Tode verurteilt werden sollte.
Der ebenfalls dort befindlich General der Fallschirmjäger Hermann-Bernhard Ramcke übergab Meyer das eigene Ritterkreuz mit Eichenlaub mit angebrachten, selbstgebastelten Schwertern, um nicht ohne Kriegsauszeichnungen vor dem Tribunal zu erscheinen.
Nach Deutschland überführt kam er in Aurich in der ehemaligen Marine-Nachrichtenschule eine Zelle zugewiesen. Angeklagt wurde er in folgenden Punkten:1. Kriegsverbrechen im Königreich Belgien und in der Republik Frankreich im Laufe des Jahres 1943 bis zum 07.Juni 1944 als Kommandeur des SS-PzGrenRgt. 25, in Übertretung der Gesetzte und Bräuche des Krieges, indem er seine unterstellten Soldaten aufhetzte und beriet mit den gegnerischen Truppen kein pardon zu üben
2. Kriegsverbrechen in der Normandie, als Kommandeur des Regiments für die Erschießung von Gefangenen in der Nähe seines Gefechtsstandes im Kloster Ancienne Abbaye Ardenne
Am 10.12.1945 wurde das Verfahren eröffnet und am 28.12.1945 lautete der Urteilsspruch des kanadischen Kriegsgerichts. Der Tag der Exekution wurde auf den 07.01.1946 gelegt Tod durch Erschießen.
Sein erstes Gnadengesuch wurde abgelehnt, eine Gnadenersuch des Erzbischofs von Münster, Clemens August Kardinal Graf Galen, veranlasste den General Volkes die Strafe in eine lebenslange Haft umzuwandeln.
Meyer wurde zurück nach England verbracht und dort in ein Zuchthaus eingeliefert. Ende April 1946 wurde er von Southampton aus nach Kanada überführt, wo er in die Strafanstalt Dorchester gebracht wurde.
Einige Jahre später wurde der Ruf auch aus den kanadischen reihen laut, Meyer freizulassen. Im Juni 1953 versprach Konrad Adenauer alles zu tun um die Freilassung Meyers zu erreichen, die am 07.09.1954 erfolgte.
Fortan setzte sich Meyer für die Gleichstellung der Soldaten der Waffen-SS ein, die aber nie vollzogen wurde.
Am 23. Dezember 1961 erlitt Kurz Meyer einen Herzschlag und starb.
Er wurde unter der Anteilnahme von 4000 Kameraden auf den Friedhof Hagen beigesetzt.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE