Ritterkreuzträger Gerd Pleiss
SS-Hauptsturmführer, Infanterie
Gerd Pleiss wurde am 20.04.1915 in Remscheid als Sohn eines Kaufmannes geboren.
Nach der Volks- und Oberrealschule begann er in Dortmund eine Ausbildung als Praktikant, mit dem Ziel später als Dentist zu arbeiten.
Am 15.04.1936 trat er jedoch als Freiwilliger der Leibstandarte in Berlin bei und besuchte die Junkerschule in Braunschweig, wonach er am 20.04.1939 zum SS-Untersturmführer befördert wurde.
Im Westfeldzug gegen Frankreich eingesetzt erwarb er sich hier beim Flussübergang bei Pont du Chateau das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Während des Balkanfeldzuges 1941 kämpfte er als Chef der 1. Kompanie an deren Spitze. Hier, auf griechischem Boden bekam er die Aufgabe den Klidi-Pass mit seinen Männern zu sichern. Dieser war zu jenem Zeitpunkt von englischen Einheiten besetzt.
Am 12.04.1941 erhielt Pleiss den Auftrag die Schlüsselstellung des Klidi-Passes zu erstürmen und so der Leibstandarte die Möglichkeit zu geben durch den Pass hindurchzustossen.
Im Morgengrauen wurden erkannte Feindstellungen zwar unter Beschuss genommen, jedoch konnten die schweren Waffen beim Einbruch nicht eingesetzt werden. So stürmte Pleiss, seinen Männern vorran, die Stellung der Briten, nahm die einzelnen Schützennester, brachte über 100 gefangene ein und erbeutete 20 MG`s. Trotz einer Verwundung blieb er bei seinen Kameraden, bis die Bergkuppel eingenommen war.
Durch diesen Angriff geriet die britische Abwehrfront ins Wanken, womit der Einbruch in die Passstrasse schnell erfolgte und man so das Tor nach Griechenland öffnete.
Für diese schlachtentscheidene Tat wurde Pleiss an seinem Geburtstag 1941, als SS-Obersturmführer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Auch mit Beginn des Russlandfeldzuges blieb er Chef der 1. Kompanie der Leibstandarte, die im Rahmen der Heeresgruppe Süd eingesetzt wurde.
Hier beteiligte er sich mit seinen Männern am Angriff auf Rostow a. Don. Beim Vorgehen trat er auf eine Mine und verlor beide Beine. Auf dem Weg ins Lazarett starb der SS-Hauptsturmführer.
Seine letzte Ruhestätte fand er am Bahndamm von Taganrog.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE