65. Schwerterträger Hermann Prieß
SS-Gruppenführer und Generalmajor der Waffen-SS

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Hermann Prieß wurde am 24.05.1901, als Sohn eines Bauern, in Marnitz in Mecklenburg geboren. Nach seiner Schulzeit arbeitet er auf dem väterlichen Hof und trat am 22. Januar 1919 als Freiwilliger dem Heer bei.
Bei der Befreiung des Baltikums kämpfte Prieß als Angehöriger des Freikorps "von Brandis " mit und wurde dabei in der Hauptstadt Riga verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Nach der Zeit bei der Reichswehr trat er 1934 der SS-Verfügungstruppe bei, dort war er Chef der 13. (Infanteriegeschütz) Kompanie der SS-Standarte "Germania" in Wismar, von wo aus er zur Artillerie kam.
Mit der befohlenen Aufstellung eines Artillerie-Regiments der Waffen-SS baute Prieß auf dem Truppenübungsplatz eine Abteilung auf und stand mit seinem Verband am 01.September 1939 als Bestandteil des Panzerverbandes "Ostpreußen" in Feuerkampf. Für diesen Einsatz erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse
Nach der Aufstellung der Totenkopf-Division unter T. Eicke wurde Sturmbannführer Prieß mit seiner Abteilung zu dieser Division versetzt und bildete in München-Freimann den Stamm eines neuen SS-Artillerie-Regiments. Hier übernahm er das Kommando über die II. Abteilung.
Nach dem Westfeldzug übernahm er die Führung des Regiments das nach dem Rücktransport ins Reich die tschechischen Beutewaffen gegen deutsche Fabrikate umtauschte.
Im Russlandfeldzug wurde das SS-Artillerie-Regiment mit anderen Verbänden im Kessel von Demjansk eingeschlossen. Eicke sagte später "Wäre Prieß nicht gewesen, wir wären alle nicht mehr."
Nach dem Tod Eickes, übernahm Prieß das Kommando über die Totenkopf-Division und hatte schon wenige Tage später die ersten großen Erfolge über große Verbände der 3. russischen Panzerarmee zu verzeichnen.
Für die bestandenen Kämpfe mit seinem Artillerie-Regiment erhielt Prieß, als SS-Oberführer, am 28.04.1943 das Ritterkreuz.
Bei der Schlacht um Charkov wirkte die Division entscheidend mit und sperrte die Enge von Tschugalew und verhinderte so den Rückzug der sowjetischen Truppen.
Am 05.Juli 1943 nahm die Division im Rahmen des SS-Panzerkorps an der Offensive bei Kursk teil und nahm unter anderem an der schweren Panzerschlacht bei Prochorovka teil.
Nachdem die russische Offensive am Mius begann, musste die Offensive bei Kursk abgebrochen werden und die Division verlegte nach Süden an den Mius und begann schon am 30.Juli 1943 mit einer Abwehroffensive.
Im August 1943 stand die Division wieder im Raum Charkov um dort den durchgebrochenen Feind aufzuhalten.
Für die Kämpfe der Division bei Kolontajew und Oleinikoff am Sumpf, bei denen die Division einer riesigen Übermacht gegenüberstand und sich erst nach einem Befehl zurückzog, erhielt der Kommandeur stellvertretend für seine Soldaten das 297. Eichenlaub am 09.09.1943.
Die Division zog sich bis Krementschug zurück und schlug zwei schwere Schlachten bei Kriwoi Rog, harrte im Sumpf von Paschtana aus, brach nach Balta durch, sprengte die Umklammerung von Giderim, kämpfte um Birsula und Lisawetkowka und ging bei Dubossary über den Dnjepr. Für diese schweren und harten Kämpfe erhielt Prieß am 24.04.1944 als 65. Soldat der Wehrmacht die Schwerter zum Eichenlaub verliehen.
Am 13. Juli 1944 gab Prieß das Kommando der Division an Hellmuth Becker ab und wurde vom SS-Führungshauptamt mit dem Posten des Kommandierenden Generals des XIII. SS-Armeekorps beauftragt, welches sich zu dieser Zeit in Aufstellung befand.
Nach der Aufstellung in Breslau übernahm das Korps, am 07.September 1944, den Abschnitt Diedenhofen - Arry sur Moselle an der Westfront um im Rahmen des AOK 1 einen Durchbruch der 3. US-Armee auf die Saar zu verhindern. Vordringlichste Aufgabe war es die Front an der Mosel, einschließlich des Brückenkopfes Metz zu halten. Am 16. November 1944 übergab er das Kommando des Korps auf dem Gefechtsstand in Falkenberg an den Gruppenführer Max Simon.
Am 24. Oktober 1944 hatte Prieß bereits das Kommando über das I. SS-Panzerkorps "Leibstandarte" übernommen, mit dem er am 16.12.1944 in die Ardennenoffensive ging.
Nach dem Scheitern dieser Offensive wurde das Korps nach Ungarn verlegt und zerschlug dort ab dem 18. Februar 1945 den russischen Gran-Brückenkopf und bildete eine der Angriffsspitzen bei der deutschen Offensive ostwärts des Plattensees.
Nach dem Kriege wurde Prieß am 16.Juli 1946 im sogenannten Malmedy-Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt, aus der er im Oktober 1954 entlassen wurde. Er verbrachte diese Zeit im amerikanischen Kriegsverbrechergefängnis in Landsberg am Lech.
Hermann Prieß starb am 02.03.1985 in Ahrensburg.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE