Ritterkreuzträger
Rudolf von Ribbentrop
SS-Hauptsturmführer, Panzertruppe






Rudolf von Ribbentrop wurde am 10.05.1921 in Wiesbaden
als Sohn des späteren Außenministers des 3. Reiches, Joachim von Ribbentrop,
geboren.
Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Berlin und des Westminster Internats in
London, legte er sein Abitur in der NAPOLA Ilfeld ab und absolviert seine
Arbeitsdienstpflicht.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges tritt er der SS-Verfügungstruppe bei und nimmt
als Angehöriger der 11. Kompanie des SS-Regiments "Deutschland" am
Westfeldzug teil. In diesen Kämpfen erwirbt er sich das Eiserne Kreuz 2.
Klasse und wird zum SS-Sturmmann befördert.
Nach seiner Kommandierung an die SS-Junkerschule Braunschweig wird er mit Ende
des Lehrgangs zum SS-Untersturmführer befördert.
Mit Beginn der Kampfhandlungen gegen die Sowjetunion ist von Ribbentrop
Zugführer bei der Aufklärungsabteilung der SS-Kampfgruppe "Nord" in
Finnland. Im September erhält er hier seine 2. Verwundung und wird nach seiner
Genesung im Februar 1942 zum Aufbau der neuaufzustellenden Panzerabteilung der
Leibstandarte versetzt.
In der Schlacht um Charkov 1943 eingesetzt, ist er zunächst Zugführer in der
6. Kompanie und später Führer der 7. Kompanie. Zum 3. Mal wird er hier
verwundet und mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Von Ribbentrop
hatte seiner Kompanie vorausfahrend, am 09.07.1943, einen gegnerischen
Panzerverband entdeckt. Schnell stellte er seine Kampfpanzer auf und griff den
Gegner an. Nach dem Abschuss von 6 Feindpanzern, zog sich der Gegner zurück
und vergab so seine Chance der Abteilung in die Flanke zu fallen. Am
12.07.1943 erhielt von Ribbentrop den befehl die eigene Infanterie zu
unterstützen, falls es zu gegnerischen Angriffen kommen sollte. Diese
erfolgten im Raum Prochorowka-Teterewino gegen 8.30 Uhr. Der Gegner griff auf
einer Breite von 500m mit einer Übermacht von 150 Panzern an. Schnell fielen
vier eigene Panzer aus, der Rest schoss und traf. Dennoch stießen die
Feindpanzer durch die Infanterie und stießen auf die weiter hinter liegende I.
Abteilung durch. Als die Panzer der 6. Kompanie auf die Abteilung trafen,
gingen sie zusammen zum Gegenangriff über. Der Angriff des Feindes konnte
abgeschlagen werden. Von Ribbentrop hatte den eigenen Verbänden durch seinen
Einsatz genug Zeit zur Herstellung der Gefechtsbereitschaft verschafft und
legte so den Grundstein für diesen Abwehrerfolg. Von Ribbentrop hatte selbst
14 T-34 abgeschossen und erhielt für diesen Erfolg am 15.07.1943, als
SS-Obersturmführer und Führer der 6. Kompanie des SS-Panzerregiments 1 "LSSAH",
das Ritterkreuz.
Bei den Kämpfen um Kursk übernimmt er, als SS-Obersturmführer, die Führung der
6. Kompanie und wird nach dem Abbruch der Offensive, zum
SS-Panzer-Regiment 12 der SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" nach
Frankreich versetzt. Von Ribbentrop stellt hier die 3. Kompanie auf und nimmt
mir ihr an den Kämpfen im Invasionsraum teil. Mit dem Deutschen Kreuz in Gold
ausgezeichnet wird er erneut verwundet, übernimmt aber schon bald den Posten
des Regiments-Adjutanten.
Nach dem Ausfall des Sturmbannführers Jürgensen, übernimmt von Ribbentrop die
Führung der I. Abteilung während der Kämpfe in den Ardennen 1944. Auch hier
wird er verwundet, führte aber die Abteilung durch die Kämpfe in Ungarn bis
zur Kapitulation am 08.05.1945.
