Oskar Schäfer wurde am 16. Januar 1921 in
Nixdorf/Sudetenland geboren.
Er trat am 09. November 1938 als Freiwilliger in die 12. Kompanie der
SS-Standarte "Deutschland" ein und nahm mit dieser Einheit als
Infanterist am Polen-, Frankreich- und Russlandfeldzug teil und kommt bis vor
die Tore Moskaus.
Nach einer schweren Verwundung kommt er Ende 1942 zur SS-Panzerabteilung 5 der
Division "Wiking", die im Südabschnitt der Ostfront im Kampf steht.
Im Jahr 1943 erfolgte seine Kommandierung zur Panzertruppenschule und dann die
Verwendung bei der Aufstellung der schweren SS-Panzerabteilung 503 im
Sennelager.
Mit dieser Abteilung verlegte er im Frühjahr 1945 in den Raum
Arnswalde-Stargard. Bei den dortigen Kämpfen wird er erneut schwer verwundet,
dennoch gelingt ihm die Flucht aus dem eingeschlossenen Kolberg, durch die
russisch besetzten Gebiete, bis nach Greifswald.
Im Raum Küstrin stößt Schäfer wieder zu seiner Einheit, die nun in der Abwehr
der russischen Großoffensive an der Oder steht und an der Verteidigung Berlins
teilnimmt.
Schäfer hatte mit seinem Tiger II "Königstiger" erheblichen Anteil an
den erfolgen der SS-Panzerabteilung 503 und dies mit Verbrennungen 1. und 2.
Grades.
Am 28. April 1945 erhält er auf dem Gefechtsstand der Abteilung in der
Zähringer Strasse in Berlin-Wilmersdorf sich im Führerbunker zu melden um
Bericht zu erstatten und um das Ritterkreuz entgegenzunehmen.
Schäfer erreichte die Reichskanzlei durch die Keller des Auswärtigen Amtes und
wurde zum 1. Adjutanten des Brigadeführers Mohnke gebracht. Schäfer gab einen
Lagebericht über die Lage im Abschnitt Bahnhof Zoo, Fehrbelliner Platz, S-Bahn
Hohenzollerndamm, S-Bahnhof Halensee und Kurfürstendamm.
Am 29. April 1945 wurden dann Sturmbannführer Friedrich Herzig,
Hauptscharführer Karl Körner und Untersturmführer Oskar Schäfer, als
Kommandeur der 3. Kompanie, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Die
Verleihung erfolgte durch Brigadeführer Mohnke, der auch die Eintragungen im
Soldbuch vornahm.
Die Verleihung des Ritterkreuzes an Untersturmführer Karl Brommann konnte in
Folge von Abwesenheit nicht erfolgen, Sturmbannführer Herzig nahm die
Auszeichnung entgegen.
Bei einem Ausbruchsversuch aus Berlin am 02. Mai 1945 erhielt Schäfers Panzer
an der Heerstrasse einen Treffer, der seinen Turm verklemmte. Daraufhin wurde
der Panzer von einem russischen "Josef Stalin" Panzer in Brand
geschossen, 2 Mann der deutschen Besatzung verbrannten der Rest konnte
ausbooten.
Schäfer war schwer verwundet, erlitt Verbrennungen 3. Grades, verlor das
Augenlicht zeitweise und litt unter Gedächtnisverlust. Er wurde erst 1947 aus
dem Lazarett entlassen.
