Johannes Scherg wurde am 16. Mai 1918 in
Würzburg als Sohn eines Schiffbauinspektors geboren.. Nach dem Besuch der
Volksschule bis April 1929, dem Besuch der Oberrealschule bis April 1933 und
dem Besuch der Handelsschule bis April 1935 in Würzburg, absolvierte er
eine kaufmännische Lehre bis Oktober 1937.
Seine Arbeitsdienstzeit leistete er vom 1. November 1937 bis 30. März 1938 in
Renchen/Baden ab. Nach dem Ableisten des Dienstes trat Scherg mit 19 Jahren am
1. April 1938 als Freiwilliger in die SS-Verfügungstruppe in München ein. Sein
Truppendienst begann beim SS-Regiment "Deutschland".
Mit Beginn des 2. Weltkrieges fand er Verwendung als Funker in einem
Panzerspähtrupp des Regiments "Deutschland".
Nach der Absolvierung der Junkerschule in Bad Tölz am 15. September 1941 wurde
er am 1. Oktober zum Untersturmführer befördert und kam als Zug- und
Spähtruppführer zur 1./SS-Aufklärungsabteilung 2, welche zur SS-Division "Das
Reich" gehörte, im Mittelabschnitt der Ostfront zum Einsatz.
Ab November 1943 führte er die 2. Kompanie an und bekam am 2. November 1943
für seine Leistungen als Untersturmführer das Deutsche Kreuz in Gold, außerdem
wurde er am 9. November zum Obersturmführer befördert.
Im Juli 1944 wurde er als Führer zur 1./SS-Polizei-Panzeraufklärungsabteilung
4 nach Griechenland versetzt, die zur 4.SS-Polizei-Panzergrenadierdivision
gehörte.
Der 30. Januar 1945 brachte die Beförderung zum Hauptsturmführer. Nach seiner
7 Verwundung erhielt er das Verwundetenabzeichen in Gold.
Nach den verlustreichen Kämpfen an der Oxhöfter Kämpe und im Hexengrund wurde
die Division vom 10. bis 14. April 1945 nach Hela übergesetzt und von dort
nach Swinemünde abtransportiert. Nach einer kurzen Auffrischungsphase im Raum
Stettin, kämpfte sich die Division durch Mecklenburg über den Raum nördlich
Berlin bis hinter die Elbe bei Wittenberge und Lenzen zurück.
Bei Kriegsende geriet Hauptsturmführer Johannes Scherg am 14. mai 1945 im Raum
Lauenburg/Elbe in englische Gefangenschaft. Im März 1947 lieferten ihn die
Amerikaner an die Franzosen aus, die ihn bis zum 20. Juni 1951 beim Ständigen
Höheren Militärgericht im Prison Military in Bordeaux in militärischer
Untersuchungshaft festhielten. Nach dem Freispruch kehrte er am 22. Juni 1951
endlich zurück nach Deutschland.
Johannes Scherg starb am 22. Dezember 1997.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE