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56. Schwerterträger Hinrich "Käptn" Schuldt
SS-Brigadeführer

Hinrich Schuldt wurde am 14. Januar 1901 in Hamburg geboren. Mit 21 Jahren trat Hinrich Schuldt als Offiziersanwärter in die Reichsmarine ein, wo 1926 zum Leutnant zur See befördert wurde und tat auf dem Linienschiff "ELSASS" Dienst.
Zwei   Jahre später wurde er Ausbilder und  Leiter wehrpolitischer Lehrgänge für nationale Organisationen.
1933 kam  er als  Führer in die   neugebildete SS-Leibstandarte und führte hier die 3. Kompanie. Im Frühjahr 1938 nach München versetzt übernimmt er dort das Kommando über das I. Bataillon der SS-Standarte  "Deutschland". Mit Kriegsausbruch erhält er das Kommando über ein Regiment der 4.SS-Totenkopfstandarte "Ostmark".  Das III. Bataillon dieses Regiments war kurze Zeit vorher als Stamm der SS-Heimwehr "Danzig" nach Danzig verlegt worden.
Nach dem Einsatz des SS-Totenkopf-Infanterie-Regiments 4 (mot.) bei der 2. SS-Infanterie-Brigade im Raum Leningrad, sollte seine Einheit nach Krakau verlegt, um dort der SS-Division "Das Reich" eingliedert zu werden. Doch nach dem Beginn der russischen Großoffensive  im Dezember 1941  wurde sein Regiment, mit einer Stärke von 3000 Mann,  im Lufttransport an die Front der Heeresgruppe Mitte geworfen, wo  seine Männer die Nachhut der 4. Armee bildeten. Dabei kämpften die Männer bei Juchnow, an der Mittleren Ugra, um Kolodosi und hielten die Strasse Juchnow - Wjasma feindfrei.
Mit Ende der Kämpfe im März 1942 betrug die Gefechtsstärke des Regiments nicht mehr als 180 Mann. Als Auszeichnung für die schweren aber erfolgreichen Kämpfe erhielt das Regiment den Beinamen "Langemarck". Der Kommandeur erhielt als SS-Obersturmbannführer und Kommandeur des SS-Totenkopf-Infanterie-Regiments 4 am 05.04.1942 das Ritterkreuz.
Von Anfang Dezember 1942 bis März 1943 kommt die nach Schuldt benannte Kampfgruppe an der Don-Front zum Einsatz, wo der Gegner bei den Verbündeten durchgebrochen war. Aufgrund dieses Durchbruches musste der Entsatzversuch des Stalingrad-Kessels aufgegeben werden. Die Kampfgruppe wurde durch eine Hälfte des neuaufgestellten I. Bataillons des SS-Polizei-Schützenregiments 1 aus Debica, sowie das aus Versehrten bestehende VII. (Wach-) Bataillon der LSSAH aus Berlin zugeführt. In schwersten Kämpfen, wobei die Kampfgruppe öfters eingeschlossen wurde, kämpfte sie sich zurück zu den eigenen Linien und konnte so aber den Vormarsch des Feindes zum Donez verzögern. Im Januar 1943 traf als Verstärkung das I. Bataillon des SS-Panzergrenadier-Regiments "Der Führer" ein. Dieses Bataillon war die erste ausgeladene Einheit des in den Raum Charkov verlegten SS-Panzerkorps. Besonders dieses Bataillon war auf Seiten des Gegners gefürchtet.
Im März 1943 wurde die Kampfgruppe "Schuldt" aufgelöst, wobei das I. Bataillon "DF" wieder zu seiner Stammdivision "Das Reich" zurückkehrte. Die anderen Einheiten - das VI. Bataillon der LSSAH und das I. Bataillon des Polizei-Schützenregiments - kehrten wieder in ihre Heimatgarnisonen zurück. Die Gefechtsstärken waren dabei aber erheblich gesunken so kehrten von 800 Leibstandarte-Männer ganze 38 zurück. Bei den Polizei-Schützen waren es von 527 ganze 84.
SS-Standartenführer Schuld erhielt als Anerkennung für seine tapfere Haltung besonders in Krisenlagen, am 02.04.1943 als 220. Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Im Spätsommer 1943 übernahm Schuldt die Führung der 2. lettischen SS-Freiwilligen-Brigade die unter seiner Führung entsprechend ausgebildet wurde. Binnen kürzester Zeit stellte Schuldt damit einen Verband aus nicht ausgebildeten freiwilligen auf, der sich später, unter anderem in en Wolchow-Brückenköpfen,  bewähren sollte. So waren die Letten Meister bei Späh- und Aufklärungseinsätzen.
Bei den Kämpfen am Wolchow und den anschließenden Rückzugsgefechten war die lettische Brigade des Öfteren der Fels in der Brandung. So ließ sich die Brigade einkesseln um den Gegner auf sich zu ziehen und kehrte dennoch immer wieder zu den eigenen Linien zurück.
Am 15.03.1944 fällt Schuldt in den Reihen seiner Grenadiere, bei Ostrow, nachdem er am Tag zuvor zum Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert wurde.
Seine Beisetzung erfolgte auf dem Bruderfiedhof an der Rigaer Domkirche (Archibiska Kathedrale). Zehn Tage nach seiner Beerdigung wird er am 25.03.1944 als 56. Soldat der Wehrmacht, SS-Oberführer und Kommandeur der 2. lettischen SS-Freiwilligen-Brigade mit den Schwertern zum Eichenlaub ausgezeichnet. Mit Führerbefehl erhielt das spätere Waffen-Grenadier-Regiment der SS 43 (lett. Nr. 2) den Beinamen "Hinrich Schuldt".

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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