Hans-Christian Schulze
wurde am 15.07.1893 in Schwarzenbeck geboren. Sein Vater war Gutsbesitzer.
1912 trat der Abiturient als Fahnenjunker ins Heer ein. Seine Ausbildung
erhielt er auf der Kriegsschule Metz. Danach wurde er Leutnant.
Am 01.08.1914 ging es für Schulze an die Front. Er war zunächst Zugführer, ehe
er nacheinander Kompaniechef, Bataillons-, Regiments-, und Brigadeadjutant
wurde. Für seine Tapferkeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. das
Eiserne Kreuz I. und II. Klasse.
Nach dem Krieg ging er als Oberleutnant in den kasernierten
Landespolizeidienst, wo er jahrelang Abschnittskommandeur der Hamburger
Landespolizei war. 1935 wechselte er als Major in den Regimentsstab des
Infanterieregiments 47. Relativ schnell wurde er zum Oberstleutnant befördert,
ehe er wieder in den Polizeidienst zurückkehrte. Hier erhielt er am 18.09.1939
den Befehl im Rahmen einer Division, bestehend aus Ordnungspolizei und
Spezialeinheiten des Heeres, ein Regiment aufzustellen. Als Oberst der Polizei
übernahm er, dann das Kommando über dieses Regiment, das
Polizei-Schützenregiment 2.
Während des Frankreichfeldzuges war die Polizeidivision Reserve der 7.Armee,
ehe sie am 10.05.1940 die luxemburgische Grenze überschritt. Im Juni 1940
kämpfe die Division dann am Aisne-Kanal. Am 14.06.1940 konnte sein Regiment,
bei Kämpfen im Argonnerwald, eine wichtige Brücke einnehmen. Schulze kämpfte
hier, wie so oft, in vorderster Linie. Für seinen tapferen Einsatz erhielt er
die Spangen (Soldaten die bereits im 1.WK ein Eisernes Kreuz bekamen, wurde im
2.WK, falls sie sich das Eiserne Kreuz nochmals verdienten eine Spange
verliehen, die zum Orden getragen wurde) zu den Eisernen Kreuzen, die ihm
bereits im 1.Weltkrieg verliehen wurden. Vom 02.08.1940 bis Juni 1941 blieb
die Division als Besatzungstruppe im Raum Paris.
Im Russlandfeldzug kam die Division Ende Juni 1941 im Rahmen der Heeresgruppe
Nord zum Einsatz. Im August 1941 stand das Regiment im Brennpunkt der Kämpfe
um die Stadt Luga. Auch hier war Schulze in vorderster Linie zu finden und
riss seine Männer immer wieder nach vorne. Durch seinen Einsatz konnte die
Stadt Luga sehr schnell eingenommen werden. Am 11.09.1941 erhielt Schulze für
seine Tapferkeit beim Kampf um Luga das Ritterkreuz.
Beim Vormarsch nach Leningrad wurde Schulze am 13.09.1941 schwer verwundet und
erlag im Feldlazarett Nikolajewka seinen schweren Verwundungen. Posthum wurde
er zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei befördert.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Danke Sascha