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86. Schwerterträger Felix Martin Julius Steiner
SS-Obergruppenführer

Felix Steiner wurde am 23.05.1896 in Stallupönen, dem späteren Ebenrode, als Sohn eines Gymnasiallehrers in Ostpreußen geboren.
Nachdem er sein Abitur am Gymnasium von Königsberg ablegte, trat er im März 1914 als Fahnenjunker dem 5. (ostpr.) Infanterieregiment "von Boyen" Nr. 41 in Tilsit bei und kämpfte mit Beginn des 1. Weltkrieges, im Range eines Fähnrichs, an der Ostfront.
Nach den schweren Schlachten von Tannenberg und den Masurischen Seen, wo er das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielt, wurde er beim Vormarsch in Litauen im November 1914 schwer verwundet. Nach mehreren medizinischen Eingriffen und Operationen, konnte er erst Anfang 1916 das Lazarett verlassen.
Nach seiner Beförderung zum Leutnant, am 27.01.1915, kehrte er erst im Juni 1916 zur Truppe an die Front zurück, wo er Kompanieführer in der MG-Scharfschützen-Abteilung 46 wurde. Mit seiner Kompanie stand er im Frühjahr 1917 in Kurland, an der Düna und im Raum Riga im Einsatz und erhielt dafür das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Nach der Kapitulation der russischen Truppen an der Ostfront, wird Steiner zur Frühjahrsoffensive 1918 an die Westfront verlegt, wobei er bei Wytschaete, im Hothoulster Wald und am Kemmel zum Einsatz kam. Weiterhin nahm er an den Abwehrschlachten zwischen Arras und Noyon teil. In den Jahren des 1. Weltkrieges manifestierte sich die spätere Haltung Steiners zu den Taktiken seiner Truppen. Der Stellungskrieg konnte keine Ergebnisse bringen. Schnelligkeit und Einsatzwille der eingesetzten Truppen spielten für ihn schon im 1. Weltkrieg eine wichtige Rolle.
Nach Kriegsende erfolgte die Demobilisierung der Einheit Steiners, mittlerweile Oberleutnant, in Danzig. Steiner meldete sich für das nächste Jahr zum Einsatz in einer Freiwilligen-Kompanie zum Schutze des Memel-Landes und wurde dann Kompanieführer im Ostpreußischen Freiwilligenkorps.
Nach Übernahme in die Reichswehr im Herbst 1919 gehörte er zur 2. MG-Kompanie des Infanterieregiments 101 und ab dem 01.10.1921 zur 8. MG-Kompanie des Infanterieregiments 1 in Tilsit.
Nach bestandener Zulassungsprüfung zur Kriegsakademie, im Jahre 1922, kommt Steiner 1924 nach Königsberg. Dort wird der am 01.12.1927 zum Hauptmann beförderte Steiner, Regimentsadjutant des IR 1 und übernimmt später das Kommando über eine Kompanie.
Doch Steiner sah ein Problem in der Distanzierung der Reichswehr von den Wehrverbänden und nahm nach seiner Beförderung zum Major, im Dezember 1933 seinen Abschied, um als Ausbildungsleiter der Landespolizei-Inspektion weiterzuarbeiten.
Am 01.01.1934 wechselt Steiner als Referent zum Chef des Ausbildungswesens und entwickelte dort eigene Richtlinien für die vormilitärische Ausbildung bzw. für Kurzausbildungslehrgänge.
Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, meldete sich Steiner zur neuen SS-Verfügungstruppe und erhält dort als SS-Sturmbannführer, am 12.06.1935, das Kommando über das III. Bataillon des SS-Regiments "Deutschland", in Ellwangen/Jagst. Steiner fand in der Verfügungstruppe den Freiraum den er benötigte um seine Vorstellungen vom Kampf zu verwirklichen. Kurze Zeit später übernimmt er, als SS-Standartenführer, im Juni 1936 das Kommando über das gesamte Regiment in München.
Steiner schuf Richtlinien, die später zwingend für die Soldaten der Waffen-SS wurden. Die Offiziere sollten Vorbild, aber auch Kameraden sein. Von seinen Offizieren forderte er spartanische Erziehung, redliches Denken, Idealismus, fundierte militärische Kenntnisse und sportliches Leistungsvermögen. Diese Richtlinien galten auch für die Unterführer und Mannschaften. Die Ausbildung wurde von dem Grundsatz geprägt "Schweiß spart Blut".
In wenigen Jahren war es Steiner gelungen ein einsatzfähiges und in allen Belangen vorbildliches Regiment zu formen.
Am 13.03.1938 erhält das Regiment den Befehl zum Vorbereiten auf den Einmarsch in Österreich und nimmt an diesem Teil. Nach stürmischem Empfang kehrt das Regiment am 17.03.1938 in die Standort zurück und versammelt sich dann vom 25.07. bis Mitte August 1938 auf dem Truppenübungsplatz Döberitz.
Im Zuge des Münchener Abkommens, nimmt Steiner mit seinem Regiment am Einmarsch in das Sudetenland über Bayerisch-Eisenstein teil und sichert bei Neuern die neue Demarkationslinie, bis es im November 1938 wieder in die Heimat zurückkehrt. Anschließend kommt das Regiment ab dem 15.03.1938 bei der Besetzung des Resttschechei teil.
Wieder in München angekommen, nahm das Regiment Mitte Mai 1939 unter Steiners Führung an einer Verbandsübung auf dem Truppenübungsplatz Munsterlager teil. Aufgrund der guten Ergebnisse des Regiments, in Anwesenheit Hitlers, wurde die SS-Verfügungstruppe weiter erweitert. Steiners Ansichten zufolge musste die 14. Panzerabwehr-Kompanie die schnellste des gesamten Regiments sein, ansonsten sei das gesamte Regiment eines Tages "verratzt". Die unmittelbare Folge dieser Übung war die befohlene Aufstellung eines SS-Artillerie-Regiments. Über mehrere Jahre versuchte die Heeresleitung der Verfügungstruppe schwere Waffen vorzuenthalten, das war mit der Aufstellung eines Regiments nun aber Geschichte.
Am 25.07.1939 setzte Steiner mit seinem gesamten Regiment von Stettin aus nach Pillau über, wo es Ende August 1939 an der 25jährigen Tannenbergfeier in Ostpreußen teilnehmen sollte. Am gleichen Tag erfolgte durch das Oberkommandos des Heeres der Befehl zur Aufstellung des Panzerverbandes "Ostpreußen", der am 10.08.1939 in Panzer-Division Kempff umbenannt wurde und aus Einheiten des Heeres und der SS-Verfügungstruppe bestand. Steiner und sein Regiment gehörten somit zu dieser neuen Division, die nur für den Polen-Feldzug aufgestellt wurde. Am 23.08.1939 erging der Befehl zur Vorbereitung zur großen Parade, doch kam es dazu nicht mehr. Stattdessen wurde der Verband alarmiert und in den Raum Neidenburg verlegt.
Nach der Verschiebung des Angriffes auf Polen am 26.08.1939, sollte der 01.09.1939 als neuer Termin feststehen. Auf Anraten Steiners befahl Kempff eine kurze Artillerie-Vorbereitung, um den Infanteristen die ersten Meter auf gegnerischem Boden zu erleichtern.
Am Angriffstag gegen 4.45 Uhr gingen die Angriffsspitzen des Regiments beiderseits der Strasse Napierken-Mlawa mit Richtung Festung Mlawa vor. Die dort verteidigenden polnischen Truppen konnten zumindest am 1. Angriffstag einen Abwehrerfolg verbuchen. Am 03.09.1939 ging das Regiment gegen Ciechanow vor und umging so die polnische Mlawa-Stellung, aus der sich der Gegner eiligst zurückzog, um nicht eingeschlossen zu werden. In der Folge stieß das Regiment weiter zur Weichsel vor. Dort am Ostufer des Flusses angekommen, sperrte die Division die Strasse Warschau-Lublin und wurde dann zur Eroberung der Festung Modlin eingesetzt. Nach den Kämpfen vom 16. bis zum 28.09.1939 nahm Steiner die Kapitulation der Festung durch General Zahek entgegen, der Steiner seinen Degen überreichte, der ihn jedoch umgehend an den General zurückgab und den polnischen Stab zum Essen einlud.
Bis zum 03.10.1939 im Raum Modlin, zog das Regiment über Mlawa nach Neidenburg zurück und hielt dort eine Siegesparade ab, wo Kempff das Regiment "Deutschland" als Kaiserin der mot-Infanterie bezeichnete, wenn die Infanterie die Königin des Schlachtfeldes sei. Von dort verlegte das Regiment auf den Truppenübungsplatz Brdy-Wald bei Pilsen, zur Aufstellung der SS-Verfügungs-Division unter Paul Hausser. Die erste Kommandeursbesprechung und damit der Tag der Aufstellung der Division ist der 19.10.1939. Kurze Zeit später verlegten die Einheiten über Würzburg in den Raum Münster, zur Sicherung des Westwalls und zur Vorbereitung des Feldzuges gegen Frankreich. Das Regiment Steiners wurde im Raum Hamminkeln einquartiert. Weiterhin erfolgten Ausbildungsmanöver auf dem Truppenübungsplatz Sennelager und Besichtigungen der Truppe.
Im Zuge des Feldzuges gegen Frankreich, das Deutschland am 03.09.1939 den Krieg erklärt hatte, zog Steiner mitsamt seinem Regiment bis an die spanische Grenze bei Biarritz und erhielt für die Leistungen seines Regiments am 15.08.1940 das Ritterkreuz. Mit Ende der Kämpfe zum SS-Brigadeführer befördert, erhielt Steiner die Aufgabe zur Aufstellung der 5. SS-Division "Wiking". Sein Regiment übernahm der SS-Obersturmbannführer Wilhelm Bittrich.
Am 01.12.1940 wurde der Divisionsstab der Division "Wiking" in München gebildet, dessen Kommando Steiner übernahm. In den verband der Division kamen die ersten europäischen Freiwilligen, insbesondere aus Flamen und Holland, aber auch Finnland. Steiner selbst besuchte die Regimenter bereits am 06.01.1941 und hielt dabei selbst Schulungsvorträge und erteilte u.a. taktischen Unterricht. Im Mai 1941 bescheinigte der Kommandierende General des XXXX. Panzer-Korps General Freiherr Geyr von Schweppenburg der Division die Feldverwendungsfähigkeit. Dies unter dem Gesichtspunkt, das eine gewohnte friedensmäßige Ausbildung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich war.
Anfang Juni wurde die Division in den Raum Breslau verlegt und dort dem Kommando des XIV. Panzerkorps unter General der Infanterie Gustav von Wietersheim unterstellt, der Steiner bereits gut aus dem Westfeldzug kannte. Am 22.06.1941 beginnt für die "Wiking" der Angriff gegen die Sowjetunion im Rahmen der Heeresgruppe Süd. Der erste Einsatzbefehl an die Division erging am 29.06.1941 und das erste Gefecht erfolgte am 01.07.1941 durch das Regiment "Westland". Am 04.07.1941 befand sich neben dem Divisionsstab auch der Stab des XIV. Panzerkorps in Tarnopol. Dort informierte von Wietersheim Steiner über den eingetroffenen Befehl über die "Einschränkung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet Barbarossa". Steiner zeigte sich nicht einverstanden mit dem Befehl "Kein vernünftiger Truppenführer kann einem solchen Befehl entsprechen!" und sah damit den Weg geebnet die Truppe verrohen zu lassen. Steiner wendete den Befehl nicht an und ließ auch weiterhin jegliche Straftaten durch die Militärbesetzbarkeit verfolgen. Ebenfalls leitete Steiner auch den berüchtigten "Kommissarbefehl", der die sofortige Erschießung jeden politischen Kommissars vorsah, nicht weiter.
Teilweise dem III. Armeekorps unterstellt, erreichte die Division Anfang August den Dnjepr. Mitte Oktober beginnt das Wetter die Bewegungen zwischen Dnjepr und Donez  zu verlangsamen. Durch einsetzenden Frost wieder beweglicher, erhält die Division Anfang November 1941 den Auftrag den Mius zu erreichen und in Richtung Rostow anzugreifen. Erst im Juli 1942 wurde die Stadt eingenommen.
Steiner selbst hatte sich der Eingliederung europäischer Freiwilliger gerade in seiner Division verschrieben und musste mehrmals erschütternd feststellen, wie wenig Anklang die sich bietenden Möglichkeiten im Führerhauptquartier fanden.
Es folgte dann der Vormarsch auf den Kaukasus. Dabei fiel der Division die Aufgabe zu die Grusinische Heerstraße zu erreichen und damit den Stoß auf Grosny zu ermöglichen. Steiner wies wiederholt darauf hin, dass ein Übergang über den Kaukasus vor allem bin dieser Jahreszeit unmöglich sei. Dennoch wurde von höherer Stelle nichts unternommen, die Stoßrichtung zu überdenken. Anlässlich dieser Auseinadersetzungen zwischen Division und Generalkommando schaltete sich selbst der Chef des Generalstabs Kurt Zeitzler persönlich ein, konnte aber Steiner ebenfalls nicht von der bevorstehenden Operation überzeugen.
Gegen Ende des Jahres 1942 erhielt Steiner die Aufgabe das III. SS-Panzerkorps aufzustellen und anzuführen. Zunächst allerdings übernahm er kommissarisch die Führung des III. Panzerkorps des Heeres, bleib aber weiterhin auch Kommandeur der Division "Wiking".  Im Zuge der Entgegennahme neuer Weisungen, musste Steiner Ende Januar 1943 in das Führerhauptquartier fliegen und entscheid sich dabei der Division einen besuch abzustatten. Dabei gelang es ihm im Chaos des untergehenden Kessels von Stalingrad den Lazarettzug der Division hinter den Mius zu bringen. Am 05.02.1943 im Führerhauptquartier händigte ihm Hitler das am 23.12.1942  verliehene 159. Eichenlaub zum Ritterkreuz als SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS und Kommandeur der Panzergrenadier-Division "Wiking" aus.
Am 30.03.1943 übernimmt Steiner des Posten des Kommandierenden Generals des III. SS-Panzerkorps, dessen Führung er im Oktober 1944 krankheitsbedingt abgeben musste. Zuvor hatte er noch am 10.08.1944 als SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, sowie als Kommandierender General des III. (germanischen) Panzerkorps, die 86. Schwerter zum Eichenlaub erhalten. Gesundheitlich wieder hergestellt, übernimmt Steiner im Januar 1945 das Kommando über die 11. Armee in Pommern.
Mit seiner nur dürftig ausgebildeten 11. Armee sollte Steiner Mitte Februar 1945 zum Angriff nach Süden antreten, um dem Stoss Shukows auf Berlin in die Flanke zu falle. Steiner war gegen diesen Angriffes konnte sich aber nicht durchsetzen. So griff die Armee im Unternehmen "Sonnenwende" auf die Linie Soldin-Berlinchen an. Der Armee gelang es zunächst den Ring um Arnswalde bei Stettin zu sprengen. Gegen Ende Februar musste die Armee jedoch mangels kraft den Angriff einstellen und zur Verteidigung übergehen. Durch die schweren Abwehrkämpfe im Raum Stettin geschwächt, stellte der Gegner vorerst seine Angriffe ein und die 11. Armee konnte westlich der Oder aufgefrischt werden. Während dieser Zeit gab Steiner kurzfristig das Kommando der Armee ab und übernahm wieder das Kommando über das III. (germ.) Panzerkorps um selbst für seine Auffrischung zu sorgen.
Während das Hauptquartier der 11. Armee im Schloß Plathe lag, erhielt Steiner einen Führerbefehl, der ihn mit der Übernahme eines Sonderauftrages in Neustrelitz beauftragte, wo sich vorher der Stab der 11. Armee und mit dem Kommando der 3. Panzerarmee vereinigt hatte. Steiner sollte sämtliche menschlichen und materiellen Quellen in den noch unter deutscher Oberhoheit stehenden Wehrkreisen erfassen. Ende März berichtete er Hitler persönlich. Hitler hörte sich seine Ausführungen an und verließ ohne Kommentar den Besprechungsraum. Steiner hatte Informationen herausgefunden, die dem Stand kurz vor Kriegsende entsprachen. Jeder wollte dem Kampf aus dem Weg gehen, oder Material wurde gehortet. Steiner kehrte daraufhin erschüttert nach Neustrelitz zurück und äußerte sich gegenüber seiner Vertrauten entmutigt. Von nun an war Steiner nicht mehr bereit das Leben seiner Soldaten unnütz zu opfern.
Mitte April übernahm Steiner dann das Kommando über die Armeegruppe Steiner. Seine Aufgabe war es zunächst die Verbindung zum LVI. Panzerkorps, welches bei und südwärts Werneuchen stand, herzustellen. Dabei wurde jegliches Ausweichen nach Westen durch Hitler persönlich verboten. Er legte damit das Schicksal Berlins in Steiners Hände. Steiner selbst versuchte "sein" III. (germ.) Panzerkorps bei sich zu behalten. Doch wurde es schon bald dem LVI. Panzerkorps unterstellt und blutete während der Häuserkämpfe in Berlin aus. Steiner versuchte weiterhin mittels dem Feldmarschall a.D. von Blomberg Kontakt mit Montgomery herzustellen, um eine Beendigung des Krieges einzuleiten. Doch von Blomberg weigerte sich.
In der Folge sollte Steiner mit seiner Armeegruppe von Norden auf Berlin-Spandau zustoßen und die Stadt entsetzen. Steiner weigerte sich jedoch nachhaltig. Damit sollte Steiner durch Generalleutnant Holste abgelöst werden, doch beide einigten sich darauf, den bestehenden Zustand beizubehalten. Ziel war es nun zu verhindern, dass die Armeegruppe von Süden her umzingelt wurde und damit den Rückzug auf die Elbe zu vollbringen. Ab dem 01.05.1945 geht die Armeegruppe Steiner auf die Elbe zurück. Zwar versuchte der Gegner die Gruppe noch im Norden zu überflügeln, doch Steiner konnte dies in letzter Minute verhindern und damit seine Soldaten in westalliierte Gefangenschaft bringen. So ging Steiner am 03.05.1945 in Mecklenburg über die Elbe in englische Gefangenschaft.
Steiner wird zunächst nach England gebracht, kehrte aber schon bald wieder nach Deutschland zurück, wo er am 27.04.1948 entlassen wurde.
Nach dem Krieg gründete Steiner zusammen mit Dr. Franz Riedweg, Ewaldt von Kleist und weiteren ehemaligen Offizieren, die "Deutsche Gesellschaft für Wehrkunde", wobei Steiner den stellvertretenden Vorsitz übernahm. Unterstützt wurden sie dabei von der US-Kriegsakademie Westpoint. U.a. begleitete die Gesellschaft den Aufbau der Bundeswehr, bis 1953 das Amt Blank in die Kompetenz der BRD überging. Ein ehemaliger Waffen-SS General war dabei im Vorstand der Gesellschaft nicht mehr erwünscht und Steiner nahm seinen Abschied. Außerdem beteiligte er sich Anfang der 50èr intensiv an dem Aufbau der HIAG. Beim großen Treffen der Waffen-SS Soldaten im Oktober 1952 in Verden sprach u.a. auch Steiner. Wie sehr er in die Verhandlungen um eine "korrekte" Rechtssprechung für die Angehörigen der Waffen-SS involviert war, ist nicht ganz klar, denn Steiner lebte eher zurückgezogen und widmete sich eher seiner Schriftstellertätigkeit.
Felix Steiner verstarb am 12.05.1966 in München an Herzversagen und wurde auf dem Friedhof am Perlacher Forst beigesetzt. Tausende seiner ehemaligen Soldaten nahmen an den Beisetzungsfeierlichkeiten teil.
Felix Steiner gilt als Vater des militärischen Arms der SS, der Waffen-SS, den er zusammen mit Paul Hausser aufbaute. Steiner selbst war kein freund der Leibstandarte, sah er in ihr doch eher die Repräsentation manifestiert, als militärische Kraft. Steiner schuf ein völlig neues Ausbildungskonzept, welches eher auf Stoßtrupps und Sportausbildung fußte. "Schweiß spart Blut".
Im Rahmen der Nürnberger Prozesse wurden Vorwürfe gegen Steiner wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und anderer Verbrechen fallengelassen.

 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 16.03.1914 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 09.10.1914
Gefreiter 01.06.1914 Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK 13.09.1917
Unteroffizier 01.08.1914 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 03.11.1917
Fähnrich 11.11.1914 m. Patent v. 29.10.1914 Ehrenkreuz für Frontkämpfer 00.00.1934
Leutnant 27.01.1915 m. Patent v. 23.06.1913 Ehrenwinkel für alte Kämpfer 00.00.1934
Oberleutnant 18.10.1918 m. Patent v. 18.10.1918 Julleuchter der SS 16.12.1935
Hauptmann 01.12.1927 m. RDA v. 01.12.1927 Ehrendegen des Reichsführers-SS 01.12.1936
Char. Major 25.11.1933 Totenkopfring der SS 01.12.1937
SA-Sturmführer 00.03.1934 Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 00.00.1938
SS-Obersturmbannführer 24.04.1935 Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 00.00.1939
SS-Standartenführer 01.07.1936 Spange “Prager Burg” zur Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 00.00.1939
SS-Oberführer der Waffen-SS 24.01.1940 Eisernes Kreuz II. Klasse 17.09.1939
SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS 09.11.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse 26.09.1939
SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS 01.01.1942 Ritterkreuz 15.08.1940
SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS 01.07.1943 SS-Dienstauszeichnungen ???
Deutsches Kreuz in Gold 22.04.1942
Medaille “Winterschlacht im Osten 1941/42 00.00.1942
Finnisches Freiheitskreuz I. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern 16.06.1942
159. Eichenlaub zum Ritterkreuz 23.12.1942
Finnisches Freiheitskreuz I. Klasse mit Stern und Schwertern 06.07.1943
86. Schwerter zum Eichenlaub 10.08.1944

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